Suchen

Leistungsschalter Energie intelligent verteilen

Autor / Redakteur: Elisabeth Wagner / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Vernetzt, kommunikationsfähig, digital – der neue Leistungsschalter Masterpact MTZ von Schneider Electric macht Schaltanlagen fit für das Internet der Dinge.

Firma zum Thema

Die Schnittstelle nach dem Bluetooth-Smart-Standard IEEE 802.15.1 gestattet es, sämtliche Information über jedes Smartphone abzurufen.
Die Schnittstelle nach dem Bluetooth-Smart-Standard IEEE 802.15.1 gestattet es, sämtliche Information über jedes Smartphone abzurufen.
(Bild: Schneider Electric)

Industrie 4.0 verlangt nach einer ganzheitlichen Betrachtung des Produktionsumfelds. Ein wichtiger, aber lange vernachlässigter Aspekt ist die Einbeziehung der digitalisierten Infrastruktur, zu der auch die Energieverteilung gehört. Schneider Electric hat als Antwort auf den digitalen Wandel den Leistungsschalter Masterpact MTZ vorgestellt. Er unterstützt alle Beteiligten in der Anlage, die Funktionen den Bedürfnissen und Kostenanforderungen der jeweiligen Zielgruppe anzupassen.

Die digitalen Module lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Messtechnik, erweiterte Schutztechnik sowie Diagnose- und Wartungsfunktionen. Sie lassen sich beliebig kombinieren und können werksseitig aufgespielt oder nachträglich installiert werden. So ist der Leistungsschalter jederzeit an geänderte Anforderungen anpassbar.

Bildergalerie

Leistungsschalter an unterschiedliche Anforderungen anpassen

Der Schaltanlagenbauer profitiert von exakten Energiemessungen gemäß der Genauigkeitsklasse 1, der Planer hingegen hat stärker die Kosten im Blick. Mit einem Standard-Auslösegerät lassen sich die Erstinvestitionen gering halten, die Anwender können Mess- und Wartungsfunktionen jedoch zu jedem späteren Zeitpunkt nachladen. Bei industriellen Anwendungen kommt es auf Zuverlässigkeit, Platz und niedrige Wartungskosten an. Der Masterpact MTZ besitzt die beste EMV-Störfestigkeit seiner Klasse, und bereits in der kleinsten Leistungsklasse verfügen die Geräte über ein hohes Abschaltvermögen. Das spart nicht nur Platz in der Anlage, sondern macht die Schalter auch für Schiffbau und Windanlagen attraktiv.

Die neue Generation besitzt dieselbe Baugröße wie der Vorgänger Masterpact NT/NW sowie die gleiche Anschlusstechnik, Gehäuseabmessungen und Befestigungspunkte. So ist bei einer Umrüstung weder eine Änderung der Schaltanlage noch eine erneute Zertifizierung nach IEC61439 notwendig. Verbesserungen weist er an den Schutz- und Messwandlern sowie an der Kontaktierung der gesamten elektrischen Verbindungstechnik zwischen dem Schutzgerät und den zugehörigen Komponenten auf. Das erhöht nicht nur die mechanische Festigkeit und Robustheit des Schalters, sondern auch die Messgenauigkeit. Insgesamt verlängert sich die Lebensdauer des Gerätes deutlich. Auch die Betriebs- und Lagertemperaturen wurden überarbeitet, so dass der neue Leistungsschalter mit –55 °C bis 85 °C weit über dem Standard in der Lagertemperatur liegt. Auch bei der Betriebstemperatur von –35 °C mit uneingeschränkter Schutzfunktion liegt der Masterpact MTZ an der Spitze.

Ohne Strom drahtlos kommunizieren

Zudem kann der Leistungsschalter drahtlos und berührungslos kommunizieren. Das Steuer- und Auslösesystem Micrologic X der neuen Generation ist mit drahtloser Technologie ausgestattet, Near Field Communication (NFC) und Bluetooth sorgen für Konnektivität – im Notfall auch ohne Stromversorgung. Dies kann in Extremfällen äußerst hilfreich sein, etwa wenn Schaltanlagen aufgrund von Kurzschlüssen oder inneren Fehlern derart in Mitleidenschaft gezogen sind, dass sie kaum mehr als solche erkennbar sind. Per Chip lassen sich die kritischen Informationen zu Schutz, Messungen, Diagnostik und Wartung mit Hilfe eines Mobilgeräts trotzdem auslesen, auch wenn die Energieversorgung des Leistungsschalters selbst abgeschnitten ist. So fungiert die NFC-Konnektivität wie eine Blackbox im Flugzeug.

Berührungslose Kommunikation ist auch per Bluetooth möglich: Die Schnittstelle nach dem Bluetooth-Smart-Standard IEEE 802.15.1 gestattet es, sämtliche Information über jedes Smartphone abzurufen. Steht der Betreiber vor dem Leistungsschalter, kann er über das Mobilgerät auch Schutzeinstellungen und Veränderungen vornehmen. Zusätzlich zu ULP-, Ethernet, NFC- und Bluetooth-Schnittstellen verfügt das Auslösesystem Micrologic X über eine integrierte Vorrichtung zur proprietären Konnektivität gemäß der Norm IEEE 802.15.4. Diese Verbindung ermöglicht die drahtlose Konnektivität des Geräts mit dem kommunikationsfähigen Com’X-510-Modul, über die sich Water-, Air-,Gas-, Electricity-, Steam-Daten (kurz: WAGES) abrufen lassen. Diese interne, drahtlose Kommunikation zwischen Geräten von Schneider Electric gestattet kabelloses Nachrüsten in bestehende Anlagen.

„Der Masterpact MTZ ist unsere Antwort auf die Digitalisierung und das Internet of Things. Er ist maßgeschneidert für alle Anwendungen in der Energieverteilung und verfügt bei gleichen Abmessungen über eine höhere Leistung“, fasst Werner Grewe, Offer Manager bei Schneider Electric, zusammen. (sh)

SPS IPC Drives 2016: Halle 1, Stand 324

* Elisabeth Wagner ist freie Journalistin in München

(ID:44355608)