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Magnetsensor Zertifizierter Magnetsensor vereinfacht Sicherheitsnachweis

| Redakteur: Jan Vollmuth

Sind einzelne Komponenten einer Maschine sicherheitszertifiziert, müssen diese in der Sicherheitsbetrachtung nicht mehr berücksichtigt werden. Welche Vorteile daraus resultieren, zeigt der Einsatz eines SIL2-zertifizierten Magnetsensors mit Drive-Cliq-Schnittstelle in einer Nutzentrennmaschine für Leiterplatten.

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In der Nutzentrennermaschine für Leiterplatten von Schunk Electronic Solutions übernimmt ein Magnetsensor wichtige sicherheitsrelevante Funktionen.
In der Nutzentrennermaschine für Leiterplatten von Schunk Electronic Solutions übernimmt ein Magnetsensor wichtige sicherheitsrelevante Funktionen.
(Bild: Schunk)

Schunk Electronic Solutions ist Komponentenhersteller (Lineareinheiten) sowie Maschinenbauer für diverse Anwendungen, in denen Linearmotoren zum Einsatz kommen. Bei den Nutzentrennern kommt es auf hohe Präzision und Prozesssicherheit beim Fräsen und Sägen der teils winzigen Leiterplattenelemente an. Die Positionierung von Werkstück und Fräser muss absolut exakt sein. Dafür sorgen absolute magnetische Messsysteme der Siko GmbH mit der Modellbezeichnung Mag-Line.

Umsetzer bedeuteten Mehraufwand

Die bisherige Fertigungssituation beschreibt Stefan Weiner, Entwicklung Antriebstechnik bei Schunk Electronic Solutions: „In unseren Nutzentrennmaschinen arbeiten wir mit einer Siemens-Steuerung, die auf der Siemens-eigenen Drive-Cliq-Schnittstelle basiert. Das bisherige absolute magnetische Siko-Messsystem, das wir verwendeten, war jedoch damit nicht kompatibel, da es auf SSI-Technik ausgelegt war. Wir mussten mit Umsetzern arbeiten, die das Signal dann für Drive-Cliq aufbereiteten. Das bedeutete einen hohen Verdrahtungsaufwand in der Maschine, da die Verbindungsboxen maximal drei Meter von der Achse entfernt sitzen dürfen – und dementsprechend wurden zusätzliche Kosten verursacht.“

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Schunk suchte nach einer kostengünstigeren und einfacheren Lösung. Mit Siko als Partner wurde die Sensorlösung auf Basis der Siemens-Schnittstelle Drive-Cliq entwickelt. Das Besondere an der Drive-Cliq-Technologie ist die SIL-Fähigkeit. Die Schnittstelle erlaubt also, geforderte Sicherheitsfunktionen zu realisieren. Das Ergebnis der Weiterentwicklung ist der Magnetsensor MSA111C mit Drive-Cliq-Funktion, der SIL2-zertifiziert ist.

Erster Magnetsensor mit Safety-Zertifizierung

„Ein Alleinstellungsmerkmal“, so Andreas Wiessler, Leiter der Business Unit Mag-Line (magnetische Messtechnik) bei Siko. „Wir haben den ersten absolut messenden Magnetsensor in offener Bauweise entwickelt, d. h. bei dem Maßstab und Elektronik mechanisch komplett entkoppelt sind, der über eine Sicherheitszertifizierung verfügt.“

Der Einsatz hat für Schunk den gewünschten Effekt: Zum einen konnte eine deutliche Kostenersparnis erzielt werden. Zum anderen erleichtert die integrierte Drive-Cliq-Funktion die Inbetriebnahme des Sensors und die Kommunikation. Auf Umsetzer kann komplett verzichtet werden. Das Siko-Messsystem wird direkt an den Regler als Plug-and-Play-Lösung angekoppelt. Alle Drive-Cliq-Teilnehmer werden nun vom Umrichter erkannt und im System automatisch angelegt, während die SSI-Schnittstelle zuvor von Hand konfiguriert werden musste, um zu funktionieren.

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