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Robotik

Wie Life-Cycle-Management die Anlagenverfügbarkeit steigert

| Redakteur: Jan Vollmuth

Ein nachhaltiges Sicherstellen der höchstmöglichen Anlagen-Verfügbarkeit geht über das übliche Warten und Instandhalten hinaus. Das Erfolgsbeispiel aus der Automobilindustrie von robotergestützten Lackieranlagen zeigt die Potenziale einer Strategie des Life-Cycle-Management (LCM) von ABB.

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Der Lackierroboter IRB 5500 mit einer Handhabungskapazität von 13 kg führt den Roboter-Zerstäuber in einer Positionswiederholgenauigkeit von 0,15 mm.
Der Lackierroboter IRB 5500 mit einer Handhabungskapazität von 13 kg führt den Roboter-Zerstäuber in einer Positionswiederholgenauigkeit von 0,15 mm.
(Bild: Emil Tavassoli/ABB)

Robotergestützte Anlagen gehören zu den zukunftsträchtigen, wichtigsten und werthaltigsten Investitionsgütern in nahezu allen Branchen des produzierenden Gewerbes. Ihre Verfügbarkeit möglichst über den gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten bildet daher eine wesentliche Aufgabe in der Konstruktion und Entwicklung. Industrieroboter mit ihren aktorischen und vor allem steuerungstechnischen Komponenten bilden die Kopf- und Herzstücke dieser Anlagen. Sie stehen im Zentrum, wenn es darum geht, den langfristigen Erfolg beim Betreiben automatisierter Anlagen zu planen. Denn ein nachhaltiges Sicherstellen der höchstmöglichen Anlagen-Verfügbarkeit geht über das übliche Warten und Instandhalten hinaus.

Potenziale einer Strategie des Life-Cycle-Management

Das Erfolgsbeispiel aus der Automobilindustrie von robotergestützten Lackieranlagen zeigt die Potenziale einer Strategie des Life-Cycle-Management (LCM). LCM basiert auf dem ganzheitlichen Betrachten des Lebenszyklus und integriert zum Beispiel das Ersatzteilkonzept Spareconsulting. Die Zustandsüberwachung und Diagnose mit Connected Services von ABB spürt Fehlerrisiken in der Zukunft der Anlage auf und signalisiert sie dem Roboternutzer. Mit dem Vermeiden von teuren Stillständen und Ausfällen gewinnen Anlagebetreiber bzw. -anwender das Maximum an Verfügbarkeit.

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Robotergestützte Lackieranlagen stellen eine typische Anwendung von Industrierobotern dar. In der automatisierten Produktion bei Automobilherstellern und deren Systemlieferanten haben sie sich zuerst etabliert und prägen inzwischen auch das Bild in Branchen wie der Möbel- oder der Konsumgüterindustrie. Ihr eventueller Stillstand, sei er durch Wartungsarbeiten oder den Ausfall eines Teiles verursacht, wirkt sich meist kostentreibend auf die gesamte Produktion aus. Oft werden Folge-Reparaturen erforderlich. Die damit verbundenen Ausfallzeiten der Lackieranlage und der in Konsequenz betroffenen Produktion kosten meist deutlich mehr als das Beseitigen des Engpasses.

Lebenslang aktiv um eine Anlage kümmern

ABB setzt diesem Kostenrisiko die Strategie des Life-Cycle-Management (LCM) entgegen. Das lebenslange aktive Kümmern um eine Anlage und ihre optimale Anwendung beginnt bei ihrer Auswahl, geht über Planung, Inbetriebnahme, Schulung der Mitarbeiter und begleitende Serviceaktivitäten inklusive Ersatzteilen bis zum eventuellen Reconditioning der gesamten Anlage oder einzelner Teile. Bei den robotergestützten Lackieranlagen spielt das Ersatzteilkonzept Spareconsulting eine wichtige Rolle. Es beginnt bei der Anlagenplanung und reicht über die Wahl der Bauteile bis zu deren Verfügbarkeit als Ersatzteil.

Service-Experten von ABB wirken bereits in der Anlagenplanung mit. Damit haben Technikexperten der robotergestützten Lackieranlagen bei einem großen deutschen Automobilhersteller gute Erfahrungen gemacht. Die Konsultationspartner von ABB beraten bei der Wahl der applikationsspezifischen Bauteile. Dies geht weit über die roboterspezifischen Komponenten hinaus. Im konkreten Fallbeispiel betrifft es Bauteile wie Farbwechselsysteme, Zweikomponentenmischer, Lackierkits für die externen Roboterachsen und Zerstäuber. Hinzu kommen weitere Komponenten bzw. Module der Förder- und Anlagentechnik, z. B. Werkzeugpositionierer und Luftkontroll-Einheiten.

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