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Technische Kommunikation Technik einfach verständlich machen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Um Hightech-Entwicklungen im Bereich von Generatoren für Windkraftwerke anschaulich kommunizieren zu können, setzt Venpower auf den Solidworks Composer.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Venpower hat ein alternatives Prinzip für die Stromerzeugung in Windkraftanlagen entwickelt.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Venpower hat ein alternatives Prinzip für die Stromerzeugung in Windkraftanlagen entwickelt.
(Bild: Venpower)

Ein Ingenieur kann die tollsten Erfindungen machen, Patente einreichen, Patente erhalten; aber wenn’s keiner weiß, wird kein Erfolg daraus. Darum ist gerade im Ingenieursumfeld Kommunikation so wichtig: Intern und ganz besonders nach außen. Um dabei optimal zu unterstützen, sind in den letzten Jahren intelligente Software-Pakete entwickelt worden. Sie bilden eine Brücke zwischen Konstruktion und Dokumentation/Kommunikation/Marketing. Ein solches Tool ist der Solidworks Composer; im Besitz von Dassault Systemes wird er von den Solidworks-VAR in die Märkte getragen, z. B. von der DPS Software GmbH.

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Ein Unternehmen, welches die damit verbundenen Chancen rechtzeitig erkannt hat, ist die Venpower GmbH im brandenburgischen Neuruppin. Venpower macht mit seinen heute 10 Mitarbeitern Hightech vom Feinsten. Im Mittelpunkt stehen neue Generatoren für Windkraftwerke, geeignet für hohe Leistungen ab 3 MW – nach oben offen bis zu 8 oder 10 MW oder mehr. Entwickelt, konstruiert und berechnet wurde die neue Technik von Venpower-Geschäftsführer Peter Hein und seinem Team. Hein hat die Grundlagen bereits als Angestellter eines großen deutschen Elektro-Unternehmens erarbeitet, wo er als Konstrukteur, Berechner und Implementeur von elektrischen Großmaschinen tätig war. „Da ich elektrischer Maschinenberechner war, habe ich die Vor- und Nachteile verschiedener Maschinentypen kennengelernt und daraus meine Lehren gezogen“, so Peter Hein. Er konnte erkennen, dass für zukünftige WKA, mit sehr viel höheren Leistungen als damals üblich, neue Generatoren nötig waren. Darauf hat er seine Entwicklungen ausgerichtet.

Neues Prinzip für die Stromerzeugung

Das Grundprinzip folgt der Flux Switching-Maschine – in etwa Fluß-Schalt-Prinzip. „Eine deutsche Übersetzung gibt es nicht. Wir haben daher den Namen ‚Permavent‘ dafür kreiert“, erklärt Hein. In Folge wurde die PM-Generators GmbH im August 2009 gegründet mit dem Ziel, Generatorsysteme für Windkraftanlagen oberhalb einer Leistung von 3 MW zu entwickeln, zu fertigen und zu vertreiben. Sie sollen sowohl für Anlagen offshore als auch onshore geeignet sein. Im November 2015 erfolgte eine Umbenennung des Unternehmens in Venpower. Neben der Maschine selbst entstand ein angepasster Vollumrichter, der das System vervollständigt hat. Die wichtigsten Vorteile des Systems sind:

  • Hoher Wirkungsgrad, auch bei Teillast
  • Modularer Aufbau des gesamten Generators
  • direkte Einspeisung ins Netz.

Inzwischen ist sich Peter Hein sicher: „Nur mit unserem System können heute und in den nächsten Jahren Anlagen von mehr als 3 MW technisch und kommerziell aufgebaut und betrieben werden.“

Von Anfang an das passende CAD-System

Als Peter Hein begann, ein CAD-System für sein Unternehmen zu suchen, hat er zunächst geschaut, welcher Hersteller eine Demo-Version zum selbst ausprobieren anzubieten hatte. Fündig wurde er bei Solidworks, wo es auch ein Buch zur Anleitung gab. „Mit Hilfe dessen konnte ich mir ein eigenes Bild machen. Ich fand, dass das System leicht zu erlernen war, ich habe 3 Tage gebraucht, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hat in meinen Augen gepasst.“ Nach einiger Zeit hat er sich dann für den Kauf dieses Systems entschieden: „Ich kam dann zu DPS, weil die ein Büro in Berlin hatten, wo auch ich wohnte. Weil ich dort nette und kompetente Leute vorfand und weil sie eine Informationsveranstaltung hatten, die mich überzeugt hat“, erinnert sich Hein. Heute umfasst die Installation bei Venpower drei Lizenzen. Mit der Betreuung durch DPS ist man sehr zufrieden.

Neben der Konstruktion mechanischer Baugruppen setzt man auch Solidworks Simulation für die Berechnung und Optimierung linearer Systeme ein. Solidworks Simulation ist im CAD-System integriert und somit für jeden Konstrukteur auch verfügbar, um an seinen Teilen und Baugruppen FEM-Analysen durchzuführen. „Als drittes Element – wenn man so will – haben wir 2013 den Solidworks Composer eingeführt“, wie Anne Neumann, Systemadministratorin und Anwenderin des Composers ausführt.

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