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Kleben Die DIN 2304 als Chance nutzen um sich von Mitbewerbern abzusetzen

| Redakteur: Dorothee Quitter

Das Kleben funktioniert in der Praxis oft nicht so, wie es sollte. Die 2018 gegründete Klebnorm Consulting GmbH begleitet Unternehmen auf ihrem Weg zur Zertifizierung gemäß der klebtechnischen Normen.

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(Bild: Klebnorm Consulting)

Das vorhandene Potenzial der Klebtechnologie wird oft nicht ausgeschöpft. Das Hauptproblem sind Verarbeitungsfehler und damit – neben den Prozessen – letztlich der Mensch. Er ist meistens nicht ausreichend für die anspruchsvolle Anwendung von Klebstoffen qualifiziert. Und hier setzt die Anwendernorm DIN 2304 an. Mit ihr sollen Klebprozesse verbessert und reproduzierbar gemacht werden. Das Fachpersonal wird auf drei Ebenen qualifiziert und trägt so dazu bei, dass mehr Klebstoffanwendungen dauerhaft funktionieren. Die Kernelemente der DIN 2304 sind:

  • Klassifizierung der Klebungen nach Sicherheitsanforderungen, inkl. Folgeabschätzung im Versagensfall der jeweiligen Klebung
  • Die Ausbildung des Klebaufsichtspersonals (KAP)
  • Nachweisführung

Die normgerechte Erfüllung der Kernelemente ist ausschließlich Aufgabe des Anwenders, nicht des Klebstoffherstellers. Dies gilt auch für die Nachweisführung. Damit sind alle Unternehmen in Industrie, Handwerk, Gewerbe, Wartung & Instandhaltung betroffen, die konstruktive Klebungen (lastübertragende Klebverbindungen) ausführen. Die Norm ist zwar kein Gesetz, kann aber auf Verlangen des Auftraggebers durchaus Verbindlichkeit erlangen und Normen wie die DIN 2304 werden auch im Falle eines Rechtsstreites (z.B. im Schadensfall) gerne herangezogen.

Hilfe bei der Implementierung im Unternehmen

Wie lässt sich die DIN 2304 ressourcenschonend im Unternehmen implementieren? Hier setzen Beratungsansatz und Dienstleistungen der 2018 gegründeten Klebnorm Consulting GmbH an. Die externe Begleitung beginnt mit der Auswahl der relevanten Normen sowie der Definition der Sicherheitseinstufung für die jeweilige Verklebung. Daraus lässt sich ableiten, was zu tun ist. Es folgt vor Ort eine Analyse der bestehenden Gegebenheiten wie Räumlichkeiten, Infrastruktur, den eingesetzten Klebstoffen, Verarbeitungsgeräten und -hilfsmitteln und der bisherigen prozessbegleitenden Dokumentation entlang des Materialflusses. Im nächsten Schritt wird – von der Soll-Situation kommend – der Handlungsbedarf erarbeitet. Hier gibt es dann einen Aktionsplan. Gleiches gilt für den Kenntnisstand der mit den Klebungen betrauten Mitarbeiter und Vorlagen für die notwendigen QM-Dokumente. Auf Wunsch wird seitens der Klebnorm Consulting GmbH auch ein Voraudit durchgeführt. Am Ende steht letztendlich die Zertifizierung durch ein neutrales Institut. Und steht kurzfristig nicht ausreichend Personal zur Verfügung, wird z.B. Klebaufsichtspersonal für KMU in Kooperation mit Personaldienstleistern kurzzeitig bzw. dauerhaft bereitgestellt.

Mit dieser Vorgehensweise lassen sich in vielen Unternehmen schnell und effizient Wettbewerbsvorteile generieren, die bisher brach lagen. Die Norm nicht als Zwang, sondern als Chance zu verstehen, eröffnet dabei ganz neue Perspektiven und macht Unternehmen fit für die Zukunft. (qui)

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