Anbieter zum Thema
Fahrerassistenzsysteme sollen Komfort und Sicherheit erhöhen
Vorausschauendes Fahren hat sehr große Auswirkungen auf den Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch eines Fahrzeuges. Unterstützung hierbei findet der Autofahrer durch Fahrerassistenzsysteme. Diese wurden ursprünglich entwickelt, um den Fahrkomfort und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, bringen jedoch auch zusätzlich Verbrauchsvorteile.
So soll Adaptive Cruise Control (ACC, Abstandstempomat) für einen gleichmäßigeren und damit verschleiß- und verbrauchsarmen Fahrstil sorgen. In neuen Lastwagenmodellen sind ab 2013 Notbremsassistenten vorgeschrieben. Der von der Division Chassis & Safety entwickelte Sensor ASR 300 ist in der Lage, Objekte bis zum vollständigen Stillstand zu verfolgen und somit auch den Lkw langsam herunterzubremsen. Dieses „Follow to Stop“ entlastet den Fahrer vor allem im stockenden Verkehr und verhindert leichte Auffahrunfälle, die lange Staus und damit unnötigen CO2-Ausstoß verursachen.
Das von der Division Chassis & Safety entwickelte Accelerator Force Feedback Pedal (AFFP) hilft dem Autofahrer, selbst im dichten Verkehr den Sicherheitsabstand zu halten und dabei in einem möglichst gleichmäßigen Tempo zu bleiben. Das System greift dabei auf die verschiedenen Fahrzeugsensoren zu, erkennt die beste Geschwindigkeit, um im Verkehr mitzuschwimmen, und zeigt dem Fahrer an, wenn er durch zu viel Gas aus dem optimalen Tempobereich beschleunigen würde. Ergebnis: Das Fahrzeug ist mit gleichmäßiger Motordrehzahl unterwegs, Brems- und Anfahrvorgänge werden deutlich reduziert. AFFP ermöglicht Kraftstoffeinsparungen im zweistelligen Prozentbereich.
Der „elektronische Horizont“ liefert allen anderen Bordsystemen wie Motorsteuerung oder Batteriemanagement die Information, wie der Streckenverlauf vor dem Fahrzeug ist. Auch der Tempomat, andere Fahrerassistenzsysteme oder die Hybrid-Steuerung können die Daten nutzen und zum Beispiel vor einer anstehenden Talfahrt die Akkus entsprechend leer fahren. So wird gewährleistet, dass die beim Bremsen zurückgewonnene Energie bei der Talfahrt (Rekuperation) auch in den Energiespeichern genutzt werden kann.
Der richtige Reifendruck hilft Sprit sparen. Reifendruck-Kontrollsysteme (Tire Pressure Monitoring System, TPMS) erhöhen die Verkehrssicherheit und senken den Verbrauch. Rund 90 Prozent aller Reifenausfälle werden durch einen schleichenden Plattfuß ausgelöst, der vor allem bei hohen Geschwindigkeiten zu schweren Unfällen führt. Das von Interior entwickelte Kontrollsystem kann für jeden einzelnen Reifen getrennt erkennen, ob der Druck um mehr als zehn Prozent vom Sollwert abweicht. Europaweit ließen sich ließen sich jährlich 3,4 Milliarden Euro einsparen, wenn alle Fahrzeuge mit korrektem Luftdruck unterwegs wären.
(Teil 5: Wie sich mit neuem Design und Leichtbau Emissionen verringern lassen)
(ID:312624)