Für mehr Sicherheit Experten warnen vor E-Bike-Fehlern in der kalten Jahreszeit

Quelle: PD-F, ADAC 2 min Lesedauer

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Beim Auto ist der Wechsel auf Winterreifen längst Pflicht. Doch E-Bike-Fahrer sind bei Eis und Schnee oft völlig ungeschützt unterwegs. Experten warnen jetzt vor Bastel-Tricks – und verraten, wie Bikes den Winter sicher überstehen.

Für Sicherheit und bessere Kontrolle bei winterlichen Straßenverhältnissen sind die passenden Pneus entscheidend.(Bild:  www.pd-f.de / Luka Gorjup | Lux Fotowerk)
Für Sicherheit und bessere Kontrolle bei winterlichen Straßenverhältnissen sind die passenden Pneus entscheidend.
(Bild: www.pd-f.de / Luka Gorjup | Lux Fotowerk)

Wer in der kalten Jahreszeit mit dem E-Bike zur Arbeit pendelt, kennt das Problem: Sobald Schnee liegt oder überfrierende Nässe die Radwege in Rutschbahnen verwandelt, wird jede Kurve zur Zitterpartie. Für Sicherheit und bessere Kontrolle bei winterlichen Straßenverhältnissen sind die passenden Pneus entscheidend. Der Pressedienst‐fahrrad bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten.

Spikes am Fahrrad: Erlaubt oder verboten?

Allwetterreifen wie der Marathon 365 haben die notwendige „ECE-R75“-Zulassung für den Einsatz an Elektrofahrrädern bis 50 km/h und können genutzt werden.(Bild:  www.pd-f.de / Luka Gorjup | Lux Fotowerk)
Allwetterreifen wie der Marathon 365 haben die notwendige „ECE-R75“-Zulassung für den Einsatz an Elektrofahrrädern bis 50 km/h und können genutzt werden.
(Bild: www.pd-f.de / Luka Gorjup | Lux Fotowerk)

Was Autofahrern längst strengstens untersagt ist, ist für normale Fahrräder und E-Bikes (bis 25 km/h) völlig legal: Spike-Reifen. Bei Blitzeis sind Reifen mit Metallstiften (z.B. Schwalbe Marathon Plus Spike) der Lebensretter. Sie verkrallen sich förmlich ins Eis. Faustregel: Je eisiger, desto mehr Spikes.
Achtung: Für schnelle S-Pedelecs (bis 45 km/h) sind Spikes strikt verboten. Da diese Bikes als Kleinkrafträder gelten, drohen Bußgelder und der Verlust des Versicherungsschutzes. Hier muss ein zugelassener Allwetterreifen (mit „ECE-R75“-Norm) aufgezogen werden.

Der simple Gratis-Trick für mehr Grip

Ein digitaler Luftdruckprüfer liefert einen schnellen und genauen Überblick. Zum richtigen Befüllen der Reifen ist zudem die Verwendung einer Standpumpe mit Manometer, wie der „Airkompressor 10.0“ von SKS Germany, zu empfehlen.(Bild:  www.sks-germany.com | pd-f)
Ein digitaler Luftdruckprüfer liefert einen schnellen und genauen Überblick. Zum richtigen Befüllen der Reifen ist zudem die Verwendung einer Standpumpe mit Manometer, wie der „Airkompressor 10.0“ von SKS Germany, zu empfehlen.
(Bild: www.sks-germany.com | pd-f)

Wer das Geld für einen Reifenwechsel sparen möchte, kann für gelegentliche Fahrten im Schnee auf ein altes Hausmittel zurückgreifen: einfach etwas Luft ablassen.
Wird der Reifendruck bis auf den auf der Reifenflanke angegebenen Mindestdruck reduziert, wird der Reifen breiter, die Auflagefläche vergrößert sich und das Rad hat sofort spürbar mehr Halt. Achtung: Nicht auf den Daumen-Test verlassen, sondern eine Standpumpe mit Manometer nutzen. 

Warnung vor diesem lebensgefährlichen Internet-Trend

In vielen Foren kursiert derzeit laut Pressedienst Fahrrad ein vermeintlich genialer „Lifehack“: Um Geld zu sparen, binden sich Radfahrer dicke Kabelbinder um Felge und Reifen, um das Profil griffiger zu machen. 
Achtung: Das Plastik der Kabelbinder kann bei Kälte brechen oder verrutschen – ein plötzlicher Blockier-Sturz ist vorprogrammiert.

E-Bike im Winter einmotten? So vermeiden Sie den Akku-Totalschaden

Akkus von E-Bikes sollten ab dem Herbst im Haus gelagert werden, wenn das Fahrrad zu kalt steht.
(Bild: ADAC/Ralph Wagner)

Sie lassen das Rad bei Schnee und Eis lieber im Fahrradschuppen stehen? Dann droht eine andere Gefahr: Ein neuer E-Bike-Akku kostet schnell bis zu 1.000 Euro – und falsche Lagerung bedeutet oft den sicheren Tod für die empfindlichen Zellen. Durch Kälte und lange Standzeiten droht die sogenannte Tiefenentladung. Fällt die Spannung zu stark ab, lässt sich der Akku im Frühjahr nicht mehr laden und ist reif für den Schrott. 
 
Mit diesen ADAC-Tipps retten Sie Ihren Akku:  

  • Raus aus der Kälte: Bauen Sie den Akku aus und lagern Sie ihn in der Wohnung (ideal sind 10 bis 20 Grad).

  • Die 60-Prozent-Regel: Laden Sie den Akku vor der Winterpause niemals ganz voll und lagern Sie ihn auch nicht komplett leer ein! Ideal ist ein mittlerer Ladezustand von 40 bis 60 Prozent. Kontrollieren Sie den Stand alle paar Wochen.

  • Für Winterfahrer: Wer draußen fährt, sollte den eisigen Akku nach der Fahrt erst langsam auf Raumtemperatur kommen lassen, bevor er ans Ladekabel kommt. Laden bei Minusgraden zerstört die Zellen.

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