Keramik

Konstruieren mit Keramik

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Ideal: Der Werkstoffverbund

Doceram bietet neben den keramischen Positionier- und Zentrierstiften auch Gasdüsen für das MIG/MAG-Schweißen und komplette Schweißelektroden an. An den Elektroden lässt sich ein Grundsatz des Konstruieren mit Keramik hervorragend demonstrieren: Keramik kommt nur dort zum Einsatz, wo ihr Eigen-schaftsprofil wirklich benötigt wird, d.h. bei dem hoch beanspruchten gefederten Stift. Die übrigen Komponenten werden aus Metall gefertigt. Für diese und andere Verbundkonstruktionen stehen stabile Verbindungsverfahren wie z.B. Aufschrumpfen zur Verfügung.

Von der Feuchtesensorik bis zur Handhabungseinheit

In anderen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus sind zusätzliche Eigenschaften der Keramik gefragt. So verwenden mehrere Hersteller von Feuchtesensoren Keramik-Abdeckscheiben, auf deren Rückseite der Sensor direkt montiert wird. Die Keramik ist chemisch inert und damit lebensmittelecht, und aufgrund ihrer Verschleißfestigkeit kann der Sensor auch die Feuchte von abrasiven Medien wie Sand, Kalk, Schokolade und Waschpulver bei hoher Fördergeschwindigkeit messen.

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Ein weiteres interessantes Einsatzgebiet ist die Handhabungstechnik: Auf der Motek wird Doceram unter anderem Greiferbacken und Greiferfinger vorstellen, deren Kontaktflächen aus Hochleistungskeramik bestehen und die für das Handling von unterschiedlichen, auch empfindlichen Bauteilen entwickelt wurden

Zwei Grundsätze der keramikgerechten Konstruktion

Abschließend noch ein Wort zum letzten eingangs genannten Punkt: Ist Keramik teuer? Die klare Antwort: Nicht, wenn es sich um eine keramikgerechte Konstruktion handelt. Hier sind zwei Grundsätze entscheidend. Der erste wurde bereits erwähnt: Keramik sollte nur dort eingesetzt werden, wo man ihre Eigenschaf-ten benötigt. Häufig ist eine Verbundkonstruktion die beste Wahl. Grundsatz Zwei: Da die Bearbeitung von Keramik eben aufgrund ihrer extremen Verschleißfestigkeit aufwändig ist, sollte man sich intensiv z.B. mit den Toleranzen beschäftigen. Das heißt: Wer die Zeichnung eines metallischen Bauteils als Keramikteil anfragt, wird mit den Kosten eventuell nicht zufrieden sein. Besser ist es, sich zu fragen: „Wie lässt sich die Aufgabe, die das Bauteil erfüllen soll, am besten mit Keramik lösen?“ Ergebnis wird ein extrem verschleißfestes Funktionsbauteil sein, dessen Stückpreis vielleicht etwas höher ist. Aber es bietet häufig Zusatzfunktionen und verursacht deutlich weniger Service- und Austauschkosten. Deshalb sind Keramikkomponenten in den hier dargestellten und anderen Anwendungen nicht nur eine technisch überzeugende, sondern auch überaus wirtschaftliche Lösung. (qui)

* Tobias Lange Prokurist, Doceram GmbH, Dortmund

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