Konstruktionsleiter-Forum 2026 Die neuen Spielregeln der Produktentwicklung

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 3 min Lesedauer

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KI und Automatisierung erfinden die Produktentwicklung neu. Wie man die rasant steigende Komplexität nicht nur beherrschen, sondern als echten Wettbewerbsvorteil nutzen kann, erfahren Teilnehmer des Konstruktionsleiter-Forums in der Keynote von Prof. Riesener.

Die Spielregeln ändern sich: KI und Automatisierung erfordern völlig neue strategische Züge im Engineering.(Bild:  © PaulShlykov – stock.adobe.com_KI-generiert)
Die Spielregeln ändern sich: KI und Automatisierung erfordern völlig neue strategische Züge im Engineering.
(Bild: © PaulShlykov – stock.adobe.com_KI-generiert)

Künstliche Intelligenz, softwaredefinierte Produkte und intelligente Automatisierung sind längst keine reinen Zukunftsvisionen mehr – sie sind die treibenden Kräfte einer fundamentalen Transformation. Sie verändern die Spielregeln der modernen Produktentwicklung von Grund auf: Wo früher exzellente Hardware im Fokus stand, verschmelzen heute physische und digitale Welten zu dynamischen, kontinuierlich lernenden Systemen.Diese Entwicklung bringt jedoch eine exponentielle Zunahme an Komplexität mit sich. Komplexitätsmanagement ist damit keine methodische Kür mehr, sondern zur absoluten Schlüsselkompetenz geworden. Es ist der entscheidende Faktor, der über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und das Überleben produzierender Unternehmen auf dem globalen Markt entscheidet. 

Wie sieht das Engineering von morgen aus?

In seiner Keynote nimmt Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener, RWTH Aachen University, die Teilnehmer des fünften Konstruktionsleiter-Forums am 29. Oktober mit auf eine Reise in das Engineering von morgen. Er beleuchtet tiefgehend die disruptiven Kräfte, die die Produktentwicklung der kommenden Jahre maßgeblich prägen werden, und zeigt praxisnahe Lösungswege auf.

Herr Prof. Riesener, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Prof. Dr.-Ing. Riesener: „Wir müssen lernen, Komplexität vom Kostenfaktor zum strategischen Wettbewerbsvorteil zu machen.“(Bild:  RWTH Aachen)
Prof. Dr.-Ing. Riesener: „Wir müssen lernen, Komplexität vom Kostenfaktor zum strategischen Wettbewerbsvorteil zu machen.“
(Bild: RWTH Aachen)

Das Thema ist relevant, weil die Produktentwicklung aktuell von einem technologischen Wandel geprägt ist, der die Arbeit grundlegend verändert. Produkte werden in ihren Funktionen, Varianten und Vernetzungen immer komplexer. Es geht heute häufig nicht mehr nur um das physische Produkt selbst, sondern vielmehr um intelligente, vernetzte Produkte mit übergreifenden Leistungsversprechen. 
Das bedeutet allerdings auch: Durch die zunehmende Komplexität hat jede Entscheidung mehr intransparente und weitreichende Auswirkungen als zuvor. Gerade KI und Automatisierung eröffnen erstmals neue Möglichkeiten, diese steigende Komplexität zu beherrschen. Automatisierte Prozesse, datenbasierte Entscheidungshilfen oder generative Designansätze helfen Mitarbeitenden, Geschwindigkeit und Qualität ihrer Arbeit zu erhöhen. Dadurch müssen sie nicht mehr nur die klassischen CAD-Systeme oder PLM-Tools nutzen, sondern zusätzlich künstliche Intelligenz und Automatisierung in ihre Prozesse integrieren.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Im Vortrag möchte ich zeigen, warum Komplexitätsmanagement längst keine Kür mehr ist, sondern zur Pflicht geworden ist. Dabei betrachten wir vier zentrale Veränderungen der Produktentwicklung: den zunehmenden Einsatz von KI und Automatisierung, die Entwicklung vom klassischen Produkt zum intelligenten vernetzten System, die wachsende Bedeutung wandelbarer Produktarchitekturen und die zunehmende Vernetzung von Entwicklungs- und Wertschöpfungssystemen. Entscheidend ist für mich dabei die Frage, wie Unternehmen diese Komplexität nicht nur beherrschen, sondern gezielt als Wettbewerbsvorteil nutzen können.

Was nehmen die Teilnehmer mit?

Die Teilnehmenden gewinnen einen praxisnahen Ausblick darauf, wie sich Produktentwicklung verändert und an welchen Stellschrauben sie heute ansetzen können. Aktuelle Forschungsergebnisse und Industriebeispiele zeigen, wie sich KI und Automatisierung mit etablierten Stärken der Produktentwicklung verbinden lassen. Denn gerade deutsche und europäische Unternehmen haben über Jahrzehnte bewiesen, dass sie komplexe technische Systeme beherrschen können. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse, wie sie diese Fähigkeit weiterentwickeln und Komplexität vom Kostenfaktor zum strategischen Wettbewerbsvorteil machen können.

Deutsche und europäische Unternehmen haben über Jahrzehnte bewiesen, dass sie komplexe technische Systeme beherrschen können. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse, wie sie diese Fähigkeit weiterentwickeln.

Prof. Dr.-Ing. Riesener

Das Event für Konstruktions- und Entwicklungsleiter

Herausforderungen in der Produktentwicklung effizient lösen

Konstruktionsleiter-Forum
(Bild: VCG)

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Das Konstruktionsleiter-Forum sensibilisiert für die Herausforderungen der Produktentwicklung des 21. Jahrhunderts, und zeigt praxisorientierte Lösungen auf. Dazu zählen Tools und Methoden, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess schlank und effizient zu gestalten.

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