Stromversorgung Frauenpower überzeugt bei UFES-Solar-Projekt

UFES ist ein Geräte, das Personen und Anlagen vor Störlichtbogenfehler in Schaltanlagen schützen soll. Diese arbeiten momentan mit Linsensensoren. ABB hat sich ein System patentieren lassen, bei dem das Unternehmen die Lichterfassung mittels Solarzellen umsetzen will. Studentinnen des Femtec-Karrierenetzwerks beschäftigten sich mit dem Thema in der sogenannten Innovationswerkstatt und konnten mit ihren Projektergebnissen überzeugen.

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ABB ist seit Anfang 2011 Kooperationspartner von Femtec, dem Hochschulkarrierezentrum für Frauen.
ABB ist seit Anfang 2011 Kooperationspartner von Femtec, dem Hochschulkarrierezentrum für Frauen.
(Bild: ABB)

Mehr als 20 Studentinnen aus dem Femtec-Karrierenetzwerk haben sich in der sogenannten Innovationswerkstatt in den vergangenen Monaten mit der Frage beschäftigt, wie die Lichterfassung der bereits etablierten ABB UFES-Elektronik (UFES: Ultraschneller Erdungsschalter) mithilfe von Solarzellen umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse ihres UFES-Solar-Projekts stellten sie nun dem Management am ABB-Standort in Ratingen vor. Darunter waren auch Vorschläge, die das Technologieunternehmen nun weiterverfolgen will.

Lichterfassung mittels Solarzellen

UFES ist eine Gerätekombination, die Personen und Anlagen schützt, sollte ein Störlichtbogenfehler auftreten – der schwerste Fehler innerhalb einer Schaltanlage. Momentan arbeitet das System noch mit Linsensensoren. „UFES Solar“, also die Lichterfassung mittels Solarzellen, ist eine Idee, die bereits von ABB patentiert wurde. Seit September letzten Jahres beschäftigten sich die Femtec-Studentinnen diverser technischer Hochschulen und verschiedener Studiengänge mit technischen Fragestellungen, Umsetzbarkeit und Markteinführung rund um „UFES Solar“.

„Ideen, die wir nicht erwartet hatten“

Nach einer Einführung in den aktuellen Stand der Technik, konnten die Teilnehmerinnen der Innovationswerkstatt ihren Ideen freien Lauf lassen und entscheiden, mit welchen Teilaspekten der Aufgabe sie sich intensiver auseinandersetzen wollen. „Wir waren beeindruckt davon, wie schnell sich die Studentinnen in die technischen Fragestellungen eingearbeitet haben und welche fundierten Lösungen sie in der Kürze der Zeit erarbeitet haben“, sagt Ansgar Müller-Pleuss, Standortleiter der ABB-Einheit in Ratingen. „Die Studentinnen haben uns Aspekte und Ideen für die technische Umsetzung und Markteinführung aufgezeigt, die wir nicht erwartet hatten. Wir werden sicherlich einige Vorschläge aufgreifen und realisieren können.“

Nach einer Zwischenpräsentation Ende November konnten die Teilnehmerinnen – inspiriert durch das Feedback ihrer Betreuer – gezielt weiterarbeiten. Nun gab es eine Abschlusspräsentation der Innovationswerkstatt bei ABB in Ratingen.

Hochschulkarrierezentrum für Frauen

ABB ist seit Anfang 2011 Kooperationspartner von Femtec, dem Hochschulkarrierezentrum für Frauen. Das Unternehmen unterstützt damit angehende Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen von zehn führenden technischen Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. Ziel von Femtec ist es nicht nur, junge Frauen für die entsprechenden Branchen zu begeistern, sondern ihnen auch optimale Einstiegs- und Aufstiegschancen aufzuzeigen – Bei ABB zum Beispiel in Form von Praktika, Abschlussarbeiten und Berufseinstiegen. (sh)

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