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Was Leitungen nach Cat.7-Standard wirklich können

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Neue Cat.7-Leitungen von Lapp

Cat.7-Leitungen sind also nicht nur sehr schnell, sie sind auch besonders robust – wie die Etherline-Datenleitungen nach Cat.7, die die Stuttgarter Lapp Gruppe im vergangenen Jahr vorgestellt hat, darunter die Etherline Torsion Cat.7; laut Hersteller die erste torsionsfähige und Profinet-konforme Cat.7-Leitung der Welt. Es gibt sie auch als Etherline Cat.7 Flex für die flexible Verlegung in Schaltschränken oder Maschinen. Neu ist die ebenfalls Profinet-konforme Etherline PN Cat.7, die es in fünf Varianten zur festen Verlegung gibt: entweder flammwidrig mit PVC-Mantel unter dem Namenszusatz „Y“ oder halogenfrei und flammwidrig mit FRNC-Mantel oder mit PUR-Mantel halogenfrei, flammwidrig und mit erhöhter mechanischer Robustheit. Außerdem gibt es zwei Varianten zur flexiblen Verlegung („Flex“) mit flammwidrigem PVC-Mantel oder mit halogenfreiem und flammwidrigem FRNC-Mantel.

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Die Etherline Torsion Cat.7 lässt sich auf einer Länge von 1 m um 180° in beide Richtungen tordieren und das mindestens fünf Millionen Mal. Außerdem weist sie dem Hersteller zufolge besonders gute elektrische Eigenschaften auf. Der charakteristische Wellenwiderstand ist mit einer Toleranz von ±5 % besonders gering, erlaubt sind laut Norm circa ±15 %. Das soll die Übertragungseigenschaften auch auf kurzen Distanzen verbessern und eine erfolgreiche Zertifizierung des Übertragungskanals mittels Kabeltester sicherstellen. Zudem wird der Aufwand für Nacharbeiten der installierten Kabelverbindung geringer. Die Leitung ist nach UL CMX gelistet, kann also in Nordamerika für Anwendungen innerhalb und außerhalb von Schaltschränken, in bewegten Maschinenteilen wie im Roboter zur Medienverkabelung eingesetzt werden. „Diese neue Leitung ist ein Beispiel für unseren Anspruch, den wachsenden Anforderungen unserer Kunden stets eine Nasenlänge voraus zu sein“, sagt Georg Stawowy, Vorstand Technik und Innovation der Lapp Holding AG.

Verkabelung in Schaltschränken

Für eine flexible Verlegung, wo nur gelegentliche Bewegungen auftreten, ist die Etherline Cat.7 Flex konzipiert. Damit eignet sie sich für die Verkabelung in Schaltschränken im Maschinen- und Anlagenbau. Aufgrund ihres robusten industrietauglichen Außenmantels ist sie auch für die Verlegung im Inneren von Maschinen gut geeignet. Die Leitung erfüllt AWM-Style, sie darf für Schaltschränke in Nordamerika verwendet werden.

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Aufgrund dünner Aderquerschnitte von AWG26 hat sie einen Außendurchmesser von 6,4 mm und einen Biegeradius vom Vierfachen des Außendurchmessers, das heißt weniger als 26 mm – damit ist sie laut Lapp ideal für Schaltschränke geeignet, in denen es eng zugeht. Enge Biegeradien hält die Leitung aus und sie erreicht die Leistung, die man von einer Cat.7-Leitung erwarten kann.

Ungebremst dank Schaum

Neben den dünnen Aderquerschnitten trägt dazu auch die Schäumung der Aderisolation bei. Das stellt dem Hersteller zufolge sehr gute Übertragungseigenschaften etwa bei der Signaldämpfung über die gesamte Produktlebensdauer sicher. Die Schäumung erfolgt physikalisch, dadurch sind keine zusätzlichen Additive nötig. Die Etherline Cat.7 Flex darf neben Leitungen mit bis zu 1000 V verlegt werden ohne mechanischen Schutz wie Trennstege. EMV-Probleme sind laut Lapp durch die sehr gute Schirmung dennoch ausgeschlossen. Die Leitung ist so präzise gefertigt, dass sie einen charakteristischen Wellenwiderstand von 100 ± 5 Ω aufweist. Damit ist sie für kurze Distanzen geeignet und ermöglicht in Ethernet-Netzwerken dennoch eine Kabellänge von bis zu 60 m.

Kunden von Lapp, die vorwiegend aus Branchen wie dem Maschinenbau, der Robotik aber auch der Bahntechnik oder der Lebensmittelindustrie kommen, erwarten langlebige Leitungen. Auch nach zehn Jahren müssen die Produkte noch die Cat.7-Spezifikation erfüllen. Lapp möchte dies mit einem lückenlosen Qualitätsmanagement im Werk von Ceam Cavi Speciali in Monselice, Italien, sicherstellen. Denn dort werden die Etherline-Leitungen entwickelt und gefertigt.

Hannover Messe 2018: Halle 11, Stand C03

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