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Kleiner geht´s (n)immer: Mikrometer-Präzision in der Kabelkonfektionierung

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„Das Crimpen, d. h. das Anschlagen von Kontakten auf Adern oder Litzen, ist der technologische Kernprozess der Kabel- und Litzenkonfektionierung bei Inos“, erklärt Klaus Oberkötter, Geschäftsführer der TBO Gmbh und langjähriger Vertriebspartner des Unternehmens.

Micro-Crimping: Besonderes Know How beim Anschlagen von Kontakten

Der Maschinenpark von Inos kann dabei Litzen- bzw. Aderquerschnitte von 0,03 mm² (AWG32) bis 50 mm² verarbeiten. „Mit hochpräzisen, halbautomatischen Crimpmaschinen erreichen wir qualitativ extrem hochwertige, formschlüssige Pressverbindungen zwischen Leiter und Verbindungselement“, erklärt Wolfgang Bischoff. „Die Verbindung wird durch Druck erzeugt, wobei exakt auf Kontakte und Leiterquerschnitt abgestimmte Werkzeuge eine genau vorgegebene mechanische Verformung von Anschlusselement und Leiter bewirken.“ Hierbei müssen das Werkzeug und die Presskraft genau an die Crimpverbindung angepasst werden. Alle Crimpautomaten sind grundsätzlich mit vollautomatischer Crimpkraftüberwachung ausgestattet. Diese soll bereits während des Crimpvorgangs sicherstellen, dass alle vordefinierten Parameter eines fehlerfreien, geometrisch einwandfreien Qualitätscrimps vollautomatisch überwacht werden. Für einen seiner Kunden hat Inos hier sogar eine spezielle elektronische Crimpkraftüberwachung mit etwa zwei Dutzend Messpunkten eingerichtet. Diese ist so präzise, dass sie über die Kraftmessung beim Crimpen sogar erkennen kann, ob beispielsweise beim Entfernen der Isolierung einzelne Litzen versehentlich abgeschnitten wurden – und das bei einem Leiter-Querschnitt von 0,06 mm2 (AWG30).

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Isolation

Kurzschluss ausschließen – Aderisolierung richtig crimpen

Ein weiteres wichtiges, qualitätsrelevantes Kriterium ist der Isolationscrimp. Hierbei müssen die Prozessparameter entsprechend an den Isolationswerkstoff, an die Festigkeit und an den Durchmesser der Aderisolierung angepasst werden. „Die Crimpverbindung muss einerseits fest genug sein, dass die Isolation durch Biegen nicht unter der Isolationscrimpung hervorrutscht“, sagt Wolfgang Bischoff. „Andererseits darf der Kontakt nur soweit auf der Aderisolation verpresst werden, dass diese nicht verletzt oder durchbrochen wird und so u. U. einzelne Litzen verletzt könnte.“ Kurzschluss wäre die Folge!

„Je kleiner die Crimpverbindung ist, desto schwerer ist es, diese noch mit dem bloßen Auge oder einer Lupe zu erkennen, geschweige denn deren Qualität beurteilen zu können“, bestätigt Thorsten Simon. Das entscheidende Qualitätskriterium – die gasdichte elektrische Verbindung zwischen Leiter und Verbindungselement – überprüft und dokumentiert Inos daher in einem eigenen Prüflabor.

Präzisions-Konfektionierung von Hybrid- und Hiperface-DSL-Kabelsätzen

Das kundenspezifische Konfektionieren von Kabeln zu komplexen Kabelbäumen wie auch die Herstellung hochwertiger Crimpverbindungen an Litzen mit Miniatur-Durchmessern sind laut Inos die wichtigsten fertigungstechnischen Stärken des Unternehmens. Gleichzeitig sind auch neue Konfektionsanforderungen aus dem Markt interessant: Für die Medizintechnik beispielsweise konfektioniert das Unternehmen Hybridlösungen, bei denen elektrische Kabel, Wasserleitungen und Luftschläuche miteinander kombiniert und mit unterschiedlichster Anschluss- bzw. Verbindungstechnik versehen werden. „Auch der Trend zur Einkabeltechnik bei Motorfeedback-Systemen in der elektrischen Antriebstechnik ist bei Inos angekommen“, bestätigt Klaus Oberkötter, „Für verschiedene Antriebshersteller werden speziell geschirmte Hiperface-DSL-Kabel mit individueller Anschlusstechnik konfektioniert.“ (sh)

* Monique Heyden ist Technische Redakteurin im Pressebüro Top Media PR, Weinheim

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