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Scheibe Wie man hydraulisch spannt

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Wo Welle und Nabe miteinander verbunden werden, nutzt man hydraulisch spannbare Schrumpfscheiben. Eine universell einsetzbare Scheibe hat die Schäfer GmbH entwickelt.

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Die Schrumpfscheibe erzeugt eine spielfreie Verbindung, indem sie die Nabe auf die Welle presst.
Die Schrumpfscheibe erzeugt eine spielfreie Verbindung, indem sie die Nabe auf die Welle presst.
(Bild: Schäfer GmbH)

Weiterentwicklung und die Erfüllung von spezifischen Kundenanforderungen sowie höchste Qualitätsansprüche sind heute unerlässliche Voraussetzungen in der modernen Fertigung. Die TAS-SHS Produktreihe von Schäfer wird in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. Vor allem in Windkraftanlagen, auf Hydraulikmotoren und in Getriebeprüfständen sind diese hydraulisch spannbaren Schrumpfscheiben zu finden. Die Hauptfunktion einer Schrumpfscheibe ist das sichere Verbinden einer Welle mit einer Nabe mittels Reibschluss. Beispielsweise zwischen einer Antriebswelle und einer Getriebehohlwelle.

Die Schrumpfscheibe erzeugt eine spielfreie Verbindung, indem sie die Nabe auf die Welle presst. Diese Verbindungsart wird hauptsächlich zur Übertragung von Drehmomenten verwendet. Die Schrumpfscheibe stellt nur die benötigten Kräfte zur Verfügung und überträgt dabei selbst keine Kräfte oder Momente zwischen Welle und Nabe. Sie befindet sich also nicht im Kraftfluss. Bei den SHS Produkten der Firma TAS Schäfer GmbH wurde das Grundprinzip der mechanischen, dreiteiligen Schrumpfscheibe beibehalten. Dabei sind die kraftübertragenden Reibflächen vom hydraulischen System getrennt. Durch diese Trennung kann eine ÖL-Belastung dieser Flächen verhindert werden.

Unterschiede zu anderen Verbindungen

Im Vergleich zu alternativen Verbindungsmöglichkeiten wie dem Verbinden von Welle und Nabe mittels einer Passfeder, entsteht nach der Montage kein Spiel zwischen Welle und Nabe. Dadurch lässt sich ein höheres Drehmoment übertragen. Dies hat zum Vorteil, dass keine zusätzlichen Bewegungen innerhalb der Verbindung bei Beanspruchung auftreten. So wie es bei Passfederverbindungen der Fall ist, welche durch ihre kleineren Auflageflächen und ihr Spiel bei Wechselbelastung nicht besonders stoßfest sind und leicht überlastet werden können.

Außerdem ist keine zusätzliche Fixierung am Bauteil nötig. Gegenüber der Passfeder kann es vorteilhaft sein, dass keine zusätzlichen Nuten in Welle oder Nabe gefräst werden müssen. Dadurch soll mehr Stabilität erhalten bleiben, und es treten geringere Kerbwirkungen auf. Naben und Wellen können daher mit geringerer Wandstärke bzw. mit geringerem Durchmesser verwendet werden.

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