SMM XL-Sicherheitsbremsen für bis zu 3.500 Newtonmeter

Von Mayr Antriebstechnik 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mayr Antriebstechnik zeigt auf der Schiffsbaumesse SMM 2026 seine Bremssysteme für hohe Bremsmomente und große Anwendungen in rauer Umgebung, darunter die neuen Modelle der Baureihen Roba-Stop S und Roba-Stop M für den Bremsmomentbereich oberhalb von 1.000 Newtonmeter. 

Offshore-Öl/Gas-Produktion auf hoher See: Bei Anwendungen mit extremen Drehmomenten sind zuverlässige und leistungsstarke Sicherheitsbremsen gefragt. Vor allem dann, wenn die Umgebung zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt, wie beispielsweise in Häfen oder auf hoher See. (Bild:  Igor Hotinsky – stock.adobe.com)
Offshore-Öl/Gas-Produktion auf hoher See: Bei Anwendungen mit extremen Drehmomenten sind zuverlässige und leistungsstarke Sicherheitsbremsen gefragt. Vor allem dann, wenn die Umgebung zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt, wie beispielsweise in Häfen oder auf hoher See.
(Bild: Igor Hotinsky – stock.adobe.com)

Bei Anwendungen mit extremen Drehmomenten sind zuverlässige und leistungsstarke Sicherheitsbremsen gefragt, insbesondere im maritimen Umfeld in Häfen oder auf hoher See. Dort verschärft das allgegenwärtige Salzwasser die Schwierigkeit für Sicherheitsbremsen. Mit neuen Modellen der Baureihen Roba-Stop S und Roba-Stop M erschließt Mayr Antriebstechnik nun in diesem Sektor den Bremsmomentbereich oberhalb der 1.000 Newtonmeter. 

Tipp

Mayr Antriebstechnik auf der SMM 2026 (1. - 4. September) in Hamburg: Halle A4, Stand 326

Bremsmomente bis 3.500 Newtonmeter 

Die Sicherheitsbremsen Roba-Stop M werden in Hafen- oder Baukränen, genauso wie in Winden oder Deckenlaufkränen in Fabrikhallen an verschiedenen Positionen eingesetzt: in den Dreh-, Fahr- und Hubantrieben, meist am freien Wellenende. Sie arbeiten im Normalbetrieb oft als Haltebremsen. Erst bei Drehzahl null fällt die Bremse ein und hält die Last sicher. Die Bremsen sind aber auch dafür ausgelegt, Spitzenlasten mit extremer Reibarbeit aufzunehmen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn bei Not-Aus oder Stromausfall abwärts bewegte Lasten aus voller Geschwindigkeit abgebremst werden. 

Neu ist die Roba-Stop M 2000, die in der Version als Haltebremse ein Bremsmoment von 3.500 Newtonmeter erreicht, als Arbeitsbremse bis zu 2.500 Nm. Die Bremse ist in zwei Schutzarten verfügbar: Schutzart IP54 für alle herkömmlichen Anwendungen, bei denen Belastungen durch Staub und Wasser keine große Rolle spielen. Für Outdoor-Anwendungen wie etwa große Baukräne, bei denen solche Bedingungen die Regel sind, ist Schutzart IP66 die bessere Wahl. Sie wird durch eine geschlossene und dichte Ausführung der Bremse erreicht. 

Funktionsweise der Bremse Roba-Stop M

Roba-Stop-M-Federdruckbremse
Die Roba-Stop M ist eine Federdruckbremse.
(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Die elektromagnetische Roba-Stop-M-Federdruckbremse arbeitet nach dem Fail-Safe-Prinzip, das bedeutet, sie ist ausfallsicher. Im stromlosen Zustand ist sie geschlossen, auch bei Stromausfall oder Not-Aus. Wird der Strom eingeschaltet, baut sich in der Bremse ein Magnetfeld auf. Die Ankerscheibe wird dadurch gegen den Federdruck an den Spulenträger gezogen. Der Rotor ist damit frei, das heißt, die Bremse ist gelüftet und der Motor kann frei durchlaufen. Dieses Prinzip hat einen weiteren Vorteil für sicherheitskritische Anwendungen: Auch bei einer Beschädigung der Bremse, verursacht beispielsweise durch Kabelbruch oder Ausfall der Magnetspule, bleibt das Bremsmoment erhalten. 

Seewasserbremse fürs Grobe

Ist mehr Schutz als IP66 gefragt, weil beispielsweise maritime Bedingungen und Seewasser ins Spiel kommen, ist Schutzart IP67 in Kombination mit leistungsstarkem Korrosionsschutz die bessere Wahl. Dies ist bei Hafenkrananlagen oder Deckwinden und Kränen auf Schiffen der Fall. Für solche Anwendungen hat Mayr schon seit einiger Zeit die Roba-Stop S im Programm. Zusätzlich zur hohen Schutzart ist die Bremse je nach Anforderung mit spezieller Seewassergrundierung versehen und erfüllt bei entsprechender Überlackierung durch den Kunden auch höchste Korrosionsschutzklassen nach Din EN Iso 12944. Nun ist ein weiteres Modell in Baugröße 11 erhältlich, das im Standard bis zu 1.200 Nm dynamisches Bremsmoment aufbringt.

Die Bremse Roba-Stop S konzipierte Mayr Antriebstechnik speziell für maritime Anwendungen. Mit Schutzart IP67 und hohem Korrosionsschutz hält sie den Belastungen durch Salzwasser, Seegang und Sturm stand.(Bild:  Mayr Antriebstechnik)
Die Bremse Roba-Stop S konzipierte Mayr Antriebstechnik speziell für maritime Anwendungen. Mit Schutzart IP67 und hohem Korrosionsschutz hält sie den Belastungen durch Salzwasser, Seegang und Sturm stand.
(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Einfache Bremsenmontage sorgt für sicheren Betrieb

Bei schwierigen Einbaupositionen sind neben dem Schutz vor äußeren Einflüssen auch einfache Montage und Handhabung sowie lange Wartungsintervalle wichtig. Durch ihre sichere und solide Konstruktion sind die Sicherheitsbremsen einfach zu handhaben und lassen sich schnell montieren. Das Reibmaterial der Bremsbeläge hat einen hohen Verschleißwiderstand und reduziert damit erforderliche Inspektionen und Ausfallzeiten. Bei Verschleiß der Reibbeläge ist der Wartungsaufwand gering: So muss bei der S-Baureihe lediglich der Luftspalt nachgestellt beziehungsweise am Ende der Lebensdauer der Rotor mit den Reibbelägen ausgetauscht werden. Das ist bei der neuen Baugröße 11 einfacher als bisher: Der Rotor ist von der Bremsrückseite und auch bei montierter Bremse zugänglich. Das erleichtert Service und Wartung unter Extrembedingungen und minimiert Risiken für Crew und Ausrüstung.

Warum die neuen Modelle?

„Wir sind mit unseren robusten Motorbremsen schon verhältnismäßig lange auf dem Markt präsent, auch in extremen Bereichen“, berichtet Produktmanager Andreas Merz. „Unsere Roba-Stop ging 1986 in Serie, wir haben also schon reichlich Erfahrung sammeln können. Wir sehen allerdings deutliche Entwicklungen im Zuge der Elektrifizierung. Elektrische Antriebe werden kompakter und leistungsdichter, sie müssen aber auch bedeutend mehr Drehmoment beherrschen als bisher. Daher gehen wir mit unseren neuen Bremsenmodellen in den Bereich deutlich oberhalb der 1.000 Newtonmeter. Mit unseren neuen XL-Bremsen bedienen jetzt auch wir ein Marktsegment, in dem die Auswahl für den Anwender eher schmal ist.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Wir ebnen den Weg für Partnerschaften mit der Industrie

European Defence Supply
(Quelle: VCG)

Ein Wegweiser für den Einstieg in die europäische Verteidigungsindustrie 

Angesichts steigender Verteidigungshaushalte und der Ausweitung von EU-Programmen leisten zivile Technologieanbieter einen entscheidenden Beitrag zur strategischen Autonomie Europas. Die Konferenz dient als neutrale Plattform für den Dialog zwischen Technologieanbietern, Systemintegratoren und Entscheidungsträgern, die die nächste Generation europäischer Verteidigungsfähigkeiten gestalten, und zielt darauf ab, Brücken zwischen der zivilen Industrie und der Verteidigungsbeschaffung zu schlagen und praktische Einblicke zu vermitteln.