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Sensorik "Stop the Crash": Fahrzeug-Sicherheitssysteme werden noch zu wenig eingesetzt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Bosch unterstützt die Initiative "Stop the Crash" der Verbrauchervereinigung Global New Car Assessment Programm. Damit soll die Bekanntheit von Sicherheitssystemen wie ESP, Notbremssytemen und Motorrad-ABS gesteigert und damit die Zahl an Verkehrstoten gesenkt werden.

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(Bild: Bosch)

Jeden Tag verlieren nach Angaben von Global NCAP weltweit mehr als 3 000 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Grund dafür sind vor allem in Schwellenländern technisch oft nur unzureichend ausgerüstete Fahrzeuge, die Passagiere und Passanten entsprechend schlecht schützen. „Für Bosch ist jeder Verkehrstote einer zu viel. Mit unseren Technologien können wir weltweit Menschenleben schützen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Bosch unterstützt deshalb die Initiative „Stop the Crash“ der Verbrauchervereinigung Global New Car Assessment Programm (Global NCAP). Mit der Kampagne soll die Bekanntheit von Sicherheitssystemen wie ESP, Notbremssystemen und Motorrad-ABS insbesondere in Wachstumsmärkten gesteigert werden. „Stop the Crash“ unterstützt die Vereinten Nationen zudem in ihrem Ziel, die Zahl von jährlich aktuell 1,25 Millionen Verkehrstoten weltweit bis 2020 zu halbieren.

Bosch-Erfindung ESP verhinderte in Europa 260 000 Unfälle

Bosch arbeitet seit vielen Jahren an der Vision des unfall- und verletzungsfreien Fahrens. Dabei hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen: Seit der Markteinführung im Jahr 1995 durch Bosch hat das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) laut einer Studie der Bosch-Unfallforschung allein in Europa bereits 260 000 Unfälle verhindert und rund 8 500 Leben gerettet. „ESP ist nach dem Sicherheitsgurt und vor dem Airbag das wichtigste Sicherheitssystem im Fahrzeug“, sagt Hoheisel. Bis zu 80 % aller Schleuderunfälle könnten mit ESP verhindert werden, wenn alle Fahrzeuge das Antischleudersystem an Bord hätten. Bosch hat seit 1995 mehr als 150 Millionen ESP-Systeme gefertigt.

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Neun von zehn Neufahrzeugen mit ESP an Bord

Seit dem 1. November 2014 ist ESP innerhalb der Europäischen Union für alle neuzugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen Pflicht. Europaweit sind auch deshalb bereits 90 % aller neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit ESP ausgerüstet. Zum Vergleich: Weltweit sind es nur 64 %. Global NCAP ruft daher alle UN-Mitgliedsstaaten auf, ESP bis 2020 für alle Neuwagen vorzuschreiben. Dies gelte vor allem für Länder mit einer bedeutenden Automobilproduktion. Dass alle Fahrzeuge verpflichtend mit ESP ausgestattet werden sollten, ist auch eine Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dadurch könnten rund um den Globus viele Menschenleben gerettet werden. Weltweit gesehen schreiben neben der Europäischen Union auch Australien, Kanada, Israel, Neuseeland, Russland, Südkorea, Japan sowie die Türkei und die Vereinigten Staaten das Schleuderschutzsystem gesetzlich vor.

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