Durchflussmessung Hochgenau Dosieren und Abfüllen

Autor / Redakteur: Stefan Gampp* / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Ein vorkonfektioniertes Automatisierungspaket kann Abfüllmaschinen mit Kolbenfüllertechnik durchgängig auf durchflussbasierte Messtechnik umrüsten.

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Hochautomatisierte Abfüllmaschine dosiert flüssige Medien mit der passenden Menge in die dafür vorgesehenen Behälter.
Hochautomatisierte Abfüllmaschine dosiert flüssige Medien mit der passenden Menge in die dafür vorgesehenen Behälter.
(Bild: Endress + Hauser)

Lebensmittel, Pharmazeutika oder Chemikalien in flüssiger Form zu verpacken, bedeutet, diese Medien vorher sehr genau und reproduzierbar abzufüllen. Hochautomatisierte Abfüllmaschinen, oft auch kombiniert mit einer Verpackungsmaschine, sind im produktiven Umfeld dafür verantwortlich, diese Medien mit der passenden Menge in die dafür vorgesehenen Behälter zu dosieren.

Herausforderungen an die Füllmaschine

Die Anforderungen an diese Füllmaschinen sind nicht nur aufgrund der gesetzlichen Regularien als relativ hoch einzustufen. Vor allem aber die Auslegung einer solchen Maschine ist auf Grund der hohen Produktvielfalt mit den unterschiedlichsten Viskositäten für viele Maschinenbauer und Anwender eine Herausforderung. Die meisten Parameter, welche während des Abfüllvorganges vorherrschen, sind vom Anwender nicht beeinflussbar. Dazu gehören Gasbestandteile, die Temperatur des Mediums, mögliche Feststoffanteile im abzufüllenden Produkt aber auch die schon erwähnte Viskosität.

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Einfache Fehlerbeseitigungsmaßnahmen einer Maschinenstörung oder die Freiheit des Bedienpersonals, die Maschine auf wechselnde Produkte schnell anzupassen, sind weitere wichtige Aspekte welche die Verfügbarkeit und damit den Output der Produktionseinheit steigern. Es lässt sich heute ein Markttrend beobachten, dass sich mehr und mehr Endanwender und Lohnabfüller dafür entscheiden, ihre bereits bestehenden Abfüllmaschinen, bestückt mit konventioneller mechanischer Kolbenfüllertechnik, durch durchflussbasierte Messtechnik zu ersetzen. Diese Entscheidung resultiert aus der höheren Flexibilität, die sich durch den Einsatz eines solchen Abfüllkonzeptes über den gesamten Maschinen-Lebenszyklus ergibt.

Im Bereich leitender, flüssiger und leicht pastöser Medien wird vorrangig auf volumetrische Durchflussmessung während des Abfüllvorgangs zurückgegriffen. Kann auf Grund des nicht ausreichend elektrisch leitenden Mediums kein magnetisch induktiver Durchflussmesser eingesetzt werden, so ist oftmals ein direktes Durchfluss-Massemessgerät eine mögliche Option.

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