Künstliche Intelligenz Die Menschen hinter der KI

Quelle: TU Berlin 1 min Lesedauer

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Mit ihrem Forschungsprojekt Data Workers’ Inquiry will die TU-Forscherin Milagros Miceli die unsichtbare Arbeit hinter KI sichtbar machen – ein Appell zum International AI Day.

All zu leicht geraten die Menschen, die für das Funktionieren von KI notwendig sind und dabei teils unter schlechten Bedingungen arbeiten, in den Hintergrund – das Projekt Data Workers’ Inquiry will auf sie aufmerksam machen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
All zu leicht geraten die Menschen, die für das Funktionieren von KI notwendig sind und dabei teils unter schlechten Bedingungen arbeiten, in den Hintergrund – das Projekt Data Workers’ Inquiry will auf sie aufmerksam machen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Zum International AI Day am 16. Juli macht die Technische Universität Berlin auf ein Interview mit Dr. Milagros Miceli aufmerksam. Sie leitet das Projekt Data Workers’ Inquiry, das zum Ziel hat, Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, ohne deren Arbeit künstliche Intelligenz nicht funktionieren würde. Millionen Datenarbeiterinnen und -arbeiter weltweit sortieren, moderieren und kategorisieren Daten. Das tun sie oft unter prekären Bedingungen, für extrem niedrige Löhne und ohne jede Anerkennung, wie die Berliner Hochschule in einer entsprechenden Pressemitteilung schreibt.

Miceli, die neben der TU Berlin auch noch am Weizenbaum-Institut arbeitet, betont: „Ohne ihre Arbeit gäbe es keine KI. Doch die Betroffenen bleiben unsichtbar, ihre Leistungen werden systematisch entwertet“. Mit ihrem Projekt will die Wissenschaftlerin den Menschen hinter der KI zu mehr Sichtbarkeit verhelfen – und ihnen eine Stimme geben. Denn im Rahmen von Data Workers’ Inquiry berichten Datenarbeiter und Datenarbeiterinnen in eigenen Formaten – von Podcasts über Comics bis zu Reportagen – von Ausbeutung, Widerstand und Solidarität.
Im Interview erklärt Milagros Miceli, warum Firmen gezielt auf benachteiligte Arbeitskräfte setzen und die eigentliche menschliche Arbeit hinter KI verschleiern. Sie berichtet von psychischen Belastungen, fehlendem Schutz und konkreten Forderungen der Betroffenen an Politik und Wirtschaft: nach fairer Bezahlung, rechtlicher Absicherung und Anerkennung ihrer Arbeit. „Viele Firmen verkaufen KI als autonome Technologie. Doch sie beruht auf unsichtbarer, menschlicher Arbeit. Diese Realität wollen wir mit unserem Projekt sichtbar machen“, so Miceli.

Das vollständige Interview lesen Sie auf derWebsite der TU Berlin. Informationen zu Data Workers’ Inquiry finden sich auf der Homepage des Projekts.

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