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Messtechnik Endress+Hauser weiterhin auf Wachstumskurs

| Redakteur: Jan Vollmuth

Der Messtechnikspezialist Endress+Hauser erzielte 2012 einen Nettoumsatz von knapp 1,7 Mrd. Euro. Das Umsatzwachstum betrug 11,1 %. Dies gab das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Basel bekannt.

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Obwohl Endress+Hauser im vergangenen Jahr laut Firmenchef Klaus Endress ein „weiteres Best Year“ verzeichnen konnte, sei „2012 kein leichtes Jahr“ gewesen.
Obwohl Endress+Hauser im vergangenen Jahr laut Firmenchef Klaus Endress ein „weiteres Best Year“ verzeichnen konnte, sei „2012 kein leichtes Jahr“ gewesen.
(Bild: Jan Vollmuth)

Mit diesem Ergebnis ist Endress+Hauser im dritten Jahr in Folge gewachsen, ein „weiteres Best Year“, so Firmenchef Klaus Endress bei der Präsentation der Bilanz. Allerdings sei „2012 kein leichtes Jahr“ gewesen, etwa aufgrund der Schuldenkrise in Europa.

Das größte Wachstum erzielte das Unternehmen 2012 wie im Vorjahr in den Americas mit 27,3 % von 282 Mio. Euro auf 359 Mio. Euro. „In den USA war es für uns das dritte gute Jahr in Folge“, erklärte Michael Ziesemer, Stellvertreter des CEO. Dazu habe auch die Akquisition der US-Firma SpectraSensors Ende Juni 2012 beigetragen.

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Auf den Plätzen folgen der Wirtschaftsraum Afrika und Naher Osten mit einem Wachstum von 22,8 % sowie der asiatisch/pazifische Raum mit 15,6 %. Allerdings habe der Geschäftsverlauf in China enttäuscht, was nach den Jahren „der positiven Entwicklung eine ungewohnte Erfahrung gewesen“, so Ziesemer.

In Europa erreichte das Unternehmen trotz Schuldenkrise einen Zuwachs von 2,9 % auf einen Umsatz von 857 Mio. Euro (2011: 833 Mio. Euro).

Bei den Branchen verzeichnete Endress+Hauser die größten Zuwächse bei Öl und Gas sowie in den Branchen Kraftwerke und Energie, gefolgt von der chemischen Industrie, der Lebensmittelindustrie, den Life Sciences sowie der Wasser- und Abwasseraufbereitung. „Die großen Wachstumstreiber sind Megatrends wie Energie, Ressourcen, Effizienz, Ernährung, Wasser und Demografie“, so Ziesemer.

Der Messtechnikspezialist beschäftigte Ende 2012 weltweit 10.066 Mitarbeiter und damit 652 mehr als im Vorjahr, davon 272 in Europa. Insgesamt beschäftigte Endress+Hauser 2012 in Europa 7140 Mitarbeiter. Im Jahr 2013 sollen weltweit weitere 550 Stellen geschaffen werden.

Investitionen auf Rekordniveau

Mit 127 Mio. Euro erreichten die Investitionen der Firmengruppe eine neue Höchstmarke. Ein Großteil davon floss in den Ausbau von Fertigungskapazitäten. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Standorten im süddeutschen Maulburg, in Gerlingen bei Stuttgart sowie in Greenwood/Indiana, USA. Zudem wurde eine neue Produktionsstätte in Itatiba nahe São Paulo errichtet. Endress+Hauser erhofft sich hiervon wichtige Impulse für den Wachstumsmarkt Brasilien, aber auch für das Geschäft auf dem übrigen südamerikanischen Kontinent.

Die Ziele für 2013 liegen hoch: Das Unternehmen will im Jahr 2013 den Umsatz um 10 % auf rund 1,9 Mrd. Euro steigern. Endress+Hauser hat in nur acht Jahren den Umsatz mehr als verdoppelt. „Die Chancen für uns sind gewachsen, aber auch die Risiken“, betonte CEO Klaus Endress. Um das Unternehmen für künftige Herausforderungen zu rüsten, wurde der vertriebliche Support auf Gruppenebene neu organisiert.

Wechsel an der Unternehmensspitze

„Wir erwarten, dass 2013 kein einfaches Jahr wird“, unterstrich Klaus Endress. „Die Probleme, die unsere Welt so unsicher und unbeständig gemacht haben, bestehen weiterhin.“ Dies sei mit ein Grund gewesen, den bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Unternehmens früh bekanntzugeben.

Klaus Endress wird 2014 in den Verwaltungsrat wechseln und dort Klaus Riemenschneider als Präsident ablösen; sein Nachfolger wird Matthias Altendorf, Geschäftsführer des größten Produktionszentrums der Firmengruppe in Maulburg. Klaus Endress: „Wir haben organisatorisch, strategisch und personell wichtige Weichen gestellt, um das Unternehmen in eine gute Zukunft zu führen.“ (jv)

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