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E-Antrieb Emissionsfreie Schifffahrt zwischen Fehmarn und Dänemark

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die Fährreederei Scandlines verfolgt im Rahmen ihrer Green Agenda die emissionsfreie Schifffahrt. Jetzt sollen auch die Fähren der Route Puttgarden-Rødby vollständig auf Batteriebetrieb umgestellt werden. Welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, hat Scandlines mit dem Wirtschaftsminister von Schleswig Holstein besprochen.

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Die Fähre der Reederei Scandlines zwischen Puttgarten und Rødby verkehrt täglich im halbstündigen Takt.
Die Fähre der Reederei Scandlines zwischen Puttgarten und Rødby verkehrt täglich im halbstündigen Takt.
(Bild: Siemens)

Im halbstündigen Takt legen die Fähren der Reederei Scandlines von Puttgarten auf der Insel Fehmarn in Richtung Rødby in Dänemark ab und das täglich. Bereits 2013 wurde die komplette Flotte der Regelfähren auf Hybridantrieb umgestellt. Jetzt könnte auf der Route Puttgarden-Rødby die emissionsfreie Schifffahrt umgesetzt werden, wie Søren Poulsgaard Jensen, CEO von Scandlines, an Bord der Fähre „Schleswig-Holstein“ erläuterte: „Das Projekt sieht vor, zwei weitere Hauptmotoren aus unseren Fähren auszubauen und durch Batteriepakete zu ersetzen, die während der weniger als 15-minütigen Zeit im Hafen durch landbasierten Strom geladen werden."

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Dafür müsse aber zunächst die Leitungskapazität des Stromnetzes im Hafen Puttgarden über ein zusätzliches zehn Kilometer langes Kabel aus dem Zentrum der Insel Fehmarn erweitert und ein Energiespeichersystem vor Ort gebaut werden. Ein weiteres Problem sind die laufenden Kosten, die aufgrund des aktuell hohen Preisunterschieds zwischen selbst produziertem Bordstrom und dem Strombezug aus dem Netz momentan zu hoch und damit im Vergleich nicht wettbewerbsfähig sind. "Daher begrüßen wir die aktuellen Bestrebungen der Politik zur Reduzierung der EEG-Umlage für Landstrom als ersten Schritt außerordentlich“, so Søren Poulsgaard Jensen.

Etwa 100 Millionen Euro Investitionskosten für den Umbau

Für den Umbau der Fähren und die landseitige Infrastruktur rechnet Scandlines mit Investitionen von circa 100 Millionen Euro. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz sagte dazu: „Die Nutzung von Landstrom auch außerhalb von Häfen für den Seeverkehr ist ein weiterer Schritt zu einer nachhaltigen Mobilität. In Norwegen fahren Fähren auf geschützten Fjorden heute schon mit Batteriestrom. Ich freue mich, dass nunmehr auch bei uns solche Projekte auf offener See Fahrt aufnehmen.“

Søren Poulsgaard Jensen fügt hinzu: „Das Thema Umwelt und Verkehr treibt viele Menschen um. Wir haben unser Vorhaben mit verschiedenen externen Partnern geplant und analysiert und sind uns sicher, dass emissionsfreier Fährverkehr auf Puttgarden-Rødby möglich ist.“ Man sei bereit, dafür hohe Summen zu investieren, aber sei in Bezug auf Infrastruktur und Rahmenbedingungen auch auf eine Kooperation mit dem Bund und dem Land Schleswig-Holstein angewiesen.

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