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Plug & Play mit einer einzigen Schnittstelle
Herkömmliche Hydrauliksysteme bestehen in der Regel aus einem Antriebsaggregat, separaten Steuerelementen und einem Aktuator. Bei der neuen Linearachse ist alles in einer kompakten und autarken Einheit untergebracht, wodurch sich insbesondere Vorteile in der Inbetriebnahme ergeben. Es ist keine externe Verrohrung notwendig und es existiert nur die elektrische Schnittstelle des Servomotors. Der Motor wird an einen handelsüblichen Servoverstärker angeschlossen und kann dann direkt die Achse bewegen. Ein Ventiltuning oder die Inbetriebnahme eines Hydraulikaggregates ist nicht notwendig.
Der Antrieb kann sowohl mit Lageregelung als auch mit Druck- bzw. Kraftregelung betrieben werden. Ein von MTS Sensor Technologie integriertes Wegmesssystem übernimmt die Lageregelung der Achse. Neben der sehr hohen Energieeffizienz ist der nahezu verschleißfreie Betrieb charakteristisch für die CLDP. Neben der in der Hydraulik gegebenen hohen Überlastsicherheit zeichnet sich die Anwendung durch ihre hohe Lebensdauer aus.
Magnetostriktive Sensorik sorgt für die Lageregelung
Für die Lageregelung des Antriebs hat sich Voith Turbo für den Einsatz eines magnetostriktiven Positionssensors von MTS Sensor Technologie entschlossen. Der verwendete Temposonics RD4 mit SSI-Schnittstelle ist ein Sensor mit abgesetzter Elektronik, der sich besonders für extrem beengte Einbauverhältnisse eignet. Er liefert das Positionssignal an den Servoumrichter oder auch direkt an die angeschlossene Steuerung. Seine spezielle Bauform, bestehend aus Sensorrohr mit abgesetztem Sensorkopf, bietet entscheidende Vorteile hinsichtlich Einbau und Wartungsfreundlichkeit. Das Sensorrohr kann in den Hydraulikzylinder eintauchen, während sich der Sensorkopf mit der Auswerteelektronik extern auf dem Zylinder installieren lässt.
Der Kompaktsensor verfügt über alle Eigenschaften der magnetostriktiven Temposonics-R-Serie-Sensoren: Mit einer Linearität von < 0,02 % F.S. und einer Messwiederholbarkeit von < 0,001 % F.S. erreicht er eine Auflösung von mindestens 10 µm. Ein breites Messlängenspektrum von 25 mm bis 5000 mm sowie analoge, SSI, CANbus-, Profibus-DP- und EtherCat-Schnittstellen machen den Sensor vielseitig einsetzbar. Er verfügt über einen direkten Ausgang für Weg und Geschwindigkeit. LED-Anzeigen im Sensorkopf geben Auskunft über den Sensorstatus.
„Bei der Wahl des Wegmesssystems für die Lageregelung fiel uns die Entscheidung leicht“, so Branz. „Zum einen haben wir mit der Genauigkeit, der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer der Sensoren von MTS Sensor Technologie bereits in anderen Anwendungen bereits gute Erfahrungen gemacht, zum anderen kam aufgrund der sehr kompakten Bauform und des geringen Zylinder-Durchmessers nur ein Messsystem in Frage, das sich auch unter schwierigen Einbauverhältnissen problemlos installieren lässt. Der Temposonics RD4 erfüllt all diese Anforderungen. Zudem unterstützt der Sensor mit seiner Verschleißfreiheit und der langen Lebensdauer vortrefflich den Nachhaltigkeitsgedanken der gesamten Linearachse.“
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