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Elektromotor Torquemotoren RIB stehen für mehr Produktivität, Qualität und Präzision

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

INA – Drives & Mechatronics hat auf den diesjährigen Herbstmessen u. a. seine thermisch optimierten Direktantriebe in den Fokus gestellt. Sie sollen – je nach Betriebsstrategie – die Produktivität steigern oder den Energieverbrauch reduzieren.

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Mehr Leistungsdichte oder weniger Energieverluste bieten die optimierten RIB-Torqueantriebe.
Mehr Leistungsdichte oder weniger Energieverluste bieten die optimierten RIB-Torqueantriebe.
(Bild: Schaeffler)

Die INA – Drives & Mechatronics AG & Co. KG (IDAM) hat auf den Herbstmessen 2016 u. a. die Torqueantriebe der Baureihe RIB in den Fokus gestellt. Die optimierten Wärmeübergangswiderstände in diesen Torqueantrieben sollen nicht nur zu einem deutlich kühleren Motor führen, sondern auch zu einem thermisch stabileren System und damit zu mehr Qualität und Präzision. Im Vergleich zur Vorgängerbaureihe RI können die RIB-Torquemotoren je nach Betriebsstrategie bis zu 20 % mehr Maximalmoment (Auslegungsstrategie „Momentoptimierter Motor“) oder aufgrund geringerer Auslastung im gleichen Arbeitspunkt mit 30 % weniger Wärmeverlustleistung (Auslegungsstrategie „Verlustoptimierter Motor“) betrieben werden.

Momentoptimierter oder verlustoptimierter Motor

Die Variante „Momentoptimierter Motor“ bietet sich bei Großserienfertigungen an, bei denen die auszulegende Achse (Antrieb) einen Engpass in der Produktion darstellt und die Leistungsfähigkeit der Fertigungslinie begrenzt. Auf den Fertigungsprozess hin werden die Antriebe so ausgelegt, dass der Bauraum maximal genutzt und die höchste für den Prozess sinnvolle Antriebsleistung installiert wird. Beim „Verlustoptimierten Motor“ hingegen wird der Antrieb bewusst etwas überdimensioniert. Die Motortemperatur bzw. die Wärmeverlustleistung des Motors ist im Betrieb deutlich geringer und die Systemgenauigkeit steigt. Als Folge hieraus nehmen Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit zu. Die “Überdimensionierung” bedingt jedoch meist einen etwas höheren Preis.

Konstruktiv sollen sich die Mehrkosten teilweise kompensieren lassen, indem man die aktive Magnetlänge an die Anwendung anpasst und den Bauraum so optimal ausnutzt. Die Motoren der Baureihe RIB sind bei IDAM als Einbaumotoren bestehend aus Rotor und Stator oder als Komplettantriebe (Drehtische) erhältlich.

High-End-Antriebe für Productronic und Robotik

Die RIB-Motoren sollen sich als Komplettantriebe eignen, aufgrund ihrer hohen Dynamik und der hohen Regelgüte für äußerst dynamische Bewegungen und präzise Positionierungen, wie sie in der Automatisierung und in der Productronic üblich sind. Aktuelle Entwicklungen zeigen das Potenzial der RIB-Motoren außerdem als Direktantriebe in Roboterarmen. Ihre hohen Beschleunigungen und die genaue Positionierung prädestinieren sie laut IDAM für den Einsatz in den Handachsen von Knickarm-Robotern. (sh)

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