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Spannelement

Weniger spannen, mehr kleben

| Redakteur: Lilli Bähr

Zur Emo 2017 präsentiert Fresmak Neuigkeiten zu seinem Projekt T-Grip, einem alternativen Spannsystem, das auf dem Prinzip einfachen Klebens basiert. Es gehört zu einer Gruppe von Spannelementen und kann laut Hersteller sowohl bei ferromagnetischen als auch bei nicht-ferromagnetischen Materialien eingesetzt werden.

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Fresmak präsentiert auf der EMO 2017 sein neues Projekt T-Grip, ein Material zum Spannen von Werkstücken durch Kleben.
Fresmak präsentiert auf der EMO 2017 sein neues Projekt T-Grip, ein Material zum Spannen von Werkstücken durch Kleben.
(Bild: Fresmak)

Fresmak präsentiert auf der diesjährigen EMO sein Projekt T-Grip. Dabei handelt es sich um ein Material zum Spannen von Werkstücken durch Kleben und gehört zu einer Gruppe von Spannelementen, die höhere Spann- und Haftkräfte bieten soll als jede andere im Markt auf fester Einspannung basierende Technologie (ferromagnetisch, nicht-ferromagnetisch, Verbundmaterialien…). Verwendet zur Herstellung von Vorrichtungen und Spannelementen zur mechanischen Bearbeitung von Werkstücken soll es die Fixierung von Werkstücken unter noch geringerer Interferenz mit Maschine und Werkzeugen ermöglichen als jede derzeit verfügbare Technologie. Dies soll die Anzahl der notwendigen Arbeitsschritte verringern, die zur Herstellung komplexer Werkstücke ausgeführt werden müssen. Damit soll es auch die Anzahl der unterschiedlichen Aufspannvorrichtungen reduzieren.

Projekt T-Grip:

T-Grip ist eine neue Lösung für die Bearbeitung komplexer, hochwertiger Werkstücke wie:

  • große Werkstücke mit komplexen Geometrien, deren Bearbeitung mehrere Aufspann-/Bearbeitungsvorgänge in Folge und somit mehrere Spannvorrichtungen erfordert,
  • Werkstücke aus neuen Materialien, besonders nicht-ferromagnetische Materialien, wie Aluminium, Titan und CFK.

Immer häufiger kommen komplexe, hochwertige Werkstücke vor allem in Bereichen mit sehr hohen Anforderungen vor, z.B. bei Luft- und Raumfahrt. Beispiele solcher Werkstücke sind Flugzeugrumpfstrukturen und komplexe Teile von Antriebsdüsen.

In Kooperation mit der Universität Polymat UPV hat Fresmak das alternative Spannsystem T-Grip entwickelt, das auf dem Prinzip einfachen Klebens basiert.

Die wesentlichen Eigenschaften von T-Grip sind:

  • steife Werkstückspannung bei Umgebungstemperatur durch Kleben,
  • Aktivierung und Deaktivierung durch Erhitzen (> 60 °C),
  • leicht und rückstandslos zu reinigen,
  • einfache Herstellung mit Toleranzen unter 0,003 mm zur hochpräzisen Werkstückfixierung,
  • keine Beeinträchtigung des Bearbeitungsbereiches,
  • sehr hohe Klebekraft (1.100 N/cm2).

Dieses System kann laut Hersteller sowohl bei ferromagnetischen als auch bei nicht-ferromagnetischen Materialien eingesetzt werden und funktioniert sowohl bei dünnwandigen Werkstücken als auch bei Werkstücken mit komplexen Geometrien. Bei gleichen Bedingungen soll das System 50 % günstiger als Spannen durch Vakuum und 80 % günstiger als Spannen per Elektromagnet sein. Bei gleichbleibender Komplexität der Werkstücke soll T-Grip die Spannelemente und Spannvorgänge verringern und dabei 70 % günstiger als mechanische Spannsysteme sein. (lb)

EMO 2017: Halle 3, Stand E58

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