Anbieter zum Thema
Spezialschmierstofflösungen für die Windenergiegewinnung
An Gebrauchsdauer, Belastbarkeit und Temperaturbeständigkeit der Schmierstoffe werden hohe Anforderungen gestellt. Diese Merkmale sollen über einen langen Betriebszeitraum erhalten bleiben. Es werden daher lange Ölstandzeiten und große Nachschmierintervalle für Schmierfette erwartet. Zum Vergleich: Während bei einem PKW das Motorenöl nach 15 000 bis 25 000 km gewechselt wird, was einer Betriebszeit von 300 bis 500 Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h entspricht, wird bei Windkraftanlagen ein Ölwechsel im Hauptgetriebe nach 25.000 bis 50.000 Stunden durchgeführt. Klüber Lubrication bietet mit der Serie Klübersynth GEM 4 N synthetischen Getriebeöle an, die mit ihrer hohen Fress- und Graufleckentragfähigkeit sowie ihrem hohen Verschleißschutz für die spezifischen Anforderungen der Windindustrie bestens geeignet sind.
Anspruchsvoll ist auch die Lagerschmierung: Die unterschiedlichen Lager einer Windkraftanlage – Haupt-, Generator-, Azimut- und Blattlager – arbeiten unter verschiedenen Betriebsbedingungen und stellen daher an den Schmierstoff unterschiedliche Anforderungen. Während die Hauptlager bei niedrigen Drehzahlen hohen Belastungen und Vibrationen ausgesetzt sind, müssen Generatorenlager sowohl hohe Drehzahlen als auch hohe Temperaturen verkraften. Blatt- und Azimutlager schließlich haben neben hohen Belastungen auch oszillierende Bewegungen und Vibrationen zu bewältigen. Dazu kommen äußere Einflüsse wie extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen, salzhaltige Luft in Küstennähe und Offshore, ständig wechselnde Witterungsbedingungen und nicht zuletzt die Kräfte, die selbst bei einem Stillstand der Anlage durch Mikrobewegungen der Flügel auf die Lager einwirken.
Speziell für Zahnkranz- und Ritzelantriebe sowie Gleitlagerungen, wie beispielsweise Azimutlager hat Klüber den neuen Haftschmierstoff Klübersynth AG 14-61 entwickelt. Ein großer Vorteil des neuen Schmierstoffes liegt in der Vielseitigkeit seiner Anwendung. Klübersynth AG 14-61 zeigt sowohl in Antrieben als auch in Gleitlagerungen beste Ergebnisse und unterstützt Anwender dabei, die Zahl der verwendeten Schmierstoffsorten zu reduzieren.
Individuelle Entwicklungspartnerschaften, umfangreiche Prüfungen
Bei vielen Bauteilen, in Windkraftanlagen wie auch in allen übrigen Branchen, spielt der Schmierstoff als Konstruktionselement eine bedeutende Rolle. Denn wo immer Relativbewegungen zwischen sich berührenden Maschinenelementen auftreten, sorgen Schmierstoffe für Verschleiß- und Reibungsreduzierung und beeinflussen die Funktion des Bauteils. Daher ist eine frühzeitige, enge Zusammenarbeit zwischen Komponenten- und Schmierstoffhersteller im Rahmen von Neuentwicklungen von großer Bedeutung. Mit individuellen Entwicklungspartnerschaften trägt Klüber Lubrication dazu bei, Kundenprodukte zu optimieren, einen innovativen Vorsprung zu schaffen oder auszubauen, die Produktivität zu steigern und Kosten einzusparen.
Dafür bietet Klüber Lubrication neben der Entwicklungskompetenz ein einzigartiges Prüffeld für die Durchführung mechanisch-dynamischer Tests an weit über 100 Prüf- und Versuchseinrichtungen. Hier wird die Leistungsfähigkeit der Schmierstoffe von Klüber Lubrication getestet - in standardisierten DIN, ISO oder ASTM Prüfungen, auf selbst entwickelten Prüfständen oder auch mit individuellen Bauteilprüfungen. Durch die eigene Entwicklung und Produktion der Schmierstoffe und die Spezialisierung in den verschiedenen Branchen garantiert Klüber Lubrication seinen Kunden weltweit kompetente Ansprechpartner, die die Fachthemen und Herausforderungen in den verschiedenen Industrien und den lokalen Märkten kennen und verstehen und dadurch eine hochwertige anwendungstechnische Beratung sicherstellen. (qui)
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:38279470)