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Smart Engineering Day Was Sie beachten müssen, um KI erfolgreich einzusetzen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

KI gilt als Zukunftstechnologie, aber beim Einsatz können Unternehmen einiges falsch machen. Auf dem Smart Engineering Day am 7. Mai in Würzburg erklärt Prof. Dr. Patrick Glauner, warum die meisten KI-Projekte in der Praxis scheitern und gibt Tipps für den erfolgreichen Einsatz der Technologie.

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Künstliche Intelligenz ist ein Thema auf dem Smart Engineering Day. Der Smart Engineering Day will Konstrukteuren Methoden und Tools vorstellen, mit denen sie smarte Produkte und Maschinen effizienter enwickeln können.
Künstliche Intelligenz ist ein Thema auf dem Smart Engineering Day. Der Smart Engineering Day will Konstrukteuren Methoden und Tools vorstellen, mit denen sie smarte Produkte und Maschinen effizienter enwickeln können.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Künstliche Intelligenz als Werkzeug der Digitalisierung soll große Potenziale zur Verbesserung der Effizienz von Geschäftsprozessen und zur Entwicklung neuer Dienstleistungen oder Produkte bieten. Denn erstmals werden digitale Inhalte nicht nur maschinenlesbar gespeichert, übertragen und verarbeitet, sondern durch KI auch inhaltlich verstanden, so dass Entscheidungen wissensbasiert unterstützt werden können. In den letzten Jahren haben viele Unternehmen in Deutschland und Europa damit begonnen, in Künstliche Intelligenz zu investieren. Die meisten KI-Projekte schaffen es jedoch kaum über eine Machbarkeitsstudie hinaus und tragen somit nicht zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei.

KI produktiv einsetzen

Auf dem Smart Engineering Day, den konstruktionspraxis am 7. Mai in Würzburg veranstaltet, steht die Keynote im Zeichen der Künstlichen Intelligenz: Prof. Dr. Patrick Glauner, Professor für Künstliche Intelligenz an der Technischen Hochschule Deggendorf und Geschäftsführender Gesellschafter des KI-Beratungsunternehmen skyrocket.ai, stellt eine Reihe von technischen und organisatorischen Herausforderungen vor, die im Bereich des Maschinenbaus häufig auftreten.

Prof. Dr. Patrick Glauner zeigt auf dem Smart Engineering Day, wieso viele KI-Projekte scheitern und was für den erfolgreichen Einsatz zu beachten ist.
Prof. Dr. Patrick Glauner zeigt auf dem Smart Engineering Day, wieso viele KI-Projekte scheitern und was für den erfolgreichen Einsatz zu beachten ist.
(Bild: Patrick Glauner)

Die Eckdaten

Smart Engineering Day

Datum: 07. Mai 2020
Uhrzeit: 9 bis 17 Uhr
Frühbucher-Rabatt: Bis 31. März 2020
Ort: Vogel Convention Center, Würzburg
Zum Programm

Mit KI finanziellen Mehrwert schaffen

Anschließend werden entsprechende Best Practices vorgestellt und wie diese zu produktiv eingesetzten Anwendungen führen, die schlussendlich einen finanziellen Mehrwert für Unternehmen schaffen. Hierzu werden einige Beispiele aus den Bereichen Konzeption, Entwurf und Ausarbeitung von smarten Maschinen und Anlagen vorgestellt.

Der Vortrag stellt erste Ansätze dafür vor, wie Sie mit Hilfe von KI ein erfolgreiches Unternehmen bleiben, das sich weiterhin in einem immer weiter verschärfenden internationalen Wettbewerb behaupten kann.

Ergänzendes zum Thema
Deutsches KI-Observatorium in Berlin eröffnet

Die Anwendung Künstlicher Intelligenz im Gesellschafts-, Arbeits- und Wirtschaftsleben zu beobachten, weiterzuentwickeln und Handlungsempfehlungen für ihre Nutzung zu formulieren: Das ist Aufgabe des Deutschen Observatoriums für Künstliche Intelligenz in Arbeit und Gesellschaft. Dafür fiel heute am 3. März 2020 der Startschuss in Berlin. Das Observatorium soll einen Beitrag dazu leisten, dass KI in Arbeitswelt und Gesellschaft verantwortungsbewusst eingesetzt wird.

Den digitalen Wandel gestalten

Das KI-Observatorium ist ein Projekt des Think Tanks "Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft" im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Das interdisziplinär arbeitende, achtköpfige Observatoriums-Team verfügt für die Laufzeit bis 2022 über ein Gesamtbudget von 20 Millionen Euro.

Im Vordergrund der Arbeit steht die Vernetzung von Expertise inner- und außerhalb des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Außerdem befähigt und bestärkt das KI-Observatorium gesellschaftliche Akteure im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und setzt damit Impulse bei der Gestaltung des digitalen Wandels.

Die Arbeit des Observatoriums gliedert sich in fünf Handlungsfelder:

  • Technologie-Foresight und Technikfolgenabschätzung
  • KI in der Arbeits- und Sozialverwaltung
  • Ordnungsrahmen für KI und soziale Technikgestaltung
  • Aufbau internationaler und europäischer Strukturen
  • gesellschaftlicher Dialog und Vernetzung

Deutschland braucht Macher, nicht Mahner

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder zur Eröffnung des KI-Observatoriums: "Künstliche Intelligenz wird uns bei unserer Arbeit in allen Branchen in den kommenden Jahren unterstützen: Ärzte werden von KI Diagnose-Unterstützung erhalten, Algorithmen werden bei der Wartung von Maschinen Hinweise geben oder auch Routinearbeiten in der Buchhaltung übernehmen. Bitkom begrüßt, dass das Bundesarbeitsministerium mit dem KI-Observatorium diese Veränderungen in den Blick nehmen will."

Die Debatte um Künstliche Intelligenz brauche dringend mehr Sachlichkeit und Aufklärung. Es gehe um eine Zukunftstechnologie, die irrationale Ängste erzeuge, enormes Potenzial habe und besonders verantwortungsbewusst eingesetzt werden müsse. Dr. Rohleder weiter: "Wir brauchen in Deutschland rund um Künstliche Intelligenz nicht noch mehr Mahner, wir brauchen derzeit vor allem mehr Macher. Wir müssen KI-Anwendungen ausprobieren und beobachten, wie ihr Einsatz sich in der Praxis auswirkt. Nur so können wir auch sinnvolle Regelungen dafür entwickeln und gestalten.“

(ID:46402543)