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E-CAD Drei Produktneuheiten für die Elektrokonstruktion

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Wir stellen die Erweiterungen bei E3.Series und bei der Datenbibliothek wscaduniverse.com sowie das neue 3D-Portal für die Verbindung von 2D- und 3D-Daten in Engineering Base vor.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

1. Papierlose Fertigung mit E3.Series

Zuken stellt mit den E3.Series-Erweiterungen E3.Assembling-Cockpit, E3.Wiring-Cockpit und E3.Wiring-Checks drei neue Applikationen für die digitale Unterstützung und Dokumentation der Verdrahtung von Maschinen, Fahrzeugen und Schaltschränken vor. Die neuen Applikationen stellen alle für die Bestückung, Verdrahtung und Inbetriebnahmeprüfung benötigten Informationen in papierloser Form über tragbare Endgeräte zur Verfügung. Montageunterlagen können damit direkt aus einem E3-Projekt heraus generiert werden.

Jeder einzelne Bearbeitungsschritt wird protokolliert; erforderliche Anpassungen und Korrekturen, die im Verlaufe der Fertigung festgestellt werden, werden digital dokumentiert und an die Konstruktion zurückgegeben. Auf diese Weise werden auch die Anforderungen an ein konsistentes Änderungsmanagements erfüllt.

Viele Unternehmen arbeiten in der Montage nach wie vor mit Papierunterlagen. Diese müssen mit hohem Zeitaufwand zusammengestellt werden, sie erfordern qualifizierte Fachkenntnisse der Bearbeiter in der Montage und stellen eine Herausforderung insbesondere für ein konsistentes Änderungsmanagement dar.

Joachim Frank, Geschäftsführer der Zuken E3 GmbH

2. Artikeldaten und Symbole in wscaduniverse.com schnell finden

Anwender der E-CAD-Lösung WS-CAD-Suite können jetzt Artikeldaten und Symbole noch schneller importieren und mit ihren Projekten sofort durchstarten. Möglich ist dies durch den neuen „Bulk Transfer“, bei dem zuvor erzeugte Listen aus der kostenlosen E-CAD-Datenbibliothek wscaduniverse.com in einem Schritt geladen werden.

Von dem versprochenen Zeitgewinn profitieren Elektrokonstrukteure und Gebäudeautomatisierer, die mit der WS-CAD-Suite arbeiten oder Pläne aus anderen E-CAD-Systemen in die E-CAD-Lösung von WS-CAD importieren möchten.

Neu in wscaduniverse.com ist die Funktion „Artikelliste“. Damit laden Anwender große Mengen an Artikeldaten mit wenigen Klicks auf einmal herunter. Stehen die benötigten Artikeldaten als Stückliste zur Verfügung, wird diese mit dem Datenbestand in wscaduniverse.com abgeglichen. Die „Treffer“ werden direkt in die WS-CAD-Suite importiert, beispielsweise in eine projektspezifische lokale Artikeldatenbank.

Der Abgleich ganzer Stücklisten mit den 1,4 Millionen Daten in wscaduniverse.com ist innerhalb weniger Minuten erledigt und spart enorm viel Zeit.

Thomas Schubbach, Head of Business Development bei der WS-CAD GmbH

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3. 3D-Portal in Engineering Base sichert Datenaustausch

Mit seinem neuen 3D-Portal standardisiert der Software-Entwickler Aucotec die Verknüpfung von 2- und 3D-Engineering im Maschinen- und Anlagenbau. Das Interface ermöglicht den Datenaustausch zwischen allen gängigen 3D-Anwendungen und Aucotecs Kooperationsplattform Engineering Base (EB).

Die dritte Dimension ist im Engineering immer dann wichtig, wenn es um die optimale Ausnutzung des vorgegebenen Raums oder dessen Anpassung geht – ob in großen Hallen oder im Schaltschrank: Der konkrete, physische Weg von Rohrleitungen, Kabeltrassen oder einzelnen Drähten muss für die Fertigung exakt berechnet und zuverlässig dokumentiert werden. Die dazugehörigen Anschlüsse finden sich dagegen in der 2D-Planung von EB. Nun gibt es dazu gleich zwei Neuerungen, die die Verbindung vereinfachen und den Austausch beschleunigen:

  • Zum einen wurde für EB eine standardisierte Kopplung für die 3D-Integration entwickelt. Dieses „Tor“ zu den 3D-Daten erlaubt über eine abgestimmte XML-Datei den Export von 2D-Informationen zum 3D-System und den Import relevanter 3D-Daten zu EB. Es ist flexibel anpassbar und daher für alle gängigen Tools offen. Da jedes 3D-System andere Informationen braucht, sind verschiedene Vorlagen definierbar. Die grundsätzliche XML-Struktur bleibt dabei immer gleich. Auf 3D-Seite ist nur ein Plug-in nötig, das XML lesen kann. 2- und 3D müssen sich nur auf dieselbe XML-Struktur einigen, damit das Lesen und Schreiben der Informationen funktioniert und für beide Disziplinen verständlich ist.
  • Zweite Neuerung: der Webservice für den Datenaustausch. Im Normalfall muss ein Engineeringsystem gestartet sein, damit man auf seine Daten zugreifen kann. Das 3D-Portal gehört zu den ersten Microservices in EB, das heißt, dass es übers Web clientunabhängig funktioniert. Der spezielle 3D-Service ist wie eine extra Schicht in EBs Architektur, über die man Daten jederzeit holen kann. Das ist für global verteilt arbeitende Disziplinen ebenso interessant wie für interne Netzwerke.

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