Servoantrieb Verschleißfreier Servoantrieb als Alternative zur elektromechanischen Spindel

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Auf der Motek in Stuttgart und der SPS IPC Drives in Nürnberg präsentiert Voith seinen Servoantrieb CLDP (Closed Loop Differential Pump). Dieser vereint die Vorteile elektromechanischer Antriebe mit denen der Hydraulik. Das ermöglicht eine hohe Energieeffizienz und Leistungsdichte bei nahezu verschleißfreiem Betrieb.

Firmen zum Thema

Der hydraulische Servoantrieb CLDP von Voith lässt sich einfach in neue und bestehende Anlagen integrieren.
Der hydraulische Servoantrieb CLDP von Voith lässt sich einfach in neue und bestehende Anlagen integrieren.
(Bild: Voith)

Der Servoantrieb CLDP ist für alle direkten Linearbewegungen einsetzbar, vor allem wenn Dynamik, Reproduzierbarkeit und Zuverlässigkeit gefragt sind. Für Betreiber sind, neben den Energieeinsparungen, besonders Produktivitätssteigerungen sowie eine höhere Lebensdauer attraktiv. Gegenüber einer elektromechanischen Spindel bietet der CLDP eine höhere Betriebssicherheit aufgrund des automatischen Überlastschutzes. Dank des verschleißfreien Betriebs sind nur geringe Instandhaltungskosten vonnöten; das Wartungsintervall beträgt drei Jahre. Der Servoantrieb deckt einen Leistungsbereich von 10 kN bis 1.000 kN und Geschwindigkeiten von bis zu 1000 mm/s ab. Kraft- und Positionsregelung erfolgen einfach und präzise.

Einfache Systemintegration möglich

Der Servoantrieb ist kompakt konstruiert und in drei verschiedenen Standard-Bauarten erhältlich; linear, orthogonal und parallel. Er benötigt lediglich einen elektrischen Leistungsanschluss und eine Datenschnittstelle für den Servomotor, was eine sehr einfache Systemintegration in neue oder in vorhandene Anlagen ermöglicht.

Bildergalerie

Der Aufbau des CLDP ist einfach. Er basiert auf einer integrierten Servopumpe, die aus Servomotor und Innenzahnradpumpe besteht. Die Bewegung des Servomotors ist direkt mit der Zylinderbewegung verknüpft. So bestimmen Drehzahl und Drehrichtung des Servomotors die Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung des Zylinders. Auf diesem Weg können die unterschiedlichsten Geschwindigkeits- und Fahrprofile unmittelbar realisiert werden. Der autarke Kompaktantrieb arbeitet im geschlossenen Kreislauf. Typische Elemente der Hydraulik, wie das Aggregat, Ventile, Rohre und Schläuche, entfallen.

Mit der Erfassung aktueller Betriebszustände und einer Diagnosefähigkeit der einzelnen Komponenten sowie des Gesamtsystems schafft er darüber hinaus auch ideale Voraussetzungen für eine Integration im Rahmen von Industrie 4.0. (jup)

(ID:43639429)