Generatives Design Mit generativem Design zum individuell 3D-druckbarem Rennrad

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Ein Konzeptrennrad, das sich jeder Kunde individuell aus Aluminium per 3D-Druck fertigen lassen kann – Autodesk und der französische Sporthersteller Decathlon machen dies möglich. Dabei spielt das generative Design eine entscheidende Rolle.

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Das Konzeptrennrad hat das Potenzial, für jeden Kunden individuell aus Aluminium per 3D-Druck produziert zu werden.
Das Konzeptrennrad hat das Potenzial, für jeden Kunden individuell aus Aluminium per 3D-Druck produziert zu werden.
(Bild: Autodesk)

Leichter, leitungsstärker, nachhaltiger: Ein neues Konzeptrad von Decathlon wurde mit Autodesk Technologie entwickelt. Im Rahmen des sogenannten „Vision Project“ erforschte der französische Hersteller und Einzelhändler von Sportartikeln die Möglichkeiten neuer, digitaler Fertigungstechnologien und Designideen.

Mit Hilfe der generativen Designfunktionen von Autodesk Fusion 360 hat Decathlon Komponenten für den Prototyp entworfen und hergestellt, die Leistungsfähigkeit und Umweltfreundlichkeit vereinen. Das Ziel: den CO2-Austoß des Unternehmens langfristig zu senken.

Dynamischen Kräfte berücksichtigen

Mit Hilfe des generativen Designs wurde der Rahmen und die Federgabel entwickelt. Dabei mussten zunächst die erheblichen dynamischen Kräfte berücksichtigt werden, denen die Gabel beim Bremsen und hohen Geschwindigkeiten ausgesetzt ist, sowie Aerodynamik und weitere Faktoren.

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Darüber hinaus stellt die Federgabel das Verbindungsstück zwischen Lenker und Vorderrad dar. Das bedeutet, sie muss gleichzeitig stabil, aber auch beweglich sein.

Mit Hilfe der Tools von Autodesk vereinte Decathlon künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität, um Nachhaltigkeits- und Leistungsziele zu verfolgen – und gleichzeitig die Wünsche und Anforderungen der Verbraucher zu adressieren.

Scott Reese, Senior Vice President bei Autodesk

Leichter recyceln: Aluminium statt Carbon

Auch beim Material ermöglicht der innovative Ansatz Flexibilität: Normalerweise bestehen – gerade im Radrennsport, bei dem jedes Gramm ins Gewicht fällt – die Fahrräder aus Carbon bzw. Kohlefaser. Da dieses Material schwer zu recyclen ist, entschied sich Decathlon stattdessen für den Einsatz von Aluminium. Damit kann für jeder Kunde sein Rennrad individuell aus Aluminium per 3D-Druck herstellen lassen. Die Kombination aus generativem Design und 3D-Druck reduziert nicht nur die eingesetzten Rohstoffe, sondern auch die Transportwege.

Diese Technologie ermöglicht es uns, noch weiter zu gehen: Sie spart Zeit, verbessert die Produkte und vor allem – dies ist ein sehr wichtiger Punkt – hält die Menschen im Mittelpunkt des Entstehungsprozesses.

Charles Cambianica, Mitglied des Decathlon Advanced Design Teams

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Partnerportal Mission Additive erschienen.

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