Unterpulverschweißen Unterpulverschweißen dickwandiger Werkstücke

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Oerlikon Schweißtechnik hat mit OP 41TTW ein Schweißpulver entwickelt, das beim Unterpulverschweißen einen geringeren Festigkeitsverlust bei vergleichbarer Glühdauer ermöglicht.

Firma zum Thema

Das neue OP 41TTW erhöht beim UP-Schweißen die Wirtschaftlichkeit und die technisch-qualitativen Möglichkeiten.
Das neue OP 41TTW erhöht beim UP-Schweißen die Wirtschaftlichkeit und die technisch-qualitativen Möglichkeiten.
(Bild: Oerlikon)

Kommt es beim Schweißen auf Wirtschaftlichkeit und Qualität an, liegt das Unterpulver(UP)-Schweißen vorne. Das gilt besonders für das Fügen dicker Bleche und langer Nähte. Anwendungsbeispiele sind große Blechtafeln, dickwandige Rohre und Behälter in der chemischen, petrochemischen, Kraftwerk-, Offshore-, Werft-, Windanlagenindustrie sowie beim Brücken- und Stahlbau. Je dicker die Bleche, desto höher sind beim Schweißen die im Material entstehenden Spannungen. Der "Spannungsabbau" oder das Umwandeln des Gefüges unterstützt eine anschließende Wärmebehandlung. Mit der Blechdicke steigt die erforderliche Glühdauer, und parallel sinkt die Festigkeit im Schweißgut. Oerlikon Schweißtechnik entwickelte und bietet jetzt ein Schweißpulver an, das diese Nachteile drastisch verringert.

Bauteile mit großen Wanddicken verschweißen

Verglichen mit anderen fluorid-basischen Schweißpulvern ruft OP 41TTW einen wesentlich geringeren Festigkeitsverlust bei vergleichbarer Glühdauer hervor. Daraus resultieren zwei entscheidende Vorteile: Erstens können Bauteile mit noch größeren Wanddicken verschweißt werden, ohne dass die Festigkeit des Schweißgutes unter den zulässigen Wert abfällt. Zweitens können Drahtelektroden mit einem geringeren Legierungsniveau trotzdem die geforderte Festigkeit erreichen. Dies spart Kosten und erhöht die Wirtschaftlichkeit des UP-Schweißens weiter. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass das Schweißgut die für fluorid-basische Nähte üblichen hohen Zähigkeiten auch bei tiefen Temperaturen erreicht - und dies sowohl im ungeglühten als auch im wärmebehandelten Zustand.

Pulver erzeugt ein Schweißgut mit hoher metallurgischer Reinheit

OP 41TTW ist ein agglomeriertes fluorid-basisches Schweißpulver zum Fügen unlegierter und niedriglegierter Feinkornbau- sowie CrMo-Stähle, speziell für diejenigen Anwendungsfälle, die lange Wärmebehandlungen erfordern. Das Schweißpulver nimmt keine Feuchtigkeit auf, erzielt ein niedriges Niveau an diffusiblem Wasserstoff und erzeugt ein Schweißgut mit hoher metallurgischer Reinheit. Das Pulver ist zum Gleichstrom- ebenso wie zum Wechselstromschweißen einsetzbar. Das gilt für Eindraht- und Tandemprozesse. Dank der sehr gut entfernbaren Schlacke ist das Schweißpulver ebenfalls für Engspaltnähte gut geeignet. Schweißfachingenieure in Kraftwerken wählen es deshalb zum Beispiel beim Schweißen von Reaktordruckbehältern und Dampfturbinen oder beim Fügen von Druckerzeugern und Sicherheitstanks. (jup)

(ID:42710807)