Windkraftanlagen Turmbau: Dieser Lift für Windkraftanlagen wächst mit

Von Geda 3 min Lesedauer

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Ein neues Zahnstangensystem ermöglicht es, batteriebetriebene Aufzüge in Windkraftanlagen schon während der Turminstallation zu nutzen – ab den ersten Metern. Ein patentiertes Verfahren löst zentrale Herausforderung bei Toleranzen und Übergängen. Besonders bei hohen Türmen bietet sich das Konzept an.

Der akkubetriebene Lift für Windkraftanlagen setzt laut Hersteller neue Maßstäbe bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz.(Bild:  Geda GmbH)
Der akkubetriebene Lift für Windkraftanlagen setzt laut Hersteller neue Maßstäbe bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz.
(Bild: Geda GmbH)

Mit dem akkubetriebenen Lift SH 250 W hat das Unternehmen Geda ein neues Aufzugsystem für Windkraftanlagen entwickelt, das den sicheren Personen- und Materialtransport zur Turbine sowie zu Zwischenebenen verbessert. Jede moderne Windkraftanlage benötigt ein Transportsystem im Turm. Der neue Lift arbeitet mit Lithium-Ionen-Akkus, ist für Fahrhöhen bis 210 Meter ausgelegt und verfügt über ein modernes Fernwartungssystem sowie zahlreiche Sicherheitsfunktionen. Der Aufzug bietet Platz für zwei Personen und Material. 

Lift schon ab der Installationsphase verwenden

Der Lift nutzt ein Antriebssystem mit Zahnstange. (Bild:  Geda)
Der Lift nutzt ein Antriebssystem mit Zahnstange.
(Bild: Geda)

Der neue akkubetriebene Zahnstangenlift ist bereits ab dem ersten Meter nutzbar: Möglich wird dies durch Leiterteile mit Zahnstange, deren Führungsprofile am Boden starten und mit dem Turmaufbau mitwachsen. In der Installationsphase entfällt dadurch in vielen Fällen das aufwendige und körperlich belastende Klettern. Das erleichtert die Arbeit erheblich, reduziert Risiken und unterstützt effizientere Abläufe auf der Baustelle.

Herkömmliche Seilaufzüge hingegen können erst eingesetzt werden, wenn der Turm vollständig steht und die Seile für die Durchlaufwinde im oberen Bereich eingehängt sind. Zudem dürfen sie häufig erst nach Abnahme der Gesamtanlage genutzt werden. 

Lift lässt sich einfach transportieren, montieren und austauschen

Der Lift lässt sich nach Installation des Leiterwegs unkompliziert in den Turm einbringen. Ein spezielles Transportgestell ermöglicht sowohl stehenden als auch liegenden Transport. Innerhalb des Turms kann die Maschine liegend mit einem zerlegbaren Rohrgerüst aufgerichtet werden. Service und Austausch wurden von Anfang an mitgedacht: Die Maschine kann auf das Transportgestell gefahren, vom Führungssystem gelöst und ergonomisch entfernt werden. Dadurch ist auch ein späterer Abtransport nach mehr als 25 Jahren mit wenig Aufwand möglich.

Herausforderungen bei höheren Windkraftanlagen

Der Aufzug eignet sich insbesondere für große Windenergieanlagen. (Bild:  Geda)
Der Aufzug eignet sich insbesondere für große Windenergieanlagen.
(Bild: Geda)

Mit zunehmender Höhe moderner Windkraftanlagen steigen die Anforderungen an die Transportsysteme. Höhere Türme sind wirtschaftlich attraktiv, da die Luftströmungen in größeren Höhen gleichmäßiger und laminarer (also turbulenzärmer) sind. Gleichzeitig nehmen jedoch Turmauslenkungen und mechanische Belastungen zu. Bei rund 200 Meter Turmhöhe kann die Auslenkung rund zwei Metern in beide Richtungen betragen.

Konventionelle Seilaufzüge stoßen hier zunehmend an technische Grenzen: Durch Turmschwingungen können Seile gegen Innenstrukturen schlagen, beschädigt werden oder sich verheddern. Auch Austauschintervalle und Wartungsarbeiten führen zu Stillständen. Zusätzlich ist das Sicherheitsseil für das Personal vor dem Erreichen des oberen Turmbereichs nicht vollständig überprüfbar. Der akkubetriebene Zahnstangenlift vermeidet diese systembedingten Nachteile. Bei größeren Nabenhöhen gewinnt die Lösung an wirtschaftlicher und technischer Attraktivität.

Fernwartung und bildbasierte Fehlerdiagnose erhöhen Verfügbarkeit

Das Aufzugsystem hat diverse digitale Funktionen, die helfen, ungeplante Stillstände zu vermeiden. Dazu gehören Online-Fernwartung, ein Touchdisplay im Fahrkorb sowie eine bildbasierte Fehlerdiagnose. Betreiber und Service-Teams können die Funktionsfähigkeit des Lifts bereits vor einem Einsatz aus der Ferne prüfen. Bildliche Informationen unterstützen weniger erfahrene Anwender bei der Bedienung und Fehlerbehebung. 

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Aufzug mit modularem Gesamtkonzept

Die Stärke des Produkts liegt nicht in einem einzelnen Bauteil, sondern in der Kombination zahlreicher aufeinander abgestimmter Lösungen. Dazu zählt das ressourceneffiziente Führungssystem: Der Hersteller verzichtet hier auf klassische Querverbindungen; stattdessen erzielt er die benötigte Steifigkeit über die ohnehin notwendigen Anbindungen an die Außenwand.

Auch der Schlitten wurde neu gedacht: Eine H-förmige Anordnung ermöglicht das Durchsteigen des Aufzugs von unten bis in die Kabine und darüber hinaus. Der Auffahrschutz lässt sich beim Einstieg von oben ergonomisch per leichtem Tritt öffnen und schwenkt automatisch nach oben weg. Für den zentralen Laderegler zum bidirektionalen Laden und Entladen sowie für den Antrieb wurden spezielle Komponenten entwickelt, da geeignete Lösungen in dieser Leistungsklasse nicht verfügbar waren.

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Der akkubetriebene Zahnstangenlift sorgt für mehr Sicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz im Betrieb moderner Windkraftanlagen. Er verbessert den Transport im Turm von der Installationsphase bis zum langfristigen Serviceeinsatz. (dm)