Jahresrückblick 2020: Werkstoffe Von selbstheilenden Materialien bis zu dreidimensionalen Nanobeschichtungen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Redaktion der Konstruktionspraxis hat zum Jahresende noch einmal die meist gelesenen Beiträge des Jahres aus der Rubrik Werkstoffe für Sie zusammengestellt.

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Die Türenteiser für die Belüftung von Autos sind aus Polypropylen und 3D-gedruckt. Das neue PP-Material von HP soll sich ideal für die Produktion von Rohrleitungen, Flüssigkeitssystemen und Behältern im Multi-Jet-Fusion-Verfahren eignen.
Die Türenteiser für die Belüftung von Autos sind aus Polypropylen und 3D-gedruckt. Das neue PP-Material von HP soll sich ideal für die Produktion von Rohrleitungen, Flüssigkeitssystemen und Behältern im Multi-Jet-Fusion-Verfahren eignen.
(Bild: HP)

Das waren die 10 beliebtesten Artikel

Platz 1: HP stellt ein neues Polypropylen-Material für die Additive Fertigung vor. Das Material verfügt über die gleichen Eigenschaften wie in Spritzguss eingesetzte PPs, die vor allem im Automobilsektor verwendet werden:

Platz 2: In vielen Branchen sind komplexe Formen und Oberflächen problematisch für Ingenieure, deren Aufgabe es ist, die Leistungsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig Reibung und Verschleiß langfristig zu reduzieren. GGB, Spezialist für selbstschmierende Gleitlager, hat für diese Fälle innovative tribologische Polymerbeschichtungen entwickelt:

Platz 3: Wassertropfen, die über eine Aluminiumplatte rollen und dabei Schmutzpartikel entfernen? Eine solche selbstreinigende Oberfläche haben Wissenschaftler der TU Dresden und des Fraunhofer IWS entwickelt:

Platz 4: Inspiriert von der Natur hat ein Forscherteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein künstliches Reibungssystem entwickelt, das auf verschiedenen Oberflächen funktioniert. Die Füße von Heuschrecken dienten als Vorbild:

Platz 5: Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und der Pennsylvania State University haben ein weiches Material entwickelt, das sich nach einer Beschädigung innerhalb von einer Sekunde selbst heilen kann. Das von Tintenfischen inspirierte Material könnte das Forschungsgebiet der Soft Robotik revolutionieren:

Platz 6: Einen biologisch abbaubaren Kunststoff auf Holzbasis, mit dem sich komplexe Strukturen im 3D-Druckverfahren herstellen lassen, hat ein Forschungsteam der Universität Freiburg entwickelt:

Platz 7: Der Automobilleichtbau setzt häufig auf teures Carbon. Lorenz Kunststofftechnik bietet als Alternative glasfaserverstärkte Epoxid-Sheet Mould Compounds. Sie haben vergleichbar hohe Festigkeitswerte wie Kohlenstofffasern und sind zudem 50 % günstiger in der Herstellung:

Platz 8: Atomarer Wasserstoff kann bei hohen Temperaturen Metall verspröden lassen. Forscher vom Fraunhofer IWM haben jetzt eine robuste Beschichtung entwickelt, die Stahl wirkungsvoll vor dem Eindringen von Wasserstoff schützt. Die Barrierewirkung dieser sogenannten MAX-Phasen-Schicht ist 3500-mal größer als die von unbehandeltem Stahl:

Platz 9: Festigkeit und Dehngrenze sind bei Anwendungen mit Aluminium entscheidend. Welche Rolle dabei die Wärmebehandlung des Ausgangsmaterials, also der Aluminiumbarren, für die Formstabilität spielt, hat die Alimex GmbH herausgefunden:

Platz 10: Mit „Spatial Atom Layer Deposition“ (SALD) wurde ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem im industriellen Maßstab Beschichtungen aufgetragen werden können, die so dünn sind wie ein einziges Atom:

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