Digitalisierung Der Einsatz von Smart Standards rechnet sich

Quelle: DIN, DKE 2 min Lesedauer

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Der Einsatz von Smart Standards hat das Potenzial, den Umsatz eines Unternehmens um bis 60 Prozent zu steigern – der Digitalisierungsgrad der Unternehmen sowie der bereitgestellten Normen spielen dabei die entscheidende Rolle, wie DIN und DKE in einem Whitepaper zeigen.

Entlastung für Beschäftigte, mehr Umsatz, weniger Kosten: DIN und DKE zeigen Vorteile von Smart Standards auf.(Bild:  DIN, DKE)
Entlastung für Beschäftigte, mehr Umsatz, weniger Kosten: DIN und DKE zeigen Vorteile von Smart Standards auf.
(Bild: DIN, DKE)

Im Rahmen der Initiative Digitale Standards (IDiS) haben DIN und DKE untersucht, wie sich der Einsatz von Smart Standards jeweils auf die Prozessqualität, die Produktqualität und das Umsatzpotenzial von Unternehmen auswirkt und welchen Einfluss sie auf die Beschäftigten oder die Organisation haben. Der zeitliche Aufwand reduziert sich demnach deutlich, Mitarbeiter werden entlastet und können sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Die Sachkosten lassen sich in etwa halbieren, während sich die Zahl der abgewickelten Aufträge im günstigsten Fall sogar verdoppeln lässt.

Was sind Smart Standards?

Smart Standards ermöglichen es, die Informationen aus Normen und Standards in einer maschinenlesbaren Form verfügbar zu machen. Diese Bereitstellung ermöglicht es den Benutzern von Standards, diese direkt in ihre Systeme zu importieren und anwendungsbezogen zu nutzen.

Definition von Smart Standards. (Bild:  DIN, DKE)
Definition von Smart Standards.
(Bild: DIN, DKE)

Smart steht hierbei für: „Norm (Standard), deren Inhalte für Maschinen, Software oder sonstige automatisierte Systeme anwendbar (Applicable) und lesbar (Readable) sind und darüber hinaus anwendungs-/nutzerspezifisch digital bereitgestellt werden können (Transferable).

Hoher Aufwand für Anwendung von Normen

Die Anwendung und Nutzung von Normen benötigt bisher viele manuelle Einzelschritte. Die Informationen aus der entsprechenden Norm müssen dabei weitestgehend von Menschen erfasst, extrahiert und in andere Systeme übertragen werden. Dabei müssen viele Dokumente recherchiert, beschafft und gelesen werden. Außerdem müssen die Mitarbeiter einschätzen, welche Normen und Informationen speziell für das jeweilige Unternehmen und Produkt relevant sind. Hinter und zwischen jedem dieser genannten Prozessschritte steht zudem das Risiko eines Informationsübertragungsfehlers, der die gesamte Prozesskette und damit ein Produkt in all seinen Facetten (Safety, Security, Performance, Kosten und damit Marktakzeptanz) betreffen kann.

Beispiel Produktentwicklung in mittelständischem Betrieb

Dieser Aufwand lässt sich kosteneffektiv verringern, wenn die Bereitstellung und Anwendungsunterstützung von Normen durch digitale Services erfolgt, die Smart Standards voraussetzen. Unter anderem können Prozessdurchlaufzeiten verkürzt und die Rechtssicherheit in der Normenanwendung des Unternehmens verbessert werden, indem IT-gestützt die Vollständigkeit, Aktualität, Richtigkeit, Redundanzfreiheit und Konformität der Normenanwendung sichergestellt wird. Das zeigen die Experten von DIN und DKE exemplarisch am Beispiel der Produktentwicklung in einem mittelständischen Maschinenbaubetrieb.

In unserem Whitepaper wird zum ersten Mal überhaupt untersucht, in welchem Umfang Unternehmen durch eine digitale Bereitstellung von Normeninhalten einen betriebswirtschaftlichen Nutzen haben – nicht nur qualitativ, sondern quantitativ. Dies ist ein Indikator dafür, wie sehr sich eine Investition in die Digitale Infrastruktur von Unternehmen lohnt, mit der das Potential für die Nutzung von Normen noch erheblich gesteigert werden kann.

Christoph Winterhalter, CEO von DIN

Umsatzsteigerung zwischen 32 und 60 Prozent möglich

In den betrachteten Szenarien können mit Smart Standards bei gleichem Personaleinsatz zwischen 50 und fast 100 Prozent mehr Aufträge bearbeitet werden. Bei den Kosten wird deutlich, welches Volumen an Personal- und Sachkosten im Unternehmen jährlich mit dem Thema Normenanwendung verbunden sein kann und dass mit einer Transformation eine jährliche Kostenreduktion zwischen knapp 50 und rund 65 Prozent möglich wäre. Zudem liegt die Umsatzsteigerung zwischen 32 und 60 Prozent.

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