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Fahrsicherheit

Supersportwagen aufs Glatteis geführt

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Das Fahrzeug auch für kritische Situationen sicher machen

Für Jauregui und seine Kollegen beginnt der Tag in Nordschweden bereits früh. Obwohl die Sonne erst in einigen Stunden aufgeht, beleuchten große Flutlichter die verschiedenen Streckenmodule auf Land und auf Teilen des riesigen zugefrorenen Sees. „Zuerst testen wir das ABS auf einer einseitig vereisten Fahrbahn. Später stimmen wir die Fahreigenschaften auf einer Teststrecke auf dem zugefrorenen See ab“, erklärt Jauregui, der seit über zehn Jahren bei Bosch Engineering arbeitet.

Bosch testet weltweit seine Systeme

Ein Elektronisches Stabilitäts-Programm beispielsweise hat über 3000 Parameter in der Software, die die Reaktion des Systems beeinflussen. „Die größte Herausforderung für uns ist, die gesamte Leistung des Fahrzeugs auch in kritischen Situationen kontrollierbar und sicher zu machen, ohne dabei die Performance aus den Augen zu verlieren.“ Sein wichtigster Verbündeter bei dieser Aufgabe ist Jacob Hellkvist. Er ist ein Icemaker. Seine Aufgabe ist das Präparieren der Strecken – morgens, mittags, abends. Er sorgt dafür, dass die Fahrbahnen immer im gleichen Zustand sind. Mehrmals am Tag bewässert und glättet er die Fahrspuren und Streckenmodule, um dann mit Spezialmaschinen die gewünschten Reibwerte ins Eis zu bringen. Dies alles stellt sicher, dass auch kleinste Änderungen des Fahrverhaltens nach Software-Anpassungen analysiert werden können und nicht auf sich ändernde Untergründe zurückzuführen sind.

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„Für uns ist die Reproduzierbarkeit von Messdaten, also ihre Vergleichbarkeit, wichtig. Wir wollen messen, wie sich das Fahrverhalten ändert, wenn wir einen Parameter neu einstellen. Wenn die Fahrbahn immer gleich ist, können wir diesen Einfluss ausschalten“, erklärt Jauregui. Sein Notebook ist auf einem Gestell oberhalb der Mittelkonsole im Fahrzeug befestigt. Nach jeder Fahrt checkt er Messwerte, speichert Daten, tippt neue Befehlskombinationen in den Rechner und fährt erneut. Solange, bis die Symbiose aus Sicherheit und Performance des Kraftpaketes mit mehr als 750 PS auch auf Eis und Schnee passt.

Wintertests in Nordschweden

Im seinem Testzentrum Vaitoudden bei Arjeplog in Nordschweden führt Bosch die Wintererprobung moderner Fahrdynamikregelsysteme durch. Damit wollen die Ingenieure sicherstellen, dass Sicherheitssysteme wie ABS und ESP in jeder Situation richtig reagieren und so dem Fahrer helfen. Das erweiterte Testgelände wurde im Dezember 2003 vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf eröffnet. Die Investitionssumme betrug 20 Millionen Euro.

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