Linearmodule Modulares XY-Portal öffnet Weg in neue Branchen

Von Hiwin 4 min Lesedauer

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Da die Automobilmärkte stagnieren, wagt sich der Sondermaschinenbauer Gluth an ein anspruchsvolles Pilotprojekt, mit dem er neue Tätigkeitsfelder erschließen will: ein präzises XY-Portal für die Handhabung von Alu-Profilen. Als Partner und Zulieferer von Linearmodulen stößt Hiwin dazu.

Gluth entwickelte ein hochpräzises XY-Portal mit Hiwin-Komponten. (Bild:  Hiwin)
Gluth entwickelte ein hochpräzises XY-Portal mit Hiwin-Komponten.
(Bild: Hiwin)

In Straubing, wo Gluth Systemtechnik GmbH seit Jahrzehnten als Anbieter im Sondermaschinenbau – insbesondere für die Automobilindustrie – zu Hause ist, beginnt sich etwas zu verändern. Die bekannten Märkte stagnieren, und die Unternehmen suchen jenseits des Gewohnten nach Perspektiven. 

Gluth geht deshalb jetzt einen Weg, den viele scheuen: Das Unternehmen erschließt neue Felder und investiert gezielt in innovative Branchen. Um seine Chancen zu nutzen, braucht es einen Partner als Beschleuniger– durch Service, kurze Lieferzeiten und die Bereitschaft, Prozesse gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Baustein der strategischen Öffnung des Sondermaschinenbauers war ein aktuelles Pilotprojekt in der Automatisierung, bei dem präzise Handhabungs- und Positionierprozesse für einen neuen Endkunden realisiert wurden. Dieses Projekt ließ vieles offen und machte gleichzeitig alles möglich.

Zwischen Unsicherheiten, Ideen und echtem Fortschritt

Das XY-Portal ist aus Linearmodulen mit Spindelantrieb, Kugelgewindetrieben, Festlagereinheiten und Profilschienenführungen von Hiwin aufgebaut. (Bild:  Hiwin)
Das XY-Portal ist aus Linearmodulen mit Spindelantrieb, Kugelgewindetrieben, Festlagereinheiten und Profilschienenführungen von Hiwin aufgebaut.
(Bild: Hiwin)

Wie bei Pilotprojekten üblich, waren die Rahmenbedingungen zu Beginn vage. Die Aufgabe jedoch war eindeutig: Aufbau einer Prototypanlage, die unterschiedliche Aluminiumprofile sicher handhabt, ein Funktionsbauteil einführt und dabei exakt positioniert. Der neue Endkunde stellte dabei hohe Ansprüche an Qualität und Dokumentation. 

Parallel zu den Kundenprozessen entwickelte sich daher auch die Konstruktion weiter – ein typischer Verlauf bei Pilotprojekten. Besonders herausfordernd war die Frage, wie viele Achsen die Anlage letztlich benötigt und wie diese optimal ausgelegt sein müssen. Statt höchster Präzision im Mikrometer‑Bereich standen bei dieser Anwendung vor allem ein zuverlässiges Handling, hoher Durchsatz sowie eine robuste und langlebige Auslegung im Fokus.

Für das Projekt benötigte der Sondermaschinenbauer einen Partner, der das gemeinsame Ziel versteht, flexibel reagiert und technisch zuverlässig liefert. Hier kam die Hiwin GmbH ins Spiel. „Wir haben viele Schleifen gedreht“, erinnert sich Matthias Murer, stellvertretender Leiter der mechanischen Konstruktion bei Gluth. „Aber das ist normal – wichtig ist, dass man gemeinsam vorankommt.“ 

Die Linearmodule sind das zentrale Element des Portals.(Bild:  Hiwin)
Die Linearmodule sind das zentrale Element des Portals.
(Bild: Hiwin)

Der gemeinsame Fortschritt gelang durch ein modular aufgebautes, robustes und wiederholgenaues XY‑Portal, das Gluth aus aufeinander abgestimmten Hiwin-System-komponenten entwickelte. „Wir haben letztlich unsere HM-S-Linearmodule mit Spindelantrieb, nochmals separat gelieferte gerollte Kugelgewindetriebe, Festlagereinheiten und unsere Profilschienenführungen der HG-Baureihe geliefert“, erzählt Johannes Bruckmeier vom Hiwin-Außendienst. Der Antriebstechnikspezialist hat für verschiedene Anforderungen passende Bewegungs- und Positioniereinheiten im Sortiment, die aufeinander abgestimmt und skalierbar sind. 

Zentrales Element der Lösung sind die eingesetzten Linearmodule. Für das Projekt und den Anwender entscheidend waren die hohe Steifigkeit der Linearmodule, effizienter Bauraum‑Nutzen – auch bei langen Hüben – sowie die Möglichkeit, aus den Linearmodulen ohne zusätzlichen Aufwand ein vollständiges Mehrachssystem aufzubauen. Zudem ließ sich das System reibungslos in die bestehende Steuerungsarchitektur integrieren. 

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Standardisierung als Erfolgsprinzip

Sowohl Gluth als auch Hiwin setzen bei Pilotprojekten auf technisch ausgereifte Basiskomponenten, gepaart mit der Möglichkeit, projektspezifische Anforderungen schnell und sicher umzusetzen. Das neu entstandene XY-Portal auf Basis von Hiwin-Komponenten passt gut in die Gluth‑Standardplattform Glufee. Dessen strategisches Erfolgsrezept besteht aus modularen Strukturen und die Wiederverwendung bestehender Systeme, um Entwicklungszeiten zu verkürzen. Dies war auch ein wesentlicher Grund für die spätere positive Bewertung des Projekts. 

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Gluth arbeitet bereits seit Jahren mit Hiwin zusammen und nutzt unter anderem dessen Kugelgewindetriebe und Profilschienenführungen. Im Pilotprojekt wurden erstmals auch Linearachsmodule des Antriebstechnikspezialisten eingesetzt. Die Vorauswahl dafür traf der Maschinenbauer mithilfe eines online verfügbaren Auslegungstools von Hiwin. „Zur Absicherung und Optimierung der Komponenten hat uns der technische Innendienst zusätzlich unterstützt“, berichtet Matthias Murer von Gluth. „Diese Kombination aus digitalen Tools und der persönlichen Beratung gibt einem das gute Gefühl, wirklich die richtige Auswahl getroffen zu haben.“

Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht des Sondermaschinenbauers: Die im Tool ausgewählten Komponenten können direkt über den Hiwin-Webshop bestellt werden. Dieser Prozess beschleunigt und vereinfacht den Einkauf: „Für uns im Einkauf ist das ebenfalls ein echter Mehrwert“, bestätigt Markus Herb, der bei Gluth im Einkauf tätig ist. „Wir sehen sofort Preise, Verfügbarkeiten und können die empfohlenen Komponenten ohne Umwege bestellen.“ Diese Transparenz und Geschwindigkeit bieten in dieser Form nur wenige Anbieter.

Partner erweist sich als zuverlässig

Die Kombination aus digitalen Tools, persönlicher Beratung und einem unkomplizierten Beschaffungsprozess macht Projekte spürbar erfolgreicher. „Außerdem hat uns Hiwin in diesem Projekt einmal mehr durch seinen schnellen, kundenorientierten und pragmatischen Service überzeugt“, ergänzt Herb. „Als dann doch einmal etwas schiefging, lag innerhalb einer Woche der Ersatz auf dem Tisch. Kein großes Aufheben, keine langen Wartezeiten – einfach eine Lösung. Das war für uns ein starkes Signal: Auf diesen Partner ist Verlass.“

Für Gluth war das Projekt ein wichtiger Schritt in Richtung neuer Märkte. Für Hiwin ist es der Beleg, dass die Qualität der Komponenten und der kundenorientierte Service auch in anspruchsvollen Pilotprojekten überzeugen. Gemeinsam haben beide Unternehmen nicht nur eine Maschine realisiert, sondern auch eine neue Perspektive geschaffen. Die Türen zu neuen Branchen stehen offen.