Ultraschallsensorik

Technologiestudie für einen Bahnkantensensor

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Rüstvorgang überflüssig

Häufig werden bei Applikationen in einer Maschine beide Kanten einer Materialbahn abgetastet. Bei Formatwechseln müssen bisher Bahnkantensensoren mechanisch auf die neue Formatbreite eingestellt werden, da diese nur einen Messbereich von 12 mm bzw. 35 mm abdecken. Deshalb sind die Bahnkantensensoren auf mechanische Lineareinheiten montiert, die sich elektrisch verstellen lassen. Bei einem Bahnkantensensor mit entsprechend großem Messbereich könnte man auf diese mechanischen Verfahreinrichtungen und den zusätzlichen Rüstvorgang gänzlich verzichten.

Der geplante Bahnkantensensor eröffnet völlig neue Einsatzgebiete für den Anlagen- und Maschinenbau aufgrund des großen Messbereiches. So ist es beispielsweise möglich, dass man damit sogar zwei schmale Materialbahnen gleichzeitig abtasten kann. Bei schmalen Bahnen kann neben der Bahnlage zusätzlich die Bahnbreite erfasst werden. Ferner können bei der gleichzeitigen Abtastung von zwei Bahnen beispielsweise diese auf gleiche Bahnbreite überwacht werden.

Breiter Messbereich

Die Technologiestudie BKS+8/37/FIU verpackt seinen breiten Messbereich in einem robusten Metallgehäuse. Die vier Befestigungspunkte erlauben eine sicher Montage mit versenkten Schraubenköpfen. Das Gehäuse hat Außenabmessungen von 430 mm x 120 mm x 46 mm bei einer Gabeltiefe von 374 mm und einer Gabelweite von 80 mm. Der 5-polige M12-Initiatorstecker befindet sich auf der Unterseite des Sensors. Neben Versorgungsspannung liegen am Stecker ein Analogausgang 4 bis 20 mA und 0 bis 10 V, ein interner Kommunikationskanal und ein Push-Pull-Schaltausgang auf. Der Sensor kann mit Hilfe der LinkControl-Software, eigens von microsonic entwickelt, parametrisiert werden. Optional kann der Bahnkantensensor auch vollständig unter IO-Link eingestellt und betrieben werden. Mit der IO-Link-Schnittstelle werden die Voraussetzungen für einen lückenlosen Austausch von Prozessdaten und Servicedaten zwischen der Systemsteuerung und dem Bahnkantensensor geschaffen.

Ein vergrößerter Teach-in-Taster und ein LED-Leuchtband sorgen für eine klare Geräteorientierung, die besonders in Umgebungen mit hoher Staubbelastung wichtig ist. Bedien- und Anzeigenelemente sind so groß wie möglich und leicht auffindbar, welches eine einfache Bedienung des Sensors ermöglicht. Mit dem Teach-In-Taster auf dem oberen Gabelschenkel kann der Bahnkantensensor in seiner Grundfunktion schnell auf das Bahnmaterial eingestellt werden. Der Ultraschallsensor ist mit einem LED-Leuchtband ausgestattet, das gleichzeitig die Bahnkante bzw. die Bahnbreite des Materials anzeigt.

Bei einem Messbereich von 320 mm erreicht der Bahnkantensensor am Analoggausgang eine Auflösung von 0,1 mm; über IO-Link kann der Messwert mit einer Auflösung von 0,01 mm ausgelesen werden. Bei konstanten Umgebungsbedingungen kann die Wiederholgenauigkeit mit 0,1 mm angegeben werden. (jv)

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