Konsumgüter Individuelle InEar-Kopfhörer aus New York

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Für Ohren ist es normal, einzigartig zu sein. Eine Größe passt da meistens nicht. Die Idee von einzeln angefertigten In-Ear-Kopfhörern setzte die Firma Normal in New York mithilfe des 3D-Drucks um.

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Ein Ausstellungsbereich mit zwei Stratasys 3D-Druckern. Insgesamt zehn 3D-Drucker sind in die Innenausstattung des Ladens integriert.
Ein Ausstellungsbereich mit zwei Stratasys 3D-Druckern. Insgesamt zehn 3D-Drucker sind in die Innenausstattung des Ladens integriert.
(Bild: Normal)

Als Kinder haben wir im Biounterricht gelernt, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass die individuelle genetische Information unserer DNS bestimmt, wer wir sind. Das konventionelle Geschäftsmodell der Massenproduktion geht auf diese Individualität allerdings in keiner Weise ein. Mit dem Ergebnis, dass wir gelernt haben, die Eine-Größe-passt-allen-Mentalität zu akzeptieren und als gegeben hinzunehmen.

Nikki Kaufman jedoch schwimmt gegen den Strom. Als Gründerin und CEO von Normal ist sie davon überzeugt, dass Einzelanfertigungen im großen Rahmen ein funktionierendes und einträgliches Geschäftsmodell sein können. Mit dieser Idee hat sie Normal gegründet, eine Herstellerfirma für individuell angepasste, 3D-gedruckte In-Ear-Kopfhörer, die innerhalb von 48 Stunden produziert und an die Kunden geliefert werden.

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Die Geschäftsidee entstand als Antwort auf die eigenen schmerzhaften Erfahrungen Kaufmans mit schlecht sitzenden In-Ear-Kopfhörern. Auf der Suche nach einer Lösung entdeckte Kaufman, dass alle Ohren verschieden sind, selbst bei einer einzigen Person. Mit anderen Worten, für Ohren ist es „normal‟, einzigartig zu sein.

Ihre Suche führte sie schließlich zu einem Verfahren, das von Gehörspezialisten angeboten wird. Dabei wird das Ohr mit Silikon ausgegossen, um einen exakten Abguss zu erstellen. Von den Abgüssen werden dann kundenspezifische In-Ear-Kopfhörer hergestellt, die mehrere Wochen später zum Kunden geschickt werden und bis zu mehreren tausend Dollar kosten können. „Ich war davon überzeugt, dass es einen besseren Weg gibt. Ich überlegte, ob ich nicht kundenspezifische In-Ear-Kopfhörer mit 3D-Druck herstellen könnte‟, so Kaufman.

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