Antrieb

Individuelle Antriebe für die Medizintechnik

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Eine weiteres Merkmal des Nema-17-ZEN-Motors ist seine hohe Präzision. Mit einer Genauigkeit von ±1,5 Winkelminuten bei einem Mikroschrittbetrieb von 1/64 und einem Schrittwinkel von 0,9° arbeitet der ZEN-Motor dreimal so präzise wie herkömmliche Aktuatoren, ist im Vergleich zu ihnen aber günstiger und kompakter. Auch seine geringe Größe prädestiniert den Motor für den Einsatz in der Medizintechnik: Der NEMA 17-ZEN misst in der Länge je nach Modell 27,9 mm bis 43,2 mm.

Den Schrittmotor gibt es bei A-Drive in der Version ZH 417 auch mit einer 11 mm breiten Hohlwelle, die als Kabeldurchführung z. B. beim Einsatz in Augenlasern genutzt werden kann. Verfügbar sind darüber hinaus die ruhige und präzise Baureihe Z 417 sowie die schwingungsarme Baureihe ZN 417, die für Optionen vorbereitet ist.

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Miniatur-Aktuator für enge Bauräume

Kleiner als der ZEN-Motor ist der Linearaktuator der 15000er-Serie von Haydon Kerk. Er eignet sich mit seiner kompakten Bauform von 15 mm Durchmesser für alle Geräte der Medizin- und Labortechnik, in denen nur ein minimaler Bauraum zur Verfügung steht. Ein Anwendungsbereich sind Endoskope in der minimalinvasiven Chirurgie, in denen der Linearaktuator auf Knopfdruck die Verstellung des Blickwinkels bewirkt, mit dem der Operateur die zu operierende Stelle betrachtet.

In medizinischen oder pharmazeutischen Laboren wiederum findet der Aktuator in motorisierten Pipetten Verwendung, die ein Mehrkanalpipettieren zwischen Mikroplatten, Röhrchenracks und Geltaschen ermöglichen. Die Verfahreinheit von Mikroskopiertischen, mit der die Arbeitsfläche in der vertikalen Ebene bewegt wird, ist ebenfalls ein ideales Einsatzgebiet des Miniatur-Aktuators.

Der Linearaktuator ist bei A-Drive in einer verdrehsicheren Ausführung (Captive) und in einer Version mit externer Spindel (External Linear) erhältlich und bietet in der Version mit Spindel Auflösungen im Bereich von 0,02 mm bis 0,10 mm pro Schritt. Die Aktuatoren sind für den Mikroschrittbetrieb geeignet und können in diesem Modus noch feinere Auflösungen liefern. Da die Kunststoffmutter aus technischem Thermoplast geformt ist und die Gewindespindel aus Edelstahl gerollt wird, ist eine hohe Effizienz und Lebensdauer der Aktuatoren gewährleistet – das ermöglicht lineare Kräfte von bis zu 1700 N.

Herstellerunabhängige Beratung

Diese und zahlreiche weitere Antriebskomponenten konfiguriert A-Drive seit fast drei Jahrzehnten für seine Medizintechnik-Kunden. „Wir haben u. a. eine Testvorrichtung für Herzklappen mit den passenden Tauchspulmotoren von Akribis ausgestattet“, nennt Manfred Brucksch-Richter ein Beispiel. Bei einem anderen Projekt galt es, den geeigneten Antrieb für Schleifgeräte zu finden, die in der Bearbeitung von Gleitsichtbrillen mit konvex-konkaven Gläsern eingesetzt werden. „Der Motor musste hier hochfrequente, hochgenaue Kurzhub-Bewegungen ausführen können“, beschreibt er die Herausforderung.

A-Drive arbeitet mit vielen Herstellern als Technologiepartner zusammen. So will das Unternehmen sicherstellen, dass es seine Kunden unabhängig beraten und so die am besten geeignete Lösung finden kann. „Wir verstehen uns als Ergänzung zu den Herstellern, quasi als deren ausgelagerte Fachberater“, beschreibt Brucksch-Richter das Selbstverständnis von A-Drive. Die Ansprüche des Unternehmens gingen weit über die eines klassischen Distributors hinaus, schließlich modifiziere man die Komponenten speziell für den jeweiligen Anwendungsbereich. (sh)

* Tom Kiel ist Geschäftsführer der A-Drive Technology GmbH

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