Hannover Messe 2008 Bildverarbeitung: 3D-Objekterkennung mit nur einer Kamera

Redakteur: Ute Drescher

Halcon 8.0, die Softwarebibliothek für die industrielle Bildverarbeitung von MV Tec, ermöglicht jetzt als Standard-Technologie, beliebig im Raum orientierte Objekte zu erkennen.

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War es bereits bisher mit dem formbasierten Matching (Shape-based Matching) möglich, 2D-Objekte zuverlässig, robust und schnell zu identifizieren, so gilt das in der neuen Version auch für 3D-Objekte, deren räumliche Lage dabei keine Rolle mehr spielt. Dazu müssen lediglich zuvor die CAD-Daten des Objekts eingelesen und trainiert werden.

Das System wurde dafür so erweitert, dass es den Industriestandard unterstützt und DXF-Dateien einlesen kann. Beim Trainieren des CAD-Modells errechnet das Programm für die möglichen räumlichen Lagen des Objekts deren zweidimensionale Projektion auf ein Bild. Deshalb braucht das Bildverarbeitungssystem nur eine Kamera.

Die 3D-Objekterkennung stellt vor allem eine vollkommen neue Möglichkeit für die Robotik dar, betont der Hersteller. Aufwändige Einzelprogrammierung sowie Stereoaufbauten mit zwei Kameras sind nicht mehr notwendig. Roboter können jetzt beliebig geschüttete Objekte in ihrer exakten Raumlage erkennen und greifen. Mit dem „3rd Generation Matching“ sind aufgrund der Geschwindigkeit auch Echtzeitanwendungen möglich. Die 3D-Objekterkennung ist jedoch nicht nur sehr schnell und zuverlässig, heißt es, sondern auch weitgehend robust gegenüber Beleuchtungsschwankungen.

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