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3D-Bedienelement

Funktionale Oberflächen fürs Cockpit der Zukunft

| Redakteur: Dorothee Quitter

Continental hat anlässlich der 300-Jahrfeier des Geschäftsbereichs Oberflächentechnologie Gestalt annehmende Bedienelemente präsentiert.

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Die Instrumententafel der Zukunft: Morphing Controls im automobilen Innenraum.
Die Instrumententafel der Zukunft: Morphing Controls im automobilen Innenraum.
(Bild: Continental)

Es ist ein Blick in die Zukunft des Automobils: Aus der eleganten Oberfläche einer Armaturentafel treten beleuchtete Tasten hervor, sobald sich die Hand des Fahrers der Oberfläche nähert. Wo gerade noch glattes Kunstleder für eine aufgeräumte, edle Optik sorgte, leuchten nun dreidimensionale Tasten. Hat der Fahrer die gewünschte davon erfolgreich betätigt, spürt er zur Bestätigung einen kurzen Impuls. Sobald er seine Hand zurückzieht, verschwinden die Tasten wieder spurlos hinter der Oberfläche. Mit diesen „Morphing Controls“ (Gestalt annehmende Bedienelemente) erfüllt das Technologieunternehmen Continental für die Mensch-Maschine-Interaktion eine bisher oft widersprüchliche Anforderung im Fahrzeuginneren: mit so wenig Tasten wie möglich, so viele Funktion so leicht bedienbar machen wie möglich.

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Highlight der Oberflächentechnologie

„Dank sich verändernder Oberflächen machen Morphing Controls verschiedene Funktionen je nach Bedarf und Fahrsituation bedienbar. Damit können wir die Fahrerablenkung deutlich reduzieren. Die minimalistische Armaturentafel wirkt dennoch harmonisch und bietet jederzeit die volle Kontrolle“, sagt Dr. Frank Rabe, Leiter der Continental-Geschäftseinheit Instrumentation & Driver HMI.

Das dehnbare und lichtdurchlässige Morphing Control Material mit der optischen und haptischen Anmutung von Premium-Kunstleder stammt aus der Entwicklung der Oberflächenspezialisten im Continental-Konzern. Die verwendete Folie erlaubt dank einer minimalen Streuwirkung eine sehr präzise und konturgenaue Abbildung der beleuchteten Symbole bei gleichzeitig hoher Beleuchtungsintensität und homogener Ausleuchtung. Im deaktivierten Zustand werden sowohl die Symbole als auch die mechanischen Elemente für die Insassen gänzlich unsichtbar und unfühlbar.

Trotz wenig Tasten viele Funktionen

Für die Morphing Controls ist eine Kombination aus Materialinnovation, Sensorik, Elektronik und Elektromechanik erforderlich: Eine bewährte kapazitive Näherungssensorik hinter der Oberfläche der Armaturentafel erkennt die menschliche Hand und löst damit die Aktivierung der Tasten aus. Diese schieben sich durch das reversibel dehnbare, mehrschichtige Oberflächenmaterial nach vorne. Weil das Material lichtdurchlässig ist, kann die Funktion der Tasten durch LED-Beleuchtung angezeigt werden. Der Fingerdruck des Fahrers wird gemessen und bei ausreichender Kraft ein haptisches Signal ausgelöst – ebenfalls ein bereits in der Serie bewährtes Prinzip. Der Fahrer erhält dadurch die Rückmeldung, dass er die Funktion erfolgreich betätigt hat. Mit diesem Verfahren lassen sich Morphing Controls nahezu blind bedienen. Zieht der Fahrer seine Hand zurück, verschwinden auch die Tasten wieder hinter der Oberfläche. Zurück bleibt edles Kunstleder und ergonomisch gesehen eine homogene Oberfläche ohne jegliche Ablenkungswirkung. (qui)

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