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Kabeldurchführung Kabeleinführungsrahmen flexibel bestücken mit modularem Tüllensystem

Wie man viele einzelne Bohrungen und Ausbrüche am Schaltschrank vermeiden kann und dennoch alle Durchführungen, Anschlusstechniken und Druckausgleichselemente unterbringt, wissen die Spezialisten von Icotek.

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Kabeleinführungsrahmen u. a. konfektioniert mit AT-M.
Kabeleinführungsrahmen u. a. konfektioniert mit AT-M.
(Bild: Icotek)

Die Vernetzung und Verkabelung von Steuergeräten unterschiedlicher Art mit zunehmend komplexeren maschinellen und elektrotechnischen Applikationen steigt stetig an. Entsprechend vielfältig sind die Ansprüche.

Mit den patentierten teilbaren KEL-Systemen von Icotek zur Kabeleinführung werden sowohl konfektionierte Leitungen mit Stecker als auch nicht konfektionierte Leitungen in Schaltschränke, Klemmenkästen sowie Maschinen und Anlagen eingeführt, abgedichtet und zeitgleich zugentlastet – gesichert und geschützt gegen Staub, Schmutz und Wasser, abgeschirmt gegenüber EMV-Störungen. Was bislang unmöglich war: Schnittstellen für Hybridstecker im Kabeleinführungsrahmen bzw. in der Kabeleinführungsleiste. Zusätzliche Bohrungen am Gehäuse waren unumgänglich. Dieses Problem hat Icotek nun gelöst.

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Tülle als Schnittstelle für Hybridstecker

Was fehlte war eine Tülle, die gleichzeitig als Schnittstelle für zum Beispiel Hybridstecker dient. Wichtig dabei: Flexibilität, ein hohes Maß an individueller Verwendbarkeit, hochwertige verträgliche Materialien und eine entsprechend praxistaugliche IP-Schutzart. Die Lösung: Eine Kabeltülle mit Innengewinde, die sich in die Kabeleinführungsleisten von Icotek vollständig integrieren lässt.

Damit sind zusätzliche Lochungen in der Gehäusewand passé. Zudem benötigt der Anwender keine weiteren Kabeleinführungsrahmen. Die serienreife Lösung zur Integration der Schnittstelle entstand auf Kundenwunsch. „Durch die Interaktion mit unseren Kunden entstehen neue bzw. neuartige Produktkonzepte. Das Imas-Connect-System ist ein gutes Beispiel, da es ein solches Produkt bisher nicht gab“, erklärt Hubert Jahnke, Produktmanager bei Icotek.

Buchtipp

Das Praxishandbuch Steckverbinder ist ein Nachschlagewerk für die Geräteentwicklung und für den Einsatz von Steckverbindern. Entwickler und Anwender erhalten Antworten auf Fragen zur Ausführung, Materialien, physikalische Grundlagen, Kontaktoberflächen, Abschirmmaßnahmen, Gehäusemechanik und Verriegelungssysteme.

Einbaustecker und Einbaubuchsen direkt integrieren

Mit den unterschiedlichen Tüllen des Imas-Connect-Adaptersystems werden Einbaustecker und Einbaubuchsen direkt in die Kabeleinführungsleisten KEL, KEL-U oder KEL-ER integriert. Verfügbar ist die Tülle AT-M mit Innengewinde M12×1,0, M16×1,5, M20×1,5 und M25×1,5.

Alternativ ist die Tülle blind erhältlich. Der darin integrierte Polyamidkorpus ist einseitig vollständig geschlossen. Die Nutzfläche beträgt 24 mm × 24 mm, die Wandstärke 6 mm. Hier können individuelle Sonderbohrungen vorgenommen und auch kleinere Flanschbuchsen (z.B. für Hybrid-Gerätesteckverbinder) angebracht werden. Unter Berücksichtigung der Nutzfläche, lassen sich individuelle Varianten realisieren. Die Schutzklasse beträgt bis IP65.

AT-M schafft Schnittstellen für Signal-, Daten-, Leistungs- oder Hybridsteckverbinder, diese werden je nach Anforderung einfach in das Gewinde des Moduls eingeschraubt. Auch Druckausgleichselemente oder Schlauchverschraubungen bis M25×1,5 können eingeschraubt werden.

Diese Elemente lassen sich an der AT-M-Tülle montieren:

  • Einbausteckverbinder z.B. für den Geräteanschluss
  • Schlauchverschraubungen für die Größen M16/20/25
  • Einbaustecker für Frontmontage
  • Einbaukupplungen M12×1,0, M16×1,5, M20×1,5, M25×1,5
  • Einbaubuchsen M12×1,0, M16×1,5, M20×1,5, M25×1,5
  • Druckausgleichselemente M12×1,0, M16, M20, M25

Adaptertüller für Pneumatik-Schottverschraubungen

Mit der AT-K-M-Tülle lassen sich runde Steckverbinder, Pneumatik-Schottverschraubungen und Druckausgleichs­elemente in die Kabeleinführung integrieren. AT-K-M ist für kleinere Gewindegrößen von M5 bis M12 erhältlich. Beispielsweise wird das Druckausgleichselement PCE M12×1,5 zum Druckausgleich und zur Vermeidung von Unterdruck durch wechselnde Temperaturen eingesetzt. Das Eindringen von Feuchtigkeit/Wasser an sehr dichten Gehäusen wird verhindert. Der IP-Schutz ist laut Hersteller weiterhin gewährleistet. Mittels Adaptertülle AT-K-M 12×1,5 erfolgt die Montage und wird in Verbindung mit den teilbaren Kabeleinführungsrahmen verbaut. Auch ein direktes Verschrauben in der Gehäusewand ist möglich.

Adaptertülle für Keystone-Module

Eine Adaptertülle für Keystone-Module ist ebenfalls erhältlich. Die Tülle AT-KS ist wie die AT-M auf Basis einer KT-Kabeltülle aufgebaut. Module, die auf dem Keystone-System basieren, werden per Snap-in-Montage eingerastet. Mit der AT-KS-Tülle lässt sich die teilbare Kabeleinführung zum Durchführen vorkonfektionierter Leitungen und gleichzeitig auch als Schnittstelle für Steckverbinder nutzen. Sie eignet sich für alle gängigen Keystone-Module, zum Beispiel USB-, RJ45- oder HDMI-Stecker.

Mit der neuen Tüllengeneration Imas Connect ermöglicht Icotek die Integration von Schnittstellen für Signal-, Daten- oder Hybridleitungen in teilbare Kabeleinführungen. Wie nahezu alle Artikel des Unternehmens ist auch das Imas-Tüllensystem halogen- und silikonfrei. Muster können direkt über die Webseite des Herstellers bezogen werden.

SPS 2019: Halle 3, Stand 207 / Halle 9, Stand 568

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