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Sensoren

Drei neue Sensoren für viele Mess-Fälle

| Redakteur: Jan Vollmuth

Neue Neigungssensoren mit großer Langzeitstabilität, kapazitive Standardsensoren mit großem Nennschaltabstand sowie kompakte Abstandssensoren gehören zu den aktuellen Produktvorstellungen aus dem Bereich der Sensorik.

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Die neuen Neigungssensoren der Serie KAS931 von A. B. Joedden mit M8-Stecker basieren auf einem sehr genauen und robusten Pendelsystem aus hochreinem Silizium.
Die neuen Neigungssensoren der Serie KAS931 von A. B. Joedden mit M8-Stecker basieren auf einem sehr genauen und robusten Pendelsystem aus hochreinem Silizium.
(Bild: a. b. joedden GmbH)

Die neuen Neigungssensoren der Serie KAS931 von A. B. Joedden mit M8-Stecker basieren auf einem sehr genauen und robusten Pendelsystem aus hochreinem Silizium. Die Reproduzierbarkeit beträgt laut Herstellerangaben 0,01 % und die Langzeitstabilität erreicht 0,07 % in ca. 10 Jahren. Die Sensorelemente sind schockfest bis 20.000 g. Dabei wird das Messverhalten (z. B. 0-Punkt) nicht beeinflusst.

Durch eine Beschleunigung, Neigung oder Vibration in Messrichtung (Kraft in dieser Richtung wirkend) bewegt sich das Pendel mit der Prüfmasse. Die Bewegung der Prüfmasse wird als Kapazitätsänderung wahrgenommen und gemessen. Das Ausgangssignal (0,5 bis 4,5 VDC) ist proportional zur Auslenkung, also zur Beschleunigung. Bei Neigungsmessung ist die Umrechnung von g = 9,81 m/s2 in Winkelgrad eine Sinusfunktion.

Die Sensoren verfügen über ein kleines, robustes Metallgehäuse mit Befestigungsbohrungen. Der elektrische Anschluss erfolgt über einen M8-Sensorstecker oder ein fest angeschlossenes Kabel.

Kapazitive Näherungsschalter für viele Fälle

Die neuen kapazitiven Standardsensoren KNS von Di-Soric erkennen feste, flüssige, pulverförmige, elektrisch leitende bzw. nichtleitende Objekte und Substanzen gleichermaßen – und zuverlässig, prozesssicher und durch nicht leitfähige Behälterwände, Barrieren und Verpackungen hindurch, so der Hersteller. Die Sensoren sind in einem robusten Edelstahlgehäuse untergebracht. Ihre Empfindlichkeit wird über ein Potenziometer eingestellt.

Verfügbare kapazitive Standardsensoren KNS mit Einstellwerkzeug von Di-Soric.
Verfügbare kapazitive Standardsensoren KNS mit Einstellwerkzeug von Di-Soric.
(Bild: di-soric GmbH & Co KG)

Die kapazitiven Näherungsschalter der KNS-Reihe stehen mit einem Durchmesser von 6,5 mm(bündig/nicht bündig) sowie mit den metrischen Gewindemaßen M8 (bündig/nicht bündig) und M12 (nur bündig) in unterschiedlichen Einbauformen zur Verfügung. Die kapazitiven KNS-Sensoren verfügen über einen großen Nennschaltabstand (2 mm), die Einstellung des Schaltabstandes erfolgt über ein Mehrgang-Potenziometer. Die Schließer-/Öffner-Funktion ist über das Potenziometer umschaltbar.

BUCHTIPPDas Buch „Industriesensorik“ beschreibt die Entwicklung und die praktische Anwendung der wichtigsten Sensoren. Durch anwendungsbezogene Fehleranalysen von Messsystemen, Sensoren und Sensorsystemen, jeweils ergänzt durch viele detaillierte, vollständig durchgerechnete Anwendungsbeispiele, eignet sich das Buch nicht nur für Studenten, sondern auch für Ingenieure und Techniker verschiedener Fachrichtungen.

Kompakter PMD-Abstandssensor für Industrie-4.0-Anwendungen

IFM hat ihre optische PMD-Sensorik (On-Chip-Lichtlaufzeitmessung) jetzt erstmals in eine kompakte M18-Bauform integriert und den Sensor im Sinne von Industrie 4.0 entwickelt. Mittels Laserlicht und Lichtlaufzeitmessung erfasst der PMD OGD Cube den punktuellen Abstand zu einem Objekt. Je nach Variante liegt die Reichweite laut Herstellerangaben bei 300 und 500 mm beim OGD Precision und 1500 mm beim OGD Long Range.

Der neue kompakte PMD-Abstandssensor von IFM für Industrie-4.0-Anwendungen.
Der neue kompakte PMD-Abstandssensor von IFM für Industrie-4.0-Anwendungen.
(Bild: IFM Electronic)

Dank eines kleinen Lichtfleckdurchmessers eignet sich der mit einer IO-Link-Schnittstelle ausgestattete Sensor nicht nur zum Erfassen großer Objekte: Besonders im Bereich der Assembly Automation soll er sich für Error-Proofing-Applikationen einsetzen lassen. Laut IFM ist er präzise und hochauflösend genug, um beispielsweise die Tiefe von Bohrungen oder die Montage von kleinsten Teilen zu prüfen, ehe das Werkstück zum nächsten Verarbeitungsschritt gelangt. (jv)

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