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Minimale Messunsicherheit bei extremen Betriebsbedingungen
Die Messtechnik für die Integration in Rotorblättern wird extremen Bedingungen ausgesetzt. Dazu gehören große Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdifferenzen, die in kurzen zeitlichen Perioden immer wieder zu überbrücken sind.
Die Sensorik wird zudem einer dynamisch mechanischen Beanspruchung ausgesetzt.
Darüber hinaus ist eine Windenergieanlage immer ein sehr blitzeinschlaggefährdetes Objekt. Ungeachtet dieser erschwerenden Bedingungen wird eine minimale Messunsicherheit über einen langen Zeitraum vorausgesetzt.
Üblicherweise zerstören Blitzschlagereignisse die verbaute Sensorik im Rotorblatt – auch dann, wenn sie keine Schäden an der Blattstruktur verursachen. Für den Einsatz in Rotorblättern wurde daher von der Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH (HBM) in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen Vanderhoek Photonics ein Deflektionssensor entwickelt, der aufgrund der Bauart absolut unempfindlich gegen Blitzschlagereignisse ist.
Sensor kann nachträglich ins Rotorblatt integriert werden
Der Sensor, kann bereits während der Blattfertigung aber auch nachträglich ins Rotorblatt integriert werden. Das Sensorprinzip nutzt die Winkeländerung einer speziellen glasfaserverstärkten Kunststoffsaite (GFK), die zwischen zwei Befestigungspunkten im Blatt definiert gespannt wird. Der Befestigungspunkt im Blattinneren bildet den eigentlichen Messpunkt (passive Sensoreinheit), der andere Befestigungspunkt befindet sich an der Blattwurzel und wird als „messender Punkt“ – als aktive Sensoreinheit – bezeichnet.
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