Drehgeber Kostendruck bei Windkraftanlagen und höchste Ansprüche passen zusammen

Redakteur: Jan Vollmuth

Die Kübler Gruppe entwickelt und stellt Drehgeber für alle Drehzahl- und Positionierungsaufgaben einer Windenergieanlage her. Diese Produkte zeigen, dass Kostendruck bei Windkraftanlagen und höchste Ansprüche kein Widerspruch sein müssen.

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(Bild: Kübler)

Regenerative Energien haben Hochkonjunktur. Dieser Satz galt in den vergangenen Jahren, und er hat auch heute noch seine Berechtigung. Allerdings gehört die Phase des ungebremsten Wachstums, bei dem die Frage nach den Kosten weitgehend ausgeklammert wurde, der Vergangenheit an. Sowohl die Energiepreise für die Verbraucher, aber eben auch die Aufwendungen für den Bau einer solchen Anlage, stehen in der Diskussion.

Der Druck hat sich eindeutig erhöht. Um weiter erfolgreich am Markt reüssieren zu können, müssen die Akteure diesem Trend Rechnung tragen. Gerade bei Windkraftanlagen wirkt sich dieser Preisdruck aus, der mittlerweile von vielen Experten schon als Preisverfall tituliert wird.

Die Kübler Gruppe hat darauf reagiert und zeigt, dass Kostendruck bei Windkraftanlagen und höchste Ansprüche kein Widerspruch sein müssen. Das Unternehmen entwickelt und stellt Drehgeber für alle Drehzahl- und Positionierungsaufgaben einer Windenergieanlage her. Die Positionierungsaufgaben erfüllt der neue Sendix-Multiturn-Drehgeber im 58er Gehäuse.

Diese vielseitige und robuste Geberfamilie wird in Pitch-Systemen eingesetzt, direkt am Motor oder als alleinstehender Blattgeber inklusive Messritzel und Montagewinkel. Dabei sind auch Sonderlösungen möglich, wie beispielsweise der Drehgeber Sendix 58 mit integriertem Resolver. Der Sendix F36 wiederum wird dank seiner kompakten Bauform häufig in die Getriebeendschalter für Pitch- oder Azimut-Systeme integriert.

Drehgeber von Kübler zur Drehzahlregelung leisten in Windenergieanlagen an mehreren Stellen im Antriebsstrang ihren Dienst. Lagerlose Magnetsysteme können die Drehzahl direkt an der Nabe messen. Die Messung der Rotordrehzahl- und Lage wird durch Sendix Drehgeber im Schleifring erledigt. Für die schnell drehende Generatorwelle bietet Kübler eine komplette Produktpalette an Hohlwellendrehgebern mit isolierter Welle an.

Ein weites Feld für einen großen Markt: Allein 2011 kamen weltweit annähernd 37 GW Energie aus neuen Windkraftanlagen dazu. Bei der durchschnittlichen Leistung von 1,8 MW wurden in dieser Zeit also rund 20.000 neue Windräder in Betrieb genommen.

In China rasant auf dem Vormarsch

Neben den ursprünglichen Märkten wie Deutschland hat die Windkraft gerade in China rasant an Bedeutung gewonnen. Planmäßig wurde in Fernost die neue Branche gefördert, mit dem Ergebnis, dass heute vier chinesische Hersteller unter den Top 10 rangieren. Sie belegen die Plätze 2, 3, 8 und 10. Einzig der dänische Hersteller Vestas konnte seine Spitzenposition verteidigen.

Zwar beliefern die chinesischen Hersteller bislang vor allem den heimischen Markt, doch ihre verstärkten Exportbestrebungen erzeugen einen extrem starken Preisdruck rund um den Globus.

Das Thema Funktionale Sicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das gilt auch und gerade für Windenergieanlagen.

Kein Wunder, wenn man sich die absoluten Zahlen ansieht. 2011 forderten Hersteller aus Europa und den USA noch eine Million Euro pro Anlage; die Chinesen dagegen verlangten nur 330.000 Euro. Die Preise befinden sich im Sinkflug; seit dem Höchststand im Jahr 2009 gingen sie bis heute um 23 Prozent zurück. Tendenz fallend.

Kein Wunder also, dass neben der Steigerung der Effizienz die Senkung der Kosten im Mittelpunkt der Strategie eines jeden Herstellers steht. 20 bis 30 Prozent sind als Ziel ausgegeben. Jedes Teil kommt auf den Prüfstand, das gilt natürlich auch für die Sensorik. Und das, obwohl der Kostenanteil von Drehgebern in einer Windenergieanlage unter einem Prozent liegt. Doch sie bilden ein Steinchen im Mosaik, um am Ende die angepeilte Ersparnis zu erreichen.

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