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Kabeldurchführung

Flexible Kabeldurchführung mit großem Klemm- und Dichtbereich

| Redakteur: Sandra Häuslein

Kabelverschraubungen müssen exakt zum Kabeldurchmesser passen. Bei großen Querschnitten, über M63, stehen nur sehr teure Varianten aus vernickeltem Messing zur Verfügung. Icotek bietet mit seiner Kabeldurchführung mit großem Klemm- und Dichtbereich eine Alternative.

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Die Kabeldurchführungstülle KEL-DPF von Icotek deckt mit sieben Baugrößen Leitungen mit einem Durchmesser von 3 mm bis 70 mm ab. Für die Größen M75 und M85 bietet der Hersteller Montagewerkzeug zum Festziehen der Kunststoff-Gegenmutter.
Die Kabeldurchführungstülle KEL-DPF von Icotek deckt mit sieben Baugrößen Leitungen mit einem Durchmesser von 3 mm bis 70 mm ab. Für die Größen M75 und M85 bietet der Hersteller Montagewerkzeug zum Festziehen der Kunststoff-Gegenmutter.
(Bild: Icotek)

Einspeise- oder Versorgungsleitungen werden meist mittels herkömmlicher Kabelverschraubung in den Schaltschrank, Steuerkasten oder direkt in die Maschine eingeführt und abgedichtet. Teilweise werden bei großen Querschnitten teure Varianten aus vernickeltem Messing verwendet.

Welche Größe die Kabeldurchführung haben muss, wird oft erst bei der Montage vor Ort entschieden, da dies vom Kabeldurchmesser abhängt. Die eingeplante Kabeldurchführung oder Kabelverschraubung ist daher oft zu groß oder zu klein und somit nicht passgenau. Da herkömmliche Kabeldurchführungen wenig bis keinen Bewegungsspielraum zulassen, wird es für Monteure oft zur Qual starre Kabel durch eine exakt positionierte Kabelverschraubung hindurchzuführen.

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Icotek hat deshalb flexible Kabeleinführungen entwickelt. Damit hat der Konstrukteur die Freiheit, eine Kabeleinführung mit sehr großem Klemm- und Dichtbereich vorzusehen und somit jedwede Montageprobleme vor Ort zu vermeiden. Mit sieben unterschiedlichen Baugrößen der Kabeldurchführungstülle KEL-DPF lassen sich dem Hersteller zufolge Leitungen mit einem Durchmesser von 3 mm bis 70 mm zuverlässig einführen.

Pyramidenförmige Kabeltülle aus Elastomer

Bei der Größe M63, als Beispiel, erstreckt sich der Klemm- und Dichtbereich von 27 mm bis 50 mm Kabeldurchmesser. Die Kabeltülle besteht aus einem Polyamidkorpus mit metrischem Gewinde, der mit einer pyramidenförmigen Tülle aus Elastomer umspritzt wird. Die flexible Pyramide bietet dem Monteur beim Einführen der Leitung einen großen Spielraum. Auch wenn eine unflexible Leitung im Bogen in die Maschine oder in den Schaltschrankboden eingeführt werden muss, passt sich die Tülle der Biegung des Kabels an und dichtet es mit der Schutzart IP65, IP66, IP67 und IP68 als auch Type 4x (Nema4X) ab.

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Die Tülle kann vor Ort entsprechend den Anforderungen abgeschnitten und bedarfsgemäß gekürzt werden. Eine Skalierung an der Oberfläche der Pyramide dient als Orientierungshilfe. Als Praxisempfehlung nennt Icotek den tatsächlichen Kabeldurchmesser abzüglich ca. 25 %. An dieser Stelle wird die Pyramide abgeschnitten und das Kable ist nun durchführbar. Erhältlich ist die Kabeleinführungstülle in den metrischen Größen M25, M32, M40, M50, M63, M75 und M85. Für die Größen M75 und M85 bietet Icotek passendes Montagewerkzeug zum Festziehen der Kunststoff Gegenmutter an.

Für noch größere Leitungen oder Wellschläuche, insbesondere zur Einführung von Versorgungsleitungen in Schaltschränken, hat der Hersteller die Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex entwickelt. Sie wird für Leitungen mit einem Durchmesser von 25 mm bis 115 mm eingesetzt.

Bei größeren Kabelquerschnitten ist es meist so, dass die Leitungen kaum bis gar nicht versetzt oder bewegt werden können. Die Kabelverschraubung muss daher sehr genau positioniert werden, andernfalls stellt sich das Anschließen vor Ort als schwierig dar. Die Kabeldurchführungstülle KEL-Ultra flex verfügt über Spielraum, was das Einführen der Leitung vereinfacht.

Die Tüllen sind hochflexibel, und bewirken somit eine hohe Dichtigkeit (bis IP66). Zudem ist die Einführung der Leitungen laut Hersteller sehr einfach. Auch diese Tülle lässt sich dem Kabeldurchmesser entsprechend anpassen. Die Schutzart IP66 und Nema 12 ist zertifiziert.

Leiter mit Kabelschuh einfach durchführen und abdichten

Mit Presskabelschuh oder Rohrkabelschuh verpresste Kupferleiter in Gehäuse/Schaltschränke einzuführen und abzudichten kann zu einer großen Herausforderung werden. Denn bei einer herkömmlichen Kabelverschraubung ist ein definierter Klemmbereich gegeben, um den Kupferleiter abzudichten. Der Kabelschuh ist jedoch größer als der Kupferleiter und befindet sich oft oberhalb des angegebenen Klemmbereiches der Kabelverschraubung, welche den Kupferleiter abdichten soll.

Muss ein mit Kabelschuh bestückter Kupferleiter eingeführt und abgedichtet werden, wird dieser durch die pyramidenförmige KEL-DPF-Tülle von Icotek hindurchgeschoben. Die Pyramide dehnt sich so weit, dass der Kabelschuh hindurchpasst und der isolierte Kupferleiter selbst abgedichtet wird, obwohl dieser deutlich kleiner ist als der Kabelschuh. Die Befestigung der KEL-DPF-Kabeldurchführungstülle selbst erfolgt mittels einer Sechskantmutter, die zum Lieferumfang gehört.

Die aus Elastomer bestehende Pyramidentülle ist laut Hersteller so konstruiert, dass Leitungen auch schräg eingeführt werden können, ohne dass die Dichtigkeit darunter leidet. Die KEL-DPF ist gemäß IP66, IP67 und IP68 als auch nach type rating type 12 und type 4X zertifiziert. Weitere Zertifizierungen wie Ecolab, ATEX und EN45545-2 (Schienenverkehrstechnik) sollen viele Einsatzmöglichkeiten gestatten.

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Über den Autor

Sandra Häuslein

Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht