DLR Design Challenge 2026 TU Berlin entwickelt Siegerentwurf für Forschungsflugzeug

Quelle: DLR 2 min Lesedauer

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16 Studierendenteams haben bei der zehnten DLR Design Challenge Entwürfe für ein neuartiges Kleinflugzeug als fliegenden Versuchsträger entwickelt. Den ersten Platz vergab die Jury an das Team der Technischen Universität Berlin.

Die zehnte DLR Design Challenge verbindet Nachwuchsförderung mit Forschung für die Luftfahrt von morgen. Durchgesetzt hat sich in diesem Jahr das  Flugzeugkonzept Hydra.(Bild:  TU Berlin/HYDRA)
Die zehnte DLR Design Challenge verbindet Nachwuchsförderung mit Forschung für die Luftfahrt von morgen. Durchgesetzt hat sich in diesem Jahr das Flugzeugkonzept Hydra.
(Bild: TU Berlin/HYDRA)

Im Mittelpunkt der DLR Design Challenge stand die Entwicklung eines neuen Kleinflugzeugs, das als fliegender Versuchsträger für Technologien der zukünftigen Luftfahrt dienen kann. Der Entwurf sollte so praxisnah sein, dass das Flugzeug bereits in den kommenden Jahren gebaut und erprobt werden könnte. Der erste Platz ging an die TU Berlin für das Konzept Hydra. 

Flexible Plattform für neue Luftfahrttechnologien

Ziel der Challenge war es, eine Forschungsplattform für Technologien zu entwerfen, die künftig in kommerziellen Verkehrsflugzeugen zum Einsatz kommen könnten. Die Studierenden sollten zunächst relevante Zukunftstechnologien identifizieren und anschließend zeigen, wie sich diese unter realen Flugbedingungen untersuchen lassen.
Ein modularer Aufbau sollte dabei ermöglichen, unterschiedliche Systeme und Antriebe mit möglichst geringem Aufwand zu erproben. Die Konzepte mussten außerdem ausreichend Platz für Messequipment und Flugtestpersonal bieten.

Drei Teams ausgezeichnet

  • Die Jury überzeugte beim Siegerentwurf HYDRA vor allem die synergetische Auswahl der Technologien. Der modular austauschbare Antriebsstrang ermöglicht eine schnelle Umrüstung zwischen verschiedenen Konfigurationen. Dadurch können unterschiedliche Luftfahrttechnologien zeitnah in einem gemeinsamen Forschungsflugzeug erprobt werden.
  • Den zweiten Platz belegte das Team der TU Braunschweig mit KANGAROO. Der Entwurf konzentriert sich auf die Erprobung von Wasserstoffantrieben in großer Flughöhe und die damit verbundenen technischen Herausforderungen.
  • Der dritte Platz ging an das Team der RWTH Aachen mit HYDRA-X. Das Konzept legt einen besonderen Schwerpunkt auf ganzheitliche Methoden für den Flugzeugentwurf. Auch die Präsentation des Teams überzeugte die Jury.

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Brücke zwischen Forschung und Flugbetrieb

Der Übergang von Labor- und Bodenversuchen in den realen Flugbetrieb gehört zu den größten Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Luftfahrttechnologien. Technische, regulatorische und wirtschaftliche Hürden können diesen Prozess erheblich verlängern. Entwicklungs-, Zertifizierungs- und Erprobungszyklen sind in der Luftfahrt häufig lang und aufwendig. Fliegende Versuchsträger können hier eine wichtige Verbindung zwischen Forschung und späterer Anwendung schaffen. Mit ihnen lassen sich Technologien im Zusammenspiel testen, Messdaten unter realen Betriebsbedingungen erheben und technische Risiken frühzeitig erkennen.

Vier Monate Entwicklungsarbeit

Für ihre Entwürfe hatten die 16 Teams rund vier Monate Zeit. In dieser Zeit durchliefen sie einen Entwurfsprozess, der sich an der Entwicklung realer Flugzeuge orientierte. Erstmals wurden die Studierenden dabei von erfahrenen DLR-Fachleuten als Mentorinnen und Mentoren unterstützt.
Ausgerichtet wurde die DLR Design Challenge gemeinsam vom DLR-Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt und dem DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Wir ebnen den Weg für Partnerschaften mit der Industrie

European Defence Supply
(Quelle: VCG)

Ein Wegweiser für den Einstieg in die europäische Verteidigungsindustrie 

Angesichts steigender Verteidigungshaushalte und der Ausweitung von EU-Programmen leisten zivile Technologieanbieter einen entscheidenden Beitrag zur strategischen Autonomie Europas. Die Konferenz dient als neutrale Plattform für den Dialog zwischen Technologieanbietern, Systemintegratoren und Entscheidungsträgern, die die nächste Generation europäischer Verteidigungsfähigkeiten gestalten, und zielt darauf ab, Brücken zwischen der zivilen Industrie und der Verteidigungsbeschaffung zu schlagen und praktische Einblicke zu vermitteln.

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