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CAD/CAM Beschleunigung im Formenbau

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Computertechnologie spielt im Formenbau eine entscheidende Rolle. Im CAD entstehen 3D-Modelle, die sich über schnelle 3D-Viewer auswerten und auf Knopfdruck in CAM-Systeme übernehmen lassen. Heck+Becker, Spezialist für Druckgussformen, setzt auf das CAM-System Work-NC, da es schnell und einfach zu bedienen ist – und vor allem zahlreiche, für den Formenbau passende Frässtrategien bietet. Eine ideale Ergänzung ist der schnelle Viewer Work-X-Plore 3D.

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Heck+Becker, Spezialist für Druckgussformen, setzt im Formenbau auf das CAM-System Work-NC von Sescoi.
Heck+Becker, Spezialist für Druckgussformen, setzt im Formenbau auf das CAM-System Work-NC von Sescoi.
(Bild: Heck+Becker/Work-NC)

Druckgussbauteile aus Aluminium sind gefragt wie nie – spielen sie doch eine zentrale Rolle in der Leichtbaustrategie für Motoren und Getriebe. Ein gefragter Partner für die Herstellung von Druckgussformen ist das Unternehmen Heck+Becker aus Dautphetal, das sich seit den 90er Jahren ausschließlich auf den Bau anspruchsvoller Formenwerkzeuge konzentriert. Das Unternehmen bietet zwischenzeitlich ein großes Leistungsspektrum an: Von der Bemusterung bis zur Prototypenproduktion, von Powertrain über große Strukturteile bis zur Erprobung neuester Technologien sowie Prozessoptimierung.

Know-how im Druckguss-Technologie-Center

Das fachspezifische Know-how der Mitarbeiter ist enorm. Auch was das Equipment anbelangt, ist das mittelständische Familienunternehmen bestens ausgestattet. Um den hohen Anforderungen der Kunden in der Automobil- und Zuliefererindustrie gerecht zu werden, hat Heck+Becker zudem die gesamte Firmenpolitik auf die Bedürfnisse der Automobilindustrie ausgerichtet. Ein engpassorientiertes Managementsystem berücksichtigt die von den Kunden geforderten Normen und erlaubt kurze Reaktionszeiten und hohe Flexibilität. Im eigenen Druckguss-Technologie-Center werden die Formen auf einer 3.200 Tonnen Gießanlage erprobt und optimiert.

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Wachsende Herausforderungen im Druckgießen

Auf dieser Anlage gießt das Unternehmen fast 80 % aller Formen für Erstmuster ab. Produktionsleiter Ralf Fett, selbst schon seit 1983 im Betrieb tätigt, weiß um die daraus resultierenden Vorteile: „Mit dieser Maschine können wir die Problemstellungen der Kunden selbst erfahren und auf Augenhöhe diskutieren. So sind wir in der Lage, bereits in der konstruktiven Phase Vorschläge zu machen, wie sich die Gussteilqualität verbessern und die Zykluszeit senken lässt.“

Die Herausforderungen im Druckgießen wachsen – in gleichem Maße wie die zu produzierenden Teile. Ralf Fett gibt ein Beispiel für die zunehmende Komplexität: „Wir haben eben die Form für ein Fahrwerksteil hergestellt. Dieses eine Element aus Aluminiumdruckgruss ersetzt elf miteinander verschweißte Stahlteile.“

Formen werden größer

So werden die Formen für das Gießen von Fahrwerks- und Karosseriekomponenten auch immer größer und schwerer. Doch dafür ist Heck+Becker gut gerüstet. Kran- und Maschinenleistung sind für Formen bis zu 80 t geeignet. Selbst im Bereich der Tuschierpressen ist mit einer TUS 400 mit 4000 mm x 3000 mm Aufspannfläche entsprechende Kapazität vorhanden. „Auch unsere Druckgießmaschine ist für große Teile ausgelegt“, ergänzt Ralf Fett. „Von der Aufspannfläche her ist das eine 4100 t-Maschine – meines Wissens momentan die größte in Europa. Das Schussaggregat haben wir mit 3200 t etwas kleiner gewählt, denn für das Gros unserer Aufträge benötigen wir Schließkräfte zwischen 1800 und 3000 t.“

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