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Kabel Kleiner geht´s (n)immer: Mikrometer-Präzision in der Kabelkonfektionierung

| Autor / Redakteur: Monique Heyden / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

In der Kabelkonfektionierung beweist Inos besonderes Know How beim Micro-Crimpen von Kontakten und bearbeiten bis 0,03 mm² (AWG32) Aderquerschnitt. Ob in den Prozessen oder bei den fertigen Produkten: Das Unternehmen setzt auf durchgängige und dokumentierte Qualität. Dazu betreibt das Unternehmen ein hauseigenes Prüflabor.

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Vorher (rechts) - nachher (links): Kabel vor und nach der Stecker-Konfektionierung.
Vorher (rechts) - nachher (links): Kabel vor und nach der Stecker-Konfektionierung.
(Bild: Inos)

Das Qualitätsbewusstsein des DIN ISO- und UL-zertifizierten Konfektionärs geht über das hinaus, was die Normen z. B. gemäß DIN ISO 9001:2008 sowie die Vorgaben der Underwriters Laboratories (UL) oder der Canadian Standards Association (CSA) erfordern. „Nicht nur, dass wir eine erweiterte, per Software dokumentierte und protokollierte Wareneingangskontrolle durchführen und vor dem Versand für jeden Kunden jede konfektionierte Leitung oder Baugruppe elektrisch 100% prüfen – wir können auch individuelle kunden- oder produktspezifische Qualitätsprüfungen einrichten und dokumentieren und jede konfektionierte Einheit so bei Bedarf zurückverfolgen“, erläutert Dipl.-Ing. Thorsten Simon, Geschäftsführer der Inos Anlagenbau und Elektronikfertigung GmbH.

Zehn Millionen Crimpkontakte pro Jahr

So ist der mittelständische Betrieb mit seinen 85 Mitarbeitern bei Maschinenbauern, Antriebs- und Sensorherstellern, in der Robotik sowie in der Medizintechnik gut im Geschäft. „In Spitzenzeiten werden hier bis zu 12.000 Produktionsstunden pro Monat geleistet“, bestätigt Wolfgang Bischoff, Technischer Leiter bei Inos. „Vor allem dann, wenn zum kundenspezifischen Seriengeschäft noch besondere Projekte hinzukommen.“

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Das Konfektionieren von oftmals komplexen Leistungs- und Geberkabeln sowie die Herstellung hochqualitativer Litzensätze bilden das Kerngeschäft des im Jahr 1980 gegründeten Unternehmens Inos. „Auf einer Produktionsfläche von 1500 m² verarbeiten wir pro Jahr etwa 3000 km Kabel, Leitungen und Litzen, befestigen etwa 500.000 Stecker und schlagen etwa zehn Millionen Crimpkontakte an“, sagt Wolfgang Bischoff. „Zu etwa 80 % handelt es sich dabei um kundenspezifische Serien, die wir in definierten Losen fertigen und zum Teil bei uns im Kunden-Kanban-Lager abrufbereit halten. Die restlichen 20 % entfallen auf besondere Projektgeschäfte.“

Umfangreiche Hilfestellung bei Planung und Entwicklung

Bevor solche Produktionsserien anlaufen, ist Inos bereits häufig in der Projektierungsphase neuer Kabelsysteme mit im Boot. „Mit unseren Fertigungs-Know-How können wir wichtige Hilfestellungen geben, wenn es um die Planung, Entwicklung und Produzierbarkeit neuer Kabel, Kabel-Stecker-Systeme, Schnittstellen, Komponenten oder um Konfektionsanforderungen, z. B. bei elektrisch-pneumatischen Hybridleitungen geht“, erläutert Thorsten Simon. „Früh im Projekt kann so geklärt werden, welche Plan- und Stücklisten erstellt, welche Sondermaterialien und Zeichnungsteile benötigt, welche besonderen Qualitätsanforderungen umgesetzt und welche Losgrößen und Lieferintervalle sinnvoll sein werden.“

Dadurch kann Inos auch seine internen Organisations- und Prozessabläufe gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden hin ausrichten – wovon diese wiederum profitieren: „Bereits die Muster- bzw. die Nullserien, die wir für die Kundenfreigabe produzieren, werden in der Regel unter den gleichen Bedingungen hergestellt wie in der späteren Serienfertigung hoher Stückzahlen“, erklärt Wolfgang Bischoff. „Dadurch können wir Qualität von Anfang an gewährleisten, insbesondere was die Qualität der Crimpverbindungen angeht.“

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