Keramik

Verschleiß gegen Null mit Komponenten aus Technischer Keramik

Die Lebensdauer verschleißanfälliger Bauteile in Maschinen und Anlagen erhöht sich deutlich, wenn sie aus korrosionsresistenter Keramik hergestellt sind.

| Autor / Redakteur: Christian Montel* / Dorothee Quitter

Das Aufnahme-Nest aus Technischer Keramik (re.) in einer optoelektronischen Prüfanlage ist zu 100 % verschleißfrei bei einem abrasiven Prüfteil – im Gegensatz zu einem beschichteten Nest aus Stahl (li.).
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Das Aufnahme-Nest aus Technischer Keramik (re.) in einer optoelektronischen Prüfanlage ist zu 100 % verschleißfrei bei einem abrasiven Prüfteil – im Gegensatz zu einem beschichteten Nest aus Stahl (li.). (Bild: Sembach)

Die Lebensdauer verschleißanfälliger Bauteile in Maschinen und Anlagen erhöht sich deutlich, wenn sie aus korrosionsresistenter Keramik hergestellt sind.

Alle eineinhalb Sekunden wird in der optoelektronischen Prüfanlage ein Keramikteil geprüft. Über drei Schichten in 24 Stunden. Das sind 40 Teile pro Minute, 2400 Teile in der Stunde und etwa 14.000 Teile während einer Schicht. Damit die Anlage mit dieser Taktrate störungsfrei funktioniert, müssen die Komponenten des Prüfstands wie die Auffädelnadel für das Greifen des Prüfteils in einwandfreiem Zustand sein. Sobald Anzeichen für Verschleiß an den Komponenten auftreten, müssen diese ausgetauscht werden, um das Prüfungsergebnis nicht zu beeinträchtigen. „Bei unserer Prüfanlage mussten wir die Auffädelnadel alle drei Schichten, also ein Mal pro Tag, gegen ein neues Ersatzteil auswechseln“, erklärt Christian Dörner, Leitung Technisches Design Automation bei Sembach Technical Ceramics, die Dimension der Verschleißteil-Wartung am Beispiel der optoelektronischen Prüfanlage bei Sembach.

Im Maschinen- und Anlagenbau gibt es zahlreiche verschleißbeanspruchte Konstruktionsteile wie die Auffädelnadel der optoelektronischen Prüfanlage, die in äußerst kurzen Abständen ausgetauscht werden müssen. Der Bauteilwechsel zieht meist einen Anlagenstillstand sowie Kosten für Wartungsarbeiten und Ersatzteile nach sich. Die Anlagenverfügbarkeit kontinuierlich zu gewährleisten, teure Stillstandzeiten auf ein Minimum zu reduzieren und die Wartungskosten zu senken, gelingt zum Beispiel dann, wenn die von Verschleiß betroffenen Bauteile aus einem besonders widerstandsfähigen Material hergestellt sind.

Erfahrung Maschinenbau trifft auf Know-how Technische Keramik

So ist beispielsweise die Technische Keramik dank ihrer spezifischen Eigenschaften wie hohe Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit ein verschleißarmer Werkstoff, der Metall und Kunststoff ersetzen kann.

Die Firma Kubat Mechanik, seit 1982 im Bereich Automationstechnik und Sondermaschinenbau tätig, hat die Vorteile Technischer Keramik erkannt und sie bei der Firma Sembach eingesetzt. Kubat plant, konstruiert, fertigt und montiert seit über zehn Jahren maßgeschneiderte Bearbeitungs- und Messanlagen für den Anbieter Technischer Keramik. Auf den Impuls von Sembach hin entwickelten die beiden Partner Ideen, wie die verschleißfeste Keramik Bauteile aus Metall und Kunststoff in unterschiedlichen Varianten von optoelektronischen Prüfanlagen für keramische Bauteile ersetzen kann.

Die ersten beiden Prüfanlagen wurden vor einem halben Jahr mit keramischen Komponenten ausgestattet, eine weitere Anlage befindet sich noch im Umrüstungsprozess. Christian Dörner beschreibt die Zusammenarbeit: „Gerade bei komplexeren Anlagen vertrauen wir auf das tiefgehende technische Know-how und die Erfahrung von Kubat. Wir dagegen sind die Keramiker, wir kennen die Stärken dieses Werkstoffs und wissen, wann und wo wir ihn einsetzen können.“

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