Stahlguss Eine Prise Bor macht den Unterschied

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Eine neue warmfeste Entwicklung für Kraftwerkskomponenten ist die borhaltige Stahlgussgüte CB2 (GX13CrMoCoVNbNB 9-2-1). Pleissner Guss ist in der Lage, den Werkstoff zu Bauteilen höchster Güte zu verarbeiten.

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Hochdruck-Ventilgehäuse aus der borhaltigen Stahlgussgüte CB2
Hochdruck-Ventilgehäuse aus der borhaltigen Stahlgussgüte CB2
(Bild: Pleissner Guss)

Über gezielt einzustellende Effekte in der Mikrostruktur weist diese Legierung mit etwa 0,01 % Bor eine noch höhere Kriechbeständigkeit auf als die bisher verwendeten warmfesten Stahlgüten – was sich auf die mechanischen Eigenschaften bei erhöhter Temperatur auswirkt. Bei gleichen Dauerbelastungen sind somit in Kraftwerken höhere Betriebstemperaturen realisierbar: bis etwa 630 °C. Damit einher geht ein höherer Wirkungsgrad bis etwa 46 % (ohne dass die Emissionen steigen). Daraus ergibt sich nicht nur ein positiver Umweltaspekt. Auch die Kosten für den Kraftwerkbetreiber sinken deutlich.

Diese CB2-Gussbauteile können mehrere Tonnen wiegen. Die technische Herausforderung bei der Fertigung besteht im prozesssicheren und kontrollierten Einstellen dieser Mikrostruktur-Effekte. Dabei kommt es nicht nur auf die präzise Kontrolle der Schmelzmetallurgie an. Auch die Beherrschung der sich anschließenden Prozesse der Wärmebehandlung und Fertigungsschweißung für die sichere Produktion ist extrem wichtig.

Pleissner Guss hat – begleitet von einer Vielzahl eigener Untersuchungen und einer sechs Tonnen schweren Versuchscharge – nachgewiesen, dass ihre CB2-Bauteile hochanspruchsvolle Kundenanforderungen erfüllen. (qui)

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