Suchen

1. Anwendertreff Industriegetriebe

Wie hochreiner Stahl die Auslegung von Getrieben optimiert

| Redakteur: Sandra Häuslein

Beim Einsatz von Getrieben spielen deren Bauform und eine optimierte Auslegung eine entscheidende Rolle. Letztere lässt sich unter anderem durch bestimmte Werkstoffe optimieren. Welche Möglichkeiten dabei hochreine Stähle bieten, erklärt Gunther Weser von GWJ auf dem 1. Anwendertreff Industriegetriebe.

Firmen zum Thema

Auf dem 1. Anwendertreff Industriegetriebe erklärt Gunther Weser von GWJ welche Möglichkeiten hochreine Stähle bei der Auslegung von Stirnrädern bieten.
Auf dem 1. Anwendertreff Industriegetriebe erklärt Gunther Weser von GWJ welche Möglichkeiten hochreine Stähle bei der Auslegung von Stirnrädern bieten.
(Bild: ©krasyuk - stock.adobe.com)

Die Anforderungen an immer kompaktere Getriebe oder eine immer höhere Leistungsdichte wächst stetig in der Zahnrad- und Getriebeindustrie. Neben verschiedenen Getriebebauformen, der optimierten Auslegung mittels Modifikationen oder auch asymmetrischen Zahnprofilen stellt sich auch die Frage nach dem Werkstoff und dessen Eigenschaften. Für kompakte Leistungsgetriebe oder auch Getriebe hoher Tragfähigkeit wird häufig der Einsatzstahl 18CrNiMo7-6 einsatzgehärtet verwendet. Seit einiger Zeit bietet die Firma Ovako Stahl aus Schweden diesen Einsatzstahl in höheren Qualitäten bzw. in hochreinen Ausführungen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich damit bei der Auslegung von Stirnrädern und was ist dabei zu beachten?

Anwendertreff IndustriegetriebeDas Getriebe ist als mechanische Komponente elementarer Bestandteil im Antriebsstrang. Wie man das richtige Getriebe auswählt und wie die Integration fehlerfrei funktioniert, zeigt unser Anwendertreff Industriegetriebe.
Mehr Informationen: Anwendertreff Industriegetriebe

Engineering-Stähle für Wälzlager- und Verzahnungsindustrie

Die Firma Ovako ist Hersteller von Engineering-Stählen unter anderem für die Wälzlager- und Verzahnungsindustrie. In enger Abstimmung mit Ovako hat GWJ die beiden hochreinen Stähle 159X und 159Q in seine Verzahnungsmodule für Stirnräder implementiert. Beide Stähle basieren auf dem Einsatzstahl 18CrNiMo7-6. Aufgrund deutlich geringerer Verunreinigungen weisen diese Stähle modifizierte Wöhlerkurven auf.

Der 1. Anwendertreff Industriegetriebe findet am 25. Juni 2019 in Würzburg statt.
Der 1. Anwendertreff Industriegetriebe findet am 25. Juni 2019 in Würzburg statt.
(Bild: VCG)

Das heißt, im statischen Bereich sind beide Stähle vergleichbar mit 18CrNiMo7-6. Im Dauerfestigkeitsbereich bietet 159Q jedoch eine um circa 30 % höhere Leistungsfähigkeit für die Flankentragfähigkeit und um 60 % höhere Festigkeit für die Zahnfußtragfähigkeit. Diese höheren Dauerfestigkeitswerte basieren auf internen Untersuchungen der Firma Ovako und wurden mit Untersuchungen am Werkzeugmaschinenlabor WZL sowie am Lehrstuhl für Maschinenelemente – Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau an der TU München verifiziert.

Optimierung bereits bestehender Getriebe-Konstruktionen

Der Stahl 159X weist eine etwas kleinere Leistungssteigerung gegenüber 18CrNiMo7-6 auf und eignet sich damit unter anderem gut bei notwendiger Verbesserung bereits bestehender Konstruktionen. Wie sich dieses Potenzial bei der Auslegung von Zahnrädern und Getrieben nutzen lässt und welche Optimierungen dadurch möglich sind, zeigt Gunther Weser, Geschäftsführender Gesellschafter „Vertrieb und Technik“ der GWJ Technology GmbH, auf dem 1. Anwendertreff Industriegetriebe am 25. Juni 2019 in Würzburg auf.

Das komplette Programm sowie alle Anmeldeinformationen finden Sie hier:

www.anwendertreff-industriegetriebe.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45956102)