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Lager Vier Neuheiten aus der Wälz- und Gleitlagertechnik

| Redakteur: Lilli Bähr

Wir stellen Ihnen vier Neuheiten aus der Wälz- und Gleitlagertechnik vor: Kegelrollenlager für Extremanwendungen, Pendelrollenlager zur Aufnahme turbulenter Radialkräfte, Gleitlager für Proportionalmagnete sowie ein intelligentes Wälzlager, das seinen eigenen Verschleiß rechtzeitig ankündigt.

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Die Kegelrollenlager von Timken eignen sich für extreme Bedingungen; etwa für hochkorrosive Umgebungen, Höchsttemperaturen, Vakuumbetrieb oder reduzierte Schmierung.
Die Kegelrollenlager von Timken eignen sich für extreme Bedingungen; etwa für hochkorrosive Umgebungen, Höchsttemperaturen, Vakuumbetrieb oder reduzierte Schmierung.
(Bild: The Timken Company)

1. Kegelrollenlager für Extremanwendungen

Die Kegelrollenlager von Timken sind für den Hochleistungs-Einsatz ausgelegt; einschließlich hochkorrosiver Umgebungen, Höchsttemperaturen, Vakuumbetrieb oder reduzierter Schmierung. Zur Auswahl stehen ein-, zwei- und vierreihige Konfigurationen plus Axiallager aus etwa 26.000 Kombinationsmöglichkeiten und in Größen von 8 mm Lagerbohrung bis über 3 m Außendurchmesser. Außerdem bietet das Unternehmen eines der breitesten Sortimente an Gehäuseeinheiten zum Schutz von Pendelrollen-, Kegelrollen-, geteilten Zylinderrollen- und Kugellagern. Die Pendelrollenlager im Massivgehäuse z. B. sind für den Betrieb in hoch verschmutzten Umgebungen ausgelegt.

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2. Pendelrollenlager zur Aufnahme turbulenter Radialkräfte

Die KBT Pendelrollenlager von Knapp Wälzlagertechnik bestehen aus zwei Rollenreihen, die in einer gemeinsamen konkaven Laufbahn käfiggeführt im Außenring abrollen. Der Innenring führt den Käfig und die Wälzkörper. Sie nehmen hohe, oft turbulente Radialkräfte auf, überlagert nehmen sie auch Axialkräfte auf. Trotz oft vorliegender starker Vibration sollen sie verschleißbeständig sein. Sie können dynamische Winkelfehler bis 3,5° aufnehmen. Einsatz finden sie in Vibrationsaggregaten und in Maschinen, die stark beansprucht werden, z.B. in Straßenwalzen, Rüttlern, Sägegattern, Kompressoren, Schiffsantrieben, Windrädern.

3. Für Proportionalmagnete geeignet

Proportionalmagnete sind elektromagnetische Steller für kleine Hübe, die elektrische Energie in proportionale mechanische Arbeit umwandeln. KS-Permaglide-P14-Gleitlager führen dabei den Anker bei geringem Lagerspiel. Das Gleitlager soll über die gesamte Lebensdauer einen niedrigen und konstanten Reibwert bieten, um energetische Verluste gering zu halten. Außerdem soll durch die antistatische Eigenschaft keine elektrische Aufladung erfolgen, bei der Staub angezogen werden kann. Der bleifreie Standardgleitwerkstoff wurde für wartungsfreie, trockenlaufende Anwendungen konzipiert, kann aber auch in flüssigkeits- oder fettgeschmierten Systemen eingesetzt werden.

4. Intelligentes Gleitlager kündigt eigenen Verschleiß rechtzeitig an

Wenn die Baumaschine ausfällt, die Verpackungsanlage stehen bleibt oder das Windrad sich aufgrund eines Lagerausfalles nicht mehr dreht, so ist der Ärger bei Maschinen- und Anlagenbetreiber vorprogrammiert. Daher hat Igus jetzt seine Smart Plastics um das weltweit erste intelligente Gleitlager erweitert. Dieses soll den Verschleiß in extrem belasteten Anwendungen bereits vorab erkennen und dem Anwender rechtzeitig ein Signal geben, wenn das Lager von einem Ausfall bedroht ist.

So sind Wartungen planbar und überraschen zum Beispiel nicht während der Erntesaison Betreiber von Landmaschinen. „Vor allem für schwer zugängliche Lagerstellen und Anwendungen, bei denen keine regelmäßigen Wartungsintervalle geplant sind, haben wir Smart Iglidur entwickelt“, erklärt Stefan Loockmann-Rittich, Leiter des Geschäftsbereiches Iglidur Gleitlagertechnik bei der Igus GmbH.

Individuelle Auslegung

Der Grundkörper des Smart-Iglidur-Gleitlagers besteht aus zwei Komponenten: Dem innenliegenden individuellen schmiermittelfreien Iglidur-Werkstoff sowie einer äußeren harten polymeren Schale, die das Lager schützt. „Der Kunde kann den Werkstoff frei wählen, der optimal für seine Anwendung geeignet ist. Ihm steht dabei die komplette Iglidur-Werkstoffpalette zur Verfügung“, erklärt Loockmann-Rittich.

Um den Verschleiß zu messen, kommt zwischen den zwei Komponenten ein intelligenter Sensor zum Einsatz. Die gemessenen Daten lassen sich auf unterschiedliche Arten seitens der Maschinen- und Anlagenbetreiber integrieren. So gibt es die Möglichkeit mittels einer Kontrolllampe über den Verschleiß des Gleitlagers zu informieren, auch eine Abschaltautomatik ist ein mögliches Konzept der Integration.

Für High-End-Anwendungen können die Daten direkt an eine Steuerung geschickt werden, die diese über das Kommunikationsmodul Icom an ein kundenindividuelles Webinterface zur Instandhaltung weiterleitet und auswertet. Der Anwender kann so über das Endgerät seiner Wahl die Wartung und den Austausch planen.

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